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Queen Elizabeth So führt sie die Monarchie in die Zukunft

Queen Elizabeth
© Getty Images
Seit 66 Jahren ist Queen Elizabeth das Oberhaupt von Großbritannien. Damit ist sie das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt - und sie weiß, wie sie die Monarchie gut in die Zukunft führt

In den 66 Jahren, in denen Queen Elizabeth, 92, das Oberhaupt von Großbritannien ist, gab es Zeiten, in denen das Konstrukt des Hauses von Windsor fast zu zerbröckeln drohte.

Queen Elizabeth: Seifenoper statt Monarchie

Angefangen mit den skandalträchtigen Trennungen von Prinz Charles, 69, und Lady Diana, †36, sowie Prinz Andrew, 58, und Sarah Ferguson, 58. Sie ließen das britische Königshaus eher an eine Seifenoper erinnern als an eine ernstzunehmende Staatsform.

Große Krise nach Dianas Tod

Als dann Diana vor 21 Jahren auf tragische Weise bei einem Autounfall in Paris starb, sorgte die kühle Reaktion der Queen endgültig für eine große Krise in der britischen Monarchie. Denn während das englische Volk öffentlich trauerte, urlaubte die Queen in Schottland und schwieg eisern. Sie reagierte zwar wie bei jeder anderen Krise in ihrer Regentschaft, ihr Volk wollte allerdings etwas anderes.

Die Queen setzt auf mehr Gefühl

Mit ihrer öffentlichen Ansprache einige Tage später hatte die Queen gerade noch die Kurve gekriegt und den Ton der Zeit getroffen. Dianas Tod war eine Art Wendepunkt in der Monarchie. Seitdem fährt die Königin eine neue Strategie: Sie setzt zunehmend auf mehr Gefühl.

Keine Vernunftehe mehr!

Der Queen bzw. ihren Strategen wurde bewusst, dass die Monarchie moderner werden muss. Und so erlaubte sie ihrem Enkel Prinz William, 36, die bürgerliche Kate Middleton, 36, zu heiraten. Es war eine Hochzeit aus Liebe. Das Volk war begeistert. Bei ihrem Lieblingsenkel Prinz Harry, 33, ging Elizabeth sogar noch einen Schritt weiter: Sie erlaubte ihm, die berühmte Schauspielerin Meghan Markle, 37, zu heiraten. Herzogin Meghan ist damit das erste dunkelhäutige Mitglied der königlichen Familie.

"Wir sind nicht steif und festgefahren"

Ein ehemaliger Palast-Mitarbeiter verriet "People": "Die Queen erlaubt der Königsfamilie, sich zu modernisieren. Wir sind sehr weit gekommen. Wir sind nicht steif und festgefahren."Es sind vor allem die jungen Royals, die frischen Wind in die verstaubte Staatsform bringen. Die Prinzen und ihre Ehefrauen zeigen sich volksnah und engagieren sich öffentlich auf der ganzen Welt für Benachteiligte. Und auch die Queen beweist immer mal wieder, dass sie Humor hat: An der Seite von James Bond alias Daniel Craig eröffnete sie 2012 als Bondgirl die Olympischen Spiele in Großbritannien.

Prinz Harry, Herzogin Meghan, Herzogin Kate und Prinz William beim "Royal Foundation"-Forum im Februar 2018
Prinz Harry, Herzogin Meghan, Herzogin Kate und Prinz William beim "Royal Foundation"-Forum im Februar 2018
© Getty Images

Fit für die Zukunft

Auftritte wieder dieser waren 1997 noch völlig undenkbar. Aber die Krise, die Dianas Tod und die Enttäuschung der Briten über ihre Königin auslöste, wirkte wie ein heilsamer Schock. Mit ihrer neuen, modernen Strategie macht Queen Elizabeth die Monarchie fit für die Zukunft.

lso Gala


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