Royal-News: Netflix-Serie "The Crown" endet - was hat der Palast damit zu tun?

Die Netflix-Serie "The Crown" über das Leben der britischen Royals ist ein voller Erfolg. Trotzdem wird die Produktion nach fünf Staffeln eingestellt werden. Warum?

"Ich werde 'The Crown' stoppen, bevor sie mit mir anfangen", soll Prinz Harry, 35, laut seiner Biographin Angela Levin angekündigt haben. Dass sein Leben wie das seiner Großmutter Queen Elizabeth, 93, und seines Vaters Prinz Charles, 71, für Netflix-Abonnenten auf der ganzen Welt verfilmt wird, darauf hat der Royal offenbar keine Lust. Haben Harrys Worte Wirkung gezeigt?

Netflix-Serie "The Crown" über die Royals endet vorzeitig

Fans wundern sich, warum die Produktion der Hit-Serie nach fünf statt der angekündigten sechs Staffeln eingestellt wird. Auf dem Bildschirm wird man dann das Jahr 2002 schreiben - das Jahr, in dem die Queen ihr Goldenes Thronjubiläum feierte. Heißt: Ereignisse wie die Hochzeit von Charles und Camilla Parker Bowles, 72, das Jawort von Prinz William, 37, und Herzogin Catherine, 38, der Skandal um Prinz Andrew, 59, und seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein, †66, und Harrys und Herzogin Meghans, 38, Rücktritt werden ausgespart. Seltsam, denn sind es nicht gerade diese Ereignisse, die im britischen Königshaus Geschichte schrieben?

Imelda Staunton wird die letzte Elizabeth II. in "The Crown" spielen.

The Crown

Finale fünfte Staffel mit Imelda Staunton

Die offizielle Version lautet, Peter Morgan, 56, der kreative Kopf von "The Crown" habe beim Schreiben gemerkt, dass die fünfte Staffel die perfekte Zeit sei, um die Geschichten zu beenden. Dan Wootton, Chefredakteur von "The Sun", hat seine eigene Meinung zum vorzeitigen Ende. Peter Morgan sei von Höflingen des Buckingham Palastes und von Clarence House, dem Amtssitz von Prinz Charles, unter Druck gesetzt worden.

Royales Veto gegen Netflix-Serie "The Crown"?

Um die Storyline spannender zu machen, nehmen es die "The Crown"-Verantwortlichen mit der historischen Wahrheit nicht so genau; verändern Tatsachen, zeitliche Abläufe oder legen den Charakteren Worte in den Mund, ohne zu wissen, ob sie jemals so ausgesprochen worden sind. Diplomatisch gesagt: Es herrscht künstlerische Freiheit. 

2019 gab Peter Morgan zu, dass er sich viermal im Jahr mit Hofmitarbeitern, "die sehr hochrangig und sehr aktiv in der Organisation sind", trifft, um sie über die Handlungsstränge von "The Crown" zu informieren. Als Folge davon soll beispielsweise Charles deutlich positiver dargestellt worden sein als geplant.

Prinz William

Abfuhr für "The Crown"-Schauspielerin Olivia Colman

Prinz William, Olivia Colman


Dan Wootton behauptet, Netflix nehme die Meinung und Befindlichkeiten der Royals sehr ernst. Unter anderem sollen Charles, William und Harry ihr Erscheinen bei der Premiere einer von Netflix produzierten Natur-Dokumentation ihres Freundes Sir David Attenborough, 93, im April 2019 nur deshalb zugesagt haben, weil Cast-Mitglieder von "The Crown" verbannt worden seien. Möglich also, dass auch der Palast in Sachen Staffel sechs seine Finger im Spiel hat. Fazit von Dan Wootton: 

"Die Tatsache, dass Netflix und Morgan Prinz Andrew und Megxit vollständig zurückhalten, ist zutiefst enttäuschend. Angesichts des gegenwärtigen Krieges der Streaming-Giganten hoffe ich, dass ein Rivale bereit ist, die Verantwortung für eine neue Royal-Drama-Serie zu übernehmen. Wir brauchen nur einen Schriftsteller, der sich nicht für gemütliche Treffen im Buckingham Palast interessiert oder eines Tages zum Ritter geschlagen wird."

Verwendete Quelle: The Sun

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