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Queen-Enkel Peter Phillips Aus Omas Geburtstag hat er ein gutes Geschäft gemacht

Peter Phillips + Queen Elizabeth
© Picture Alliance
Letztes Jahr war Peter Phillips, der älteste Enkel von Queen Elizabeth, Organisator der Geburtstagsfeierlichkeiten seiner Großmutter. Jetzt kam heraus, wie viel er und seine Firma daran verdient haben

Schon als bekannt wurde, dass Peter Phillips und seine Firma "SEL UK" das Straßenfest zu Ehren des königlichen Geburtstages organisieren sollten, war Kritik laut geworden. Man munkelte, der Queen-Enkel habe seinen Einfluss genutzt, um den Zuschlag für das Projekt zu bekommen. Dem widersprach der 39-Jährige schon im vergangenen Jahr und sagte in einem Interview, alles sei auf normalen Kanälen passiert. Natürlich habe er aber die Veranstaltung mit seiner Großmutter privat besprochen.

Kritik an den Preisen

Für Verwunderung sorgten besonders die Eintrittspreise. Schließlich sollte die Veranstaltung im Juni 2016, der sogenannte "Patron's Lunch", zu Ehren der Wohltätigkeitsprojekte abgehalten werden, deren Schirmherrschaft die Königin inne hat. Die Vertreter der Charity-Organisationen mussten tatsächlich aber tief in die Tasche greifen, um mitzufeiern. Ein Ticket für das Event - ein Picknick auf der Prachtstraße "The Mall" und ein Straßenfest - kostete rund 170 Euro.

Ein Trost: Der Erlös der Non-Profit-Veranstaltung sollte über mehrere Wohltätigkeitsorganisationen der Queen verteilt werden.

Peter Phillips saß, mit seiner royalen Verwandtschaft, beim großen Straßenfest in der "Royal Box" und schaute dem bunten Treiben begeistert zu, das er selbst organisiert hatte.
Peter Phillips saß, mit seiner royalen Verwandtschaft, beim großen Straßenfest in der "Royal Box" und schaute dem bunten Treiben begeistert zu, das er selbst organisiert hatte.
© Getty Images

Das wurde eingenommen

Nun kam heraus, welche Summen gezahlt wurden. Peter Phillips' Unternehmen "SEL Ltd.", so berichten jetzt unter anderem "BBC.com" hat für die Organisation der Queen-Geburtstagsfeierlichkeiten rund 863 000 Euro bekommen.

Sir Stuart Etherington, der Vorsitzende der "Patron's Fund"-Organisation, verteidigte die Bezahlung für Prinzessin Annes Sohn und sagte, "SEL" habe damit keinen Profit gemacht. Man habe die Angebote anderer Firmen vorab verglichen gehabt und das "SEL"-Konzept sei in jeder Hinsicht wettbewerbsfähig gewesen.

Geld für die Wohltätigkeit

"BBC" fragte auch beim Palast nach. Dort hieß es, der "Patron's Lunch" sei eine angenehmes und festliches Ereignis gewesen und eine große Zahl von Wohltätigkeitsorganisationen unter der Schirmherrschaft der Königin hätten davon profitiert.

Etwa 442 000 Euro wurden eingenommen, dazu sollen noch Spenden gekommen sein. Insgesamt gingen laut Medienberichten 863 000 Euro an 290 Charitys in England und dem Commonwealth - und damit genau die Summe, die Peter Phillips Firma für die Organisation erhalten hatte. Ein gutes Geschäft also, für beide Seiten.

kdi Gala

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