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Queen Elizabeth Privatsekretär verrät: So verliefen ihre ersten Momente als Monarchin

Queen Elizabeth 1953
© Dana Press
Am 6. Februar 1952 ändert sich Prinzessin Elizabeths gesamte Welt. In dem Bewusstsein eines Tages Königin zu werden, ist der plötzliche Krebstod ihres Vaters dennoch ein Schock. Der einstige Privatsekretär der damals 25-Jährigen erinnert sich an die ersten Stunden nach dem Tod von König George VI.

Queen Elizabeth, 96, ist 25 Jahre alt, als sie Ende Januar 1952 gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Philip, †99, eine sechsmonatige Reise durch das Commonwealth antritt. Unwissend, dass sie nur eine Woche unterwegs sein wird, reist die damalige Prinzessin nach Kenia – und kehrt am 7. Februar als Königin zurück.

Nur wenige vertraute Menschen befinden sich bei Prinzessin Elizabeth, als ihr Vater König George VI. im Alter von 56 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung stirbt. Einer davon ist ihr Privatsekretär Martin Charteris, †86, der den Moment, als er zum ersten Mal auf die neue Monarchin traf, sein Leben lang in Erinnerung behalten hat.

Queen Elizabeth erfährt als eine der letzten Personen vom Tod ihres Vaters

König George VI. wird am 6. Februar gegen halb acht morgens tot in seinem Bett aufgefunden. Der Erste, der vom Ableben des Monarchen erfährt, ist der Premierminister Winston Churchill, †90. Es dauert nur wenige Stunden, bis die Nachricht dem britischen Volk offiziell überbracht wird. Abgeschottet von ihrer Heimat befindet sich Elizabeth in der Sagana Lodge in Kenia. Während ihr Volk bereits weiß, dass sie die neue Königin ist, ist Elizabeth noch unwissend über den Tod ihres Vaters. Es ist Prinz Philip, der ihr die Nachricht überbringt. Nur wenig später trifft Martin Charteris auf die neue Queen. 

Der Privatsekretär, der von 1950 bis 1972 an der Seite von Queen Elizabeth sein wird, findet sie an ihrem Schreibtisch sitzend, "aufrecht, ohne Tränen, leicht errötet", wie er sich später erinnert. Der damals 40-Jährige habe sofort das Gefühl gehabt, dass sich etwas in dem Raum verändert hatte – "und so war es", wird er viele Jahre später seine Emotionen schildern. Elizabeth habe sich von der ersten Minute an wie die "absolute Meisterin ihres Schicksals" benommen. Souverän, zielstrebig und geistesgegenwärtig.

Dass der Tod ihres Vaters ein Schock ist und sie sich "wie betäubt" fühlt, – so soll Prinz Philip den Moment gegenüber des Kö­nigs von Jugoslawien ausgedrückt haben – habe Charteris ihr keine Sekunde angemerkt. Ihre erste Frage an den Privatsekretär untermauert sein Bild der Königin.

Das war die erste Frage, die Queen Elizabeth ihrem Privatsekretär stellte

Elizabeth weiß, was von ihr erwartet wird. Sie ist sich bewusst, dass ihr Leben von nun an eine komplett neue Wendung nehmen wird und sie sich der Rolle als Monarchin verschreiben muss. Und so verwundert ihre erste Frage, die sie Martin Charteris stellt auch nicht. "Welche Formalitäten muss ich in dieser Stunde erfüllen?", soll Queen Elizabeth ihn gefragt haben. 

Queen Elizabeth im Juni 1971

Noch in Kenia entscheidet sich Elizabeth für ihren Namen als Monarchin: Queen Elizabeth II. Am 7. Februar 1952 kehrt sie als Königin nach Großbritannien zurück. Bis heute erfüllt sie ihre Rolle mit Disziplin und Würde.

Verwendete Quellen: "Die Queen" von Paola Calvetti, "Queen Elizabeth II. und die königliche Familie – Ein Leben für die Krone", faz.net

Gala


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