Queen Elizabeth: Im Dienste der Corgis

Die Queen bietet ihren Corgis ein wahrhaft königliches Hundeleben. Dazu gehört auch, dass sie sich höchstpersönlich um ihren Speiseplan kümmert und ihre Vierbeiner immer um sich hat, sogar bei offiziellen Auftritten

hat zwei große Leidenschaften: Pferde und Hunde. Wenn sie nicht gerade offiziellen Pflichten nachkommt, Staatsbesucher empfängt oder auf Auslandsreise ist, verbringt sie ihre Zeit gerne draußen mit ihren Tieren.

Den Sommer verbringen die königlichen Corgis auf Schloss Balmoral. Und den Nachmittagsspaziergang unternimmt die Monarchin mit ihren Vierbeinern höchstpersönlich.

Besonders die krummbeinigen Corgis haben es der Monarchin angetan und so leben ständig einige Hunde dieser Rasse bei ihr ein wahrhaft königliches Hundeleben. Selbstverständlich reisen sie mit von Residenz zu Residenz, sitzen im königlichen Zug oder Flieger und werden von der Queen oder ihren Bediensteten im Auto kutschiert. Wenn sie gerade nicht im Dienst sind, die Umgebung des Schlosses unsicher machen oder Gassi geführt werden, dann logieren die Corgis - das zeigen die neuesten Bilder aus den Privatgemächern der Queen in Balmoral - in äußert komfortablen Hundekörbchen in der Nähe der Monarchin.

Wie weit die Hundebegeisterung der Königin geht, hat der Autor Brian Hoey in dem Buch "Pets By Royal Appointment" (etwas: "Haustiere durch königliche Ernennung") beschrieben, aus dem die britische "Dailymail" Auszüge abgedruckt hat. Darin zu lesen ist, dass das Füttern der königlichen Vierpföter jeden Tag Punkt fünf Uhr in einer Art Zeremonie vollzogen wird. Mit der Hundebeköstigung würden bis zu sieben Angestellte beschäftigt. Nicht zuletzt lege auch die Queen selber Hand an. Dosenfutter sei tabu, es gebe ein täglich wechselndes, frisch zubereitetes Corgi-Futter aus besten Zutaten, über das die Queen eine Spezialsoße geben lasse. Nur sie kenne deren genaue Zusammensetzung. Es gehöre außerdem zum guten Ton im Hundehaushalt, dass das große Fressen erst beginne, wenn die 87-jährige Monarchin persönlich das Kommando dazu gegeben hat.

Queen Elizabeth

Audienz bei Ihrer Majestät, der Queen

2018: Paul McCartney hat Erfahrung darin, vor der Queen zu stehen. Der ehemalige Beatle wurde von ihr 1997 zum Ritter geschlagen, nun wird er in Orden "Companions of Honour" aufgenommen, den George V. begründet hat. Die Autorin J.K. Rowling und der Filmer David  Attenborough sind andere Promimente, die zu den Mitgliedern zählen.
2016: Am 2. Dezember wird der britische Schauspieler und Oscar-Preisträger Eddie Redmayne von Queen Elizabeth mit dem Verdienstorden "Order of the British Empire" ausgezeichnet.
2016: Frisch von Prinz William zum Ritter geschlagen trifft Sänger Rod Stewart (mit Ehefrau Penny Lancaster) am Abend des 11. Oktobers die Queen. Im Buckingham Palace gibt sie einen Empfang für die "Royal Academy of Arts".
2016: Auch Sängerin Annie Lennox und Schauspieler Richard E. Grant haben die Ehre, die Queen zu treffen.

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Als die Queen - zur Überraschung ihrer Familie - gemeinsam mit Daniel Craig für den Eröffnungsfilm der Olympischen Spiele vor der Kamera stand, bekamen auch ihre Hunde einen Auftritt.

Zu Weihnachten, das ein Großteil der königlichen Familie auf dem Landsitz Sandringham verbringt, gibt es von der Königin nicht nur Geschenke für die Kinder, Enkel und Urenkel. Für ihre Hunde gebe es eigene Weihnachtsstrümpfe voller Leckereien, die die Queen selber fülle. Einer der königlichen Favoriten dabei soll eine spezielle Hundeschokolade sein.

Quietschende Spielsachen seien aus den Hundekörben verbannt worden, denn der dadurch entstehende Geräuschpegel habe sowohl die Königin als auch ihre Besucher "in den Wahnsinn" getrieben. Sonst genießen die Corgis und Dorgis aber jede Freiheit, was die Bediensteten nicht immer freut. Zu deren Aufgaben gehöre nämlich, die kleineren Unfälle zu beseitigen, die die Hunde anrichten, die leider nicht alle immer ganz stubenrein gewesen sein sollen.

Um ihre Corgis bei Laune und vor allem ruhig zu halten, habe die Queen ihre ganz eigene Methode: Wenn die royale Hundemeute zu sehr kläffe und damit das royale Tagesgeschäft störe, bringe sie ihre Vierbeiner mit Keksen zur Ruhe, die sie ständig in der Tasche habe. Der hohe Konsum solcher Leckerbissen, zu denen außerdem Teegebäck vom königlichen Tisch gehöre, verursacht bei den kurzbeinigen Vierbeinern wohl auch den gewissen Hang zum Übergewicht.

Der erste Hund der Queen war übrigens laut "Dailymail" noch kein Corgi, sondern ein Cairn-Terrier, den sie mit drei Jahren von ihrem Onkel David - dem späteren König - bekam. Bis heute zählen außerdem Labradore und Spaniel zum königlichen Haushalt. Allerdings hat aktuell nur ein Quartett aus zwei Corgis (Willow und Holly) und zwei Dorgis (Candy und Vulcan) das Privileg, sein Leben in den königlichen Palästen zu verbringen. Einer der Angestellten von Queen Elizabeth soll deswegen einmal gesagt haben: "Wir können bereits morgen ersetzt werden; die Hunde nicht."

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