Royal Baby Und was passiert jetzt?

Menschenmengen erwarten die Babyankündigung und warten vor dem Buckingham Palace auf Neuigkeiten.
Menschenmengen erwarten die Babyankündigung und warten vor dem Buckingham Palace auf Neuigkeiten.
© Reuters
Das Baby ist da, die Familie wohlauf und die Fans weiter ungeduldig - sie wollen mehr: ein Bild, einen Namen, ein Taufdatum ... Wir verraten, was als nächstes zu erwarten ist

Ein kleiner Prinz von Cambridge ist am späten Montag Nachmittag (22. Juli) zur Welt gekommen und bisher flossen die Informationen des Hofes, wie angekündigt, spärlich, aber zuverlässig. Den frischgebackenen Eltern, ihren Familien und ihrem Presseteam steht in der kommenden Zeit erneut eine schwierige Gratwanderung bevor - das Informationsbedürfnis der aufgeregten Briten und Royalfans weltweit befriedigen, dabei vor allem die Traditionen wahren und einen künftigen Thronfolger präsentieren, aber der jungen Familie auch so viel Zeit wie möglich geben, sich aneinander zu gewöhnen und in die neue Struktur zu finden. Ganz viel Babykuscheln inklusive.

Die Informationen werden jedenfalls nicht so freigiebig fließen wie bei einigen Inszenierungskünstlern aus der Unterhaltungsbranche. Doch mit der schnellen Mitteilung über Twitter, noch bevor der offizielle Aushang vor dem Palast war, und mit einer klitzekleinen ersten Wortmeldung Prinz Williams - "Wir könnten nicht glücklicher sein" - hat das Herzogpaar von Cambridge auch schon gezeigt, dass es weiß, dass in der heutigen Zeit die Informationsflüsse etwas schneller sind als noch vor einer Generation.

Ansprache von Prinz William
Bisher gab es so etwas im britischen Königshaus nicht. Doch die einheimische Presse denkt, es könne einen kurzen Auftritt und ein paar offizielle Worte des Vaters im Verlauf des Dienstages geben, vielleicht vor dem Krankenhaus oder in einem Raum dort. Die skandinavischen Prinzen beispielsweise traten alle schon schnell nach der Geburt vor die Presse, zeigten mit den Händen, wie groß ihr Baby ist, schwärmten davon, wie schön es ist ... der übliche Neueltern-Flash eben. Wird Prinz William sich dieser sehr publikumswirksamen neuen Tradition anschließen und damit auch für England einen Präzedenzfall schaffen?

Dank an die Klinik
Fest gerechnet werden kann mit öffentlichen Dankesworten der Familie an Krankenhaus und Personal. Das wurde auch bei Kates schwangerschaftsbedingtem Krankenhausaufenthalt im Dezember so gehandhabt.

Ein Stadtschreier verkündet vor dem "St. Mary's Hospital" die Geburt des kleinen Prinzen von Cambridge
Ein Stadtschreier verkündet vor dem "St. Mary's Hospital" die Geburt des kleinen Prinzen von Cambridge
© Reuters

Kanonenschüsse
Der künftige Thronfolger (dritter ist er in der aktuellen Rangfolge) wird um zwei Uhr Ortszeit am Dienstag mit einem 41-Schuss-Salut im "London Street Park" und 62 Kanonenschüssen vom "Tower of London" begrüßt. Außerdem gibt es jede Menge Glockengeläut.

Erster Blick aufs Baby
Handhaben Prinz William und Catherine es so, wie Prinz Charles und Prinzessin Diana damals, so werden sie entweder heute, oder - wenn die Herzogin noch ein wenig Erholung braucht - morgen das Krankenhaus durch die Tür verlassen, auf die seit Wochen alle Kameras gerichtet sind. Gerüchte besagen, Kates Friseur sei schon im Krankenhaus, das spräche für heute. Der Palast dementiert die Friseurmeldung und kündigt an, das Paar werde das Krankenhaus wohl nicht vor sechs Uhr abends verlassen, vielleicht auch erst morgen. Sie werden ihr Baby gut eingepackt im Arm haben und es wird erwartet, dass sie kurz pausieren und den Fotografen die Gelegenheit für Aufnahmen geben, bevor sie dann in ein Auto steigen und nach Hause fahren. In anderen Königshäusern mit Babys dieser Generation ist das ganz unterschiedlich gehandhabt worden. Nach der Geburt von Prinzessin Ingrid ist Prinzessin Mette-Marit zum Beispiel noch abends im Krankenwagen wieder heim ins Schloss gebracht worden. Prinzessin Mary von Dänemark hat immer zusammen mit Prinz Frederik die Klinik verlassen und dabei auch die Kinder präsentiert.

Name des Babys
Der Name des Babys wird "in due course", also "beizeiten" verraten, kündigte "Clarence House" am Montag an. Das kann alles zwischen wenigen Tagen und einigen Wochen bedeuten. Prinz Charles und Prinzessin Diana nahmen sich 1982 eine Woche zeit, bis der Name ihres Sohnes William verkündet wurde. Die damalige Prinzessin Elizabeth und ihr Mann verrieten den Namen ihres Sohn Charles sogar erst nach vier Wochen, kurz vor seiner Taufe. In England gibt es keine feste Tradition wie beispielsweise bei ihren Kollegen in Dänemark, die sagen würde, man verrät den Namen erst zur Taufe (und lässt die drei Monate später stattfinden). Wir können also hoffen, dass wir innerhalb der kommenden zehn Tage erfahren werden, wie der kleine Prinz heißen wird.

Erste Bilder
Üblicherweise lud das englische Königshaus bisher in den Wochen, die auf eine wichtige Geburt folgten, wenige Fotografen zu einem Fototermin ein. Dort entstanden dann erste Bilder der Familie, die frei in allen Medien verbreitet werden konnten. Ob sich William und Catherine für diesen Weg entscheiden, ist noch ungewiss. Bei den jungen Royals aus den Nachbarländern ist es in den vergangenen Jahren nämlich immer populärer geworden, keine fremden Fotografen diese ersten Bilder machen zu lassen, sondern selbst zur Kamera zu greifen und diese Bilder relativ schnell, schon nach wenigen Tagen zu veröffentlichen. Zuletzt geschah das vor wenigen Wochen bei Prinz Floris aus den Niederlanden. Da bekannt ist, dass Herzogin Catherine selbst ein großes Faible für Fotografie und eine gute Kameraausrüstung hat, ist also durchaus vorstellbar, dass auch sie sich entscheiden wird, selbst die ersten Bilder des kleinen Prinzen einzufangen und auf der Website des Paares zu präsentieren.

Die Taufe

Ein künftiger König von England und Oberhaupt der Anglikanischen Kirche muss getauft werden, keine Frage. Doch über den Zeitpunkt der Taufe gibt es noch keine Erkenntnisse. Generell tauft das Königshaus die Babys eher schnell als langsam, also eher innerhalb der ersten zwei Monate. Dafür spräche, dass man bis in den Oktober hinein noch schönes Wetter für eine Tauffeier mit der Familie erwarten kann. Guckt man in die Historie, so sieht man, dass Catherine selbst, die im Januar geboren wurde, allerdings erst mit fast sechs Monaten im Juni getauft worden ist - auch eine Wetterentscheidung?

cfu

Gestatten, Prinz George


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