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Queen Elizabeth, Prinz Charles + Co. Wie geschmacklos ist der neue Film?

Queen Elizabeth + Co.
© Getty Images
In England erregt eine BBC-Produktion die Gemüter, noch ehe sie gesendet wurde. Darin zu sehen: Der Tod von Queen Elizabeth, die Thronbesteigung von Prinz Charles - und Prinzessin Dianas Geist

Das neue BBC-Drama "Charles III" greift ein Thema auf, das sich viele Briten nicht vorstellen können oder wollen. Queen Elizabeth ist tot, Prinz Charles, gespielt von Tim Pigott-Smith, wird als Charles III. der neue König und muss gleich eine schwere Entscheidungen zu einem kontroversen Gesetz treffen. Seinen Söhnen Prinz William (Oliver Chris) und Prinz Harry (Richard Goulding) passt seine Haltung nicht und sie verschwören sich gegen ihren Vater. Herzogin Catherine (Charlotte Riley) intrigiert mit und will den Schwiegervater vom Thron stoßen.

Es geht also, fast wie in der Hitserie "Games of Thrones", um Rivalität, Intrigen um den Thron und eine Krise der Monarchie, die durch den Tod eines Monarchen entsteht. Nur tragen die Protagonisten in diesem Fall den Namen Windsor.

Prinzessin Diana als Geist

In der Fernsehadaption des gleichnamigen Broadwaystückes geht man inhaltlich sogar noch weiter: Den Prinzen und anderen Palastbewohnern erscheint der Geist Prinzessin Diana.

Diana-Fans dürften vor allem hierüber schockiert sein, jährt sich doch in diesem Jahr ihr Todestag zum 20. Mal. Geisterszenen mit der Verstorbenen scheinen in dieser Zeit, wo ehrenvolles Gedenken im Vordergrund steht, besonders unpassend.

Die BBC und die Macher betonen natürlich, alles sei rein fiktional und man habe bereits bevor die Theaterversion des Fernsehdramas auf die Bühne gebracht wurde, den Inhalt rechtlich sehr genau prüfen lassen.

Kritik noch vor der Ausstrahlung

Die rechtliche Seite ist das eine. Aber wollen die Zuschauer eine spukende Königin der Herzen und eine intrigierende Herzogin Catherine sehen?

Trotz aller Beteuerungen müssen die Macher - rund eine Woche vor Ausstrahlung - einiges an Kritik einstecken. Parlamentsmitglied Andrew Brigden sagte "Mirror.co.uk" zufolge bereits, die Zuschauer würden das Programm sicherlich geschmacklos finden. Seiner Ansicht nach verunglimpfe es die Royals.

Schauspieler wollten die Rollen nicht

Das sehen wohl nicht nur Politiker so. Denn obwohl alles nur erfunden und rechtlich geprüft sein soll, gab es offenbar Schauspieler, die in dem Drama nicht mitspielen wollten, aus Angst, eine Rolle als fiktionaler Royal könnte ihrer Karriere und ihren Aussichten auf einen Orden oder Ritterschlag schaden.

Dies enthüllte Regisseur Rupert Goold in einem Interview mit "Radio Times". Die Namen derer, die nicht als William, Charles, Camilla oder Harry auftreten wollten, wollte er allerdings nicht preisgeben. Er betonte aber, man sei aber sehr sensibel umgegangen mit bestimmten Themen, so der Goold, vor allem in Bezug auf die Beerdigungsszenen der Fernseh-Queen.

Wie geschmacklos das Ganze ist, davon können sich die Briten bald überzeugen. "Charles III" wird außerdem in den USA laufen.

Die britische Königsfamilie 
kdi


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