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Queen Elizabeth Warum sie nicht die Königin von England ist

Queen Elizabeth
© Getty Images
Queen Elizabeth ist in London geboren, hat seit über 68 Jahren ihren Amtssitz im Buckingham Palast und ist doch nicht die Königin von England. Wie kann das sein?

Royale Titel zu erklären ist leichter gesagt als getan: Ihr Ursprung liegt oft jahrhundertelang zurück, sie sind komplex zusammengesetzt, schwierig zu verstehen und werden dann und wann sogar modifiziert. Im Falle von Queen Elizabeth II., 95, kommt ein Punkt erschwerend hinzu: die Geografie. Doch von vorne.

Das ist der Titel von Queen Elizabeth

Die korrekte Amtsbezeichnung der Queen nach dem "Royal Titles Act" von 1953 lautet:

Elizabeth die Zweite, von Gottes Gnaden Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland und ihrer anderen Königreiche und Territorien, Oberhaupt des Commonwealth, Verteidigerin des Glaubens. Kurz gesagt: Die Queen ist Königin des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland. Um zu verstehen, warum die Bezeichnung "Königin von England" falsch ist, muss man einen Blick in die Geschichtsbücher werfen.

Warum die heutige Königin nicht die Queen von England ist

Ein König für England und Schottland

Die letzte Königin von England ist technisch gesehen Königin Elizabeth I.. Sie stirbt im März 1603 nach 44 Jahren Regentschaft ohne Nachkommen. Ihr nächster Verwandter, der einen Anspruch auf den Thron hat, ist König James VI. von Schottland. Er ist somit der Erste, der über Schottland und England in Personalunion herrscht. Er trägt als James I. den Titel "König von England und Irland" und als James VI. den Titel "König von Schottland". Die beiden Länder bleiben allerdings souverän, das heißt sie haben ihre eigenen Parlamente und Gesetze.

Großbritannien wird gegründet

Mit dem "Act of Union" werden die Königreiche Schottland und England im Mai 1707 zum Königreich Großbritannien vereint. Schottland behält seine Unabhängigkeit in Bezug auf sein rechtliches und religiöses System, aber Finanzen, Handel, Parlament und Nationalflagge werden eins mit England. Für die amtierende Queen Anne bedeutet dies eine Änderung im Titel: Sie ist fortan die "Königin von Großbritannien und Irland".

Irland kommt – und geht

1801 wird Irland in die politische Union mit Großbritannien aufgenommen. Sie nennt sich jetzt "Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland." 1920, unter König George V., erhält ein großer Teil Irlands seine Unabhängigkeit. Nur die nördlichen Grafschaften bleiben mit Großbritannien vereint. Von dieser Zeit bis heute ist der Titel des Monarchen deshalb "König / Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland." Seit 1999 hat Schottland wieder ein eigenes Parlament mit begrenzten Kompetenzen innerhalb des Vereinigten Königreichs.

Verwendete Quellen:parliament.uk

jre Gala


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