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Queen Elizabeth So wurde sie zur Königin erzogen

Queen Elizabeth
Queen Elizabeth
© Reuters / Dana Press
Streng und ein bisschen bizarr: Eine Biographie über Queen Elizabeth enthüllt, wie sie schon als kleines Mädchen auf ihr Amt vorbereitet wurde

Queen Elizabeth ist der Inbegriff von Pflichterfüllung - auch mit 89 Jahren. In ihrem hohen Alter beweist sie jeden Tag eine eiserne Haltung und zeigt nie Schwäche. Den Grundstock für diese außergewöhnliche Disziplin, die sie seit ihrer Thronbesteigung 1952 an den Tag legt, brachte vermutlich eine strenge Erziehung.

Eine neue Biographie, die unter dem Titel "The Queen's Speech: An Intimate Portrait Of The Queen In Her Own Words" ("Die Rede der Queen: Ein intimes Porträt der Queen in ihren eigenen Worten") erschienen ist, lieferte Einblicke in die royale Kindheit der Rekord-Monarchin.

Drill für eine Prinzessin

Die "Daily Mail" bringt in ihrer Onlineausgabe Auszüge aus dem von der Royals-Expertin Ingrid Seward verfassten Buch. Darin ist zu lesen, dass die Erziehung der heutigen Königin weitgehend in Händen einer Nanny namens Clara "Allah" Knight lag. Obwohl Elizabeth, die als älteste Tochter des Herzogpaares von York auf die Welt kam, nicht gleich die künftige Thronerbin war, erhielt sie einen strengen Drill, der wohl als angemessen für ihre Herkunft empfunden wurde.

Nanny Knight habe die Anweisungen für die Ausbildung der kleinen Prinzessin Elizabeth und ihrer jüngeren Schwester Margret nicht etwa von deren Mutter Elizabeth, der Herzogin von York, erhalten. Vielmehr habe die Großmutter der beiden Mädchen, Queen Mary, die Richtung bestimmt. Dazu habe gehört, dass die Nanny ihrem Schützling schon als Kleinkind beibringen sollte, wie man winkt und lächelt - mit dem nötigen royalen Ausdruck natürlich.

Gezappelt wird nicht!

Die Großmutter habe auch gewollt, dass man der Prinzessin einimpft, nicht zu zappeln. Zu den heute bizarr wirkenden Erziehungsprinzipien habe außerdem gehört, dass Elizabeth mit einem Keks belohnt wurde, wenn sie stundenlang dem Drang widerstehen konnte, auf die Toilette zu müssen. Unter "Allahs" Aufsicht habe sich das Leben nach einem strengen Zeitplan abgespielt: Frühstück für die Prinzessinnen soll es um 7:15 Uhr gegeben haben, um 19:30 Uhr war Schlafenszeit. So sei ihre gesamte Jugend extrem reglementiert gewesen. Und sobald Elizabeth sprechen konnte, habe man ihr erklärt, dass sie zwei Leben habe: Eines als kleines Mädchen und das zweite als Prinzessin.

"Bobo" wird eine Vertraute

Weil die Mutter gewollt habe, dass ihre Mädchen - zusätzlich zum leicht despotischen Regiment von Nanny Knight - mehr Zuneigung erfahren, sei Margaret "Bobo" Mac Donald als Kinderschwester angeheuert worden. Sie sei bis zu ihrem Tod 1993 eine der engsten Vertrauten der heutigen Queen gewesen.

Aber obwohl die Nanny Elizabeth offenbar so früh auf ihre Prinzessinnen-Rolle drillte, habe man die königliche Enkeltochter außerhalb der Familie als ängstlich, schüchtern und unbeholfen erlebt. Man habe sie als sehr intelligent empfunden, bei royalen Beobachtern der 1930er Jahre habe sie dennoch als wenig gebildet gegolten.

Das Leben der Prinzessin habe sich geändert, als ihr Vater 1936 König wurde. Mit dem Umzug in den "Buckingham Palace" sei der Einfluss der Großmutter weniger geworden. Eine normale Schule oder ein Internat besuchte die Thronfolgerin dennoch nicht. Kontakte nach außen, zu Gleichaltrigen, blieben die Ausnahme.

Gala

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