Queen Elizabeth: "Verärgert" und "nicht glücklich" bei der Parlamentseröffnung?

Queen Elizabeth hat im Westminster-Palast in London das neue Parlamentsjahr eröffnet. Beobachter gewannen den Eindruck, dass es mit der Laune der Queen dabei nicht zum Besten stand und spekulieren, was dahinter stecken könnte.

Queen Elizabeth am 14. Oktober 2019 bei der Eröffnung des Parlaments.

Queen Elizabeth, 93, ist seit 67 Jahren das Oberhaupt des Vereinigten Königreiches - so lange, wie niemand zuvor in der Geschichte des Landes. Eine ihrer wichtigsten staatlichen Aufgaben ist es, das Parlament zu eröffnen und die "Queen's Speech" zu verlesen. Am gestrigen Montag (14. Oktober) war es bereits das 65. Mal, dass die Königin dieser Pflicht nachgekommen ist. Polit-Journalist Henry Deers schrieb später in einer Kolumne für die "Daily Mail" über die Queen: "Verärgert. Mit diesem Wort würde ich die Königin bei der Eröffnung des Parlaments beschreiben." 

Queen Elizabeth scheint "not amused"

Deers ergänzt, dass der Blick der Queen "müde" gewesen sei, als sie auf ihrem Thron Platz genommen habe, "was darauf hindeutete, dass sie nicht ganz glücklich war, dort zu sein." Als sich die Abgeordnete aus dem Unterhaus zu melden begannen, habe sie "ein müdes, keuchendes Seufzen von sich [gegeben]". Ihre Rede, die von der Regierung verfasst und von Queen Elizabeth lediglich abgelesen wird, habe sie "herunter gerattert". 

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Queen Elizabeth und die Imperial State Crown.

Der Journalist führt das "Non-Amusement" der Queen auf das politische Hickhack um den Brexit zurück, dessen vorläufiger Höhepunkt Ende August die durch Premierminister Boris Johnson, 55, erwirkte Zwangspause des Parlaments markierte. Ein Beschluss, den das Oberste Gericht des Landes drei Wochen später für gesetzeswidrig erklärte. Johnson wurde daraufhin beschuldigt, die Queen bei der Frage nach der Suspendierung des Parlaments falsch beraten und belogen zu haben. Keine Frage: Großbritannien steckt in der Krise. Das weiß auch die Queen. Doch noch etwas anderes soll die 93-Jährige bei der Parlamentseröffnung zu schaffen gemacht haben.

Queen Elizabeth II. bei der Parlamentseröffnung

Queen Elizabeth II.

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Die Königin könnte eine Erkältung gehabt haben

Dem Royal-Blog "Royal Central" ist ebenfalls aufgefallen, dass Queen Elizabeth angeschlagen wirkte. "Die Monarchin schien schneller und heftiger zu atmen, als sie zu Beginn der Zeremonie ihren Platz auf dem Thron im Oberhaus einnahm und zu husten begann, bevor die Rede startete." Tatsächlich: Als die Queen, an der Hand geleitet von Prinz Charles, 70, eine Minute zuvor den Saal betreten hatte, schien die für ihr Alter erstaunlich fitte 93-Jährige etwas wackliger auf den Beinen gewesen zu sein als sonst.

Die Editoren von "Royal Central" führen das aber auf ein gesundheitliches Problem zurück: "Sie schien die Reste einer schweren Erkältung zu haben", so die Interpretation, der sich auch die Zeitung "The Express" anschließt. Dass die Queen trotz möglicher Erkältung den Termin im Parlament wahrgenommen und damit ihre Pflicht als Königin über ihr eigenes Wohl gestellt hat, lobt "Royal Central" als "kämpferisch".

Verwendete Quelle: Royal Central, Express, Daily Mail

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