Royal Baby: Jetzt wird es spannend, oder?

Während viele zählen, wie viele Tage die Geburt des Cambridge-Babys in England nun schon überfällig ist, gibt es auch die andere Seite. Die, die glauben, dass es frühestens heute so weit ist. Und dafür gute Gründe anführen

Während viele zählen, wie viele Tage die Geburt des sehnlichst erwarteten Cambridge-Babys in England nun schon überfällig ist, gibt es auch solche Stimmen, die sagen, es ist noch gar nicht überfällig. Seit einige britische Medien vor Monaten den 13. Juli als errechneten Geburtstermin (ET) in den Raum warfen, wurde das Datum fröhlich weitergetragen. Dabei hat der Hof nicht anderes als "Mitte Juli" verlauten lassen. Kein Grund für die Fotografen, sich nicht schon am 1. Juli vor dem vermuteten Geburtskrankenhaus zu platzieren.


Dabei gibt es deutliche Anzeichen, dass viele die ganze Zeit auf einen falschen Termin hingefiebert haben: Die Tatsache, dass Prinz William sich für ein Poloturnier am Tag nach ET hat registrieren lassen. Die Tatsache, dass Kates Schwester Pippa am gleichen Wochenende eine Reise zur Hochzeit einer Freundin in Wien geplant hatte. Der Hinweis, den Carole Middleton, Catherines Mutter, laut "Telegraph" gegenüber Freunden gab, dass sie damit rechne, das Baby könne ein kleiner Löwe werden - dieses Sternzeichen beginnt erst am 23. Juli. Die britische Zeitung will außerdem von Personal im Krankenhaus erfahren haben, dass eine kleine Gruppe von Personal die Anweisung bekam, ab einem Monat vor dem vermuteten Termin komplett auf Alkoholkonsum zu verzichten - der Tag, an dem diese Regel in Kraft trat, war nach "Telegraph"-Informationen der 19. Juni.

Hintergrund

Wissenswertes rund um Baby und Geburt

Hintergrund: Wissenswertes rund um Baby und Geburt

Auch die von der Queen geäußerte Hoffnung, das Baby möge vor ihrem Urlaub noch kommen, lässt noch ein paar Tage Raum - die Reise zum Sommersitz in Balmoral geht nämlich erst Ende der Woche los. Und ins Konzept passt auch, dass es heißt, dass ab Freitag mittag( 19. Juli) die Sprecher von Clanrence House und Buckingham Palace keine Auskunft mehr darüber geben, wo sich die werdenden Eltern gerade aufhalten.

Dass das Baby, wie jetzt teilweise vermutet, sogar im August erst kommen könnte, bleibt aber unwahrscheinlich. Da die Herzogin gleich zwei betreuende Gynäkologen an ihrer Seite hat, ist zumindest wahrscheinlich, dass man eher früher als später medizinisch in einen verzögerten Geburtsverlauf eingreifen wird. Dafür ist der Privatpatientenbereich im "Lindo Wing" des "St. Mary's Hospital", vor dem die Fotografen auf Catherines Ankunft warten, auch gut gerüstet. Auf moderne Technik wird dort viel Wert gelegt. Weniger gut gerüstet ist die Abteilung aber nach Angaben englischer Blogger für die entspannte, natürliche Geburt, die die Herzogin sich vorstellen soll: Hypnobirthing im Wasserbecken. Denn Gebärwannen gibt es dort offenbar gar nicht, die gibt es nur im normalen Geburtstrakt des Krankenhauses, in dem die gesetzlich versicherten (in England ist das der National-Heath Service, "NHS") Frauen entbinden.



Wassergeburten sind allerdings auch in der möglichen Ersatzklinik Standard: Das "Royal Berkshire Hospital" in Reading soll sich nämlich ebenfalls für eine Geburt bereithalten. Sollten Kate und William nicht heimlich sowieso planen, ihr Kind dort auf der Welt zu begrüßen, wäre es zumindest die naheliegende Klinik für den Fall, dass die Herzogin Wehen bekommt, während sie Zeit bei ihren Eltern in Bucklebury verbringt. Die Klinik ist eine halbstündige Fahrt entfernt und damit deutlich näher als St.Marys im Londoner Stadtteil Paddington. Gerade diese Woche weiß man, dass sich die hochschwangere Kate wegen der großen Londoner Sommerhitze viel und gern bei ihren Eltern auf dem Land aufgehalten hat. Polizeipräsenz und Bodyguards auf dem Grundstück der Middletons legten davon Zeugnis ab.

Die Eingangstür zum Privatbereich des St-Marys in Paddington bleibt jedenfalls die derzeit meist fotografierte Tür der Welt. Im Minutenabstand machen Touristen dort Halt, fotografieren sich gegenseitig, kommen verkleidete Royalfans mit anderen oder den verzweifelt auf ein bisschen Action wartenden TV- und Newsteams ins Gespräch. Die Reporter - bis zu 180 sollen dort zeitweise vertreten sein und viele sind immerhin schon seit Anfang Juli dort in Dauerwartestellung - pflegen bei schönsten Sommerwetter ihre Sonnenbräune und lassen sich demonstrativ von Kollegen mit dicken Büchern fotografieren, Charles Dickens' "Great Expectations" beispielsweise. Mehrere kleine Ad-hoc-Wettbüros verwalten die Namenswetten.

Zumindest bei den Datumswetten dürften einige Wetter inzwischen aber schon diverse Pfund verloren haben. Großer Gewinner bisher: die Spannung.

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