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Queen Elizabeth Experte: Klage gegen Prinz Andrew könnte sie in "beispiellose" Krise stürzen

Queen Elizabeth und Prinz Andrew
© Getty Images
Die Ruhe vor dem Sturm hielt einige Monate an. Nun steht das britische Königshaus plötzlich vor einer seiner größten Herausforderungen. Die US-Amerikanerin Virginia Roberts Giuffre hat wegen mutmaßlichen Missbrauchs in New York Klage gegen Prinz Andrew eingereicht. Die Folgen könnten Queen Elizabeth und das Königshaus nachhaltig ins Wanken bringen.

Prinz Andrew, 66, soll "zur Rechenschaft" gezogen werden. Mit dieser Motivation will Virginia Roberts Giuffre, 38, nun gegen den Sohn von Queen Elizabeth, 95, vor Gericht ziehen. Die Vorwürfe wiegen schwer: Der royale Spross soll sie missbraucht haben, als sie noch minderjährig war. Nun möchte das mutmaßliche Opfer Gerechtigkeit – und könnte das britische Königshaus damit in seinen Grundfesten erschüttern.

Queen Elizabeth: Bringen widersprüchliche Aussagen Prinz Andrew zu Fall?

Bereits im Jahre 2019 berichtete Virginia in einem aufsehenerregenden Interview mit BBC über ihren angeblichen Kontakt zu dem zweitältesten Sohn der Monarchin. Vor mehr als zwanzig Jahren sei die damals 17-Jährige von ihm im Haus von Gishlaine Maxwell, 59, der damaligen Freundin des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, †66, missbraucht worden. Laut Klageschrift sei sie zwischen 1999 und 2002 von dem Dreiergespann "gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr mit Prinz Andrew gezwungen worden". Das alles soll keine einmalige Angelegenheit gewesen sein. Von drei Übergriffen des Prinzen ist die Rede, die in London, in Epsteins Haus in New York und auch auf dessen Privatinsel stattgefunden haben sollen.

Prinz Andrew hat die Vorwürfe bisher bestritten, behauptete sogar, sich nicht daran erinnern zu können, Virginia irgendwann einmal begegnet zu sein. "Ich kann mich nicht daran erinnern, diese Dame jemals getroffen zu haben, überhaupt nicht. Es ist einfach nie passiert," behauptete er in einem BBC-Interview mit der Journalistin Emily Maitlis im November 2019, das für ihn in einem PR-Desaster enden sollte. Gegen seine Behauptungen sprach in der Tat ein aufgetauchtes Foto, dass ihn und Guiffre 2001 in Ghislaine Maxwells Wohnung in London zeigen soll. Ein Beweisstück, zu dem er sagte, er "habe absolut keine Erinnerung daran, dass dieses Foto je aufgenommen wurde." 

Prinz Andrew

"Schwierige Situation in einem schwierigen Jahr"

Trotz aller Beteuerungen: Der Ruf von Prinz Andrew ist angeknackst. Inzwischen ist er von seinen königlichen Pflichten zurückgetreten. Es wurde in den vergangenen Monaten ruhiger um ihn. Hat er sich in Sicherheit gewogen? Vielleicht. Falls ja, war es ein Trugschluss. Virginia Roberts Guiffre hat noch lange nicht mit ihm abgeschlossen. Nun will sie mit einer Zivilklage die mutmaßliche Wahrheit ans Licht bringen – und könnte damit Queen Elizabeth und die königliche Familie in eine "beispiellose" Krise stürzen, wie der Royal-Experte Rupert Bell bei einem Gespräch mit TalkRADIO erklärte.

Die neueste Entwicklung stelle eine weitere "schwierige Situation" für die Königin in einem bereits "sehr schwierigen Jahr" dar. Der Tod von Prinz Philip, †99, aber auch die Enthüllungen ihres Enkels Prinz Harry, 36, und dessen Frau Herzogin Meghan, 40, haben der Monarchin zugesetzt. 

Bell hält die "Andrew-Affäre" und die nun drohende Zivilklage gegen den Royal für ein Novum in der Geschichte des Königshauses. Er sei sich nicht sicher, ob die Familie jemals mit rechtlichen Schritten dieser Art konfrontiert war. "Ich kann mir das in meinem Leben nicht vorstellen".

Entwicklung könnte ein Novum sein

Es habe natürlich im Laufe der Historie viele royale Skandale gegeben. "Aber dass es so weit kommt, dass ein Mitglied der königlichen Familie verklagt wird, ist meiner Meinung nach fast beispiellos. In meiner Lebenszeit, die bis in die frühen 60er-Jahre zurückreicht, kann ich mich nicht erinnern, dass so etwas passiert ist," so der Journalist. Natürlich seien bei der Scheidung von Prinz Charles, 72, und Prinzessin Diana, †36, juristische Maßnahmen ergriffen worden, doch diese Situation sei neu – "und das ist die Schwierigkeit für die königliche Familie."

Bisher haben sich weder Prinz Andrew noch seine Sprecher zu der drohenden Zivilklage geäußert. Erst kürzlich sprach der Royal noch öffentlich über seine Verbindung zu Jeffrey Epstein: "Ich bedauere weiterhin unmissverständlich meine unüberlegte Verbindung mit Jeffrey Epstein," hieß es in seiner Stellungnahme. "Sein Selbstmord hat viele unbeantwortete Fragen gelassen, insbesondere für seine Opfer, und ich habe tiefes Mitgefühl mit allen, die betroffen sind und einen Abschluss finden möchten. Ich kann nur hoffen, dass sie mit der Zeit ihr Leben wieder aufbauen können."

Virginia Roberts Guiffre jedenfalls scheint sich Andrews Worte zu Herzen genommen haben. Ihre Form der Verarbeitung findet nun vor einem amerikanischen Gericht statt – und Prinz Andrew wird dabei eine Rolle spielen müssen, die ihm nicht behagen wird. "Natürlich bin ich bereit, bei Bedarf jede geeignete Strafverfolgungsbehörde bei ihren Ermittlungen zu unterstützen," versprach er in seinem Statement. Nun muss er wohl oder übel sein Wort halten.

Verwendete Quellen: talkradio.co.uk, express,co.uk, bbc.co.uk

ama Gala


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