Queen Elizabeth: Erster schwuler Diener schmeißt seinen Job hin

Er galt als großer Hoffnungsträger der LGBT-Bewegung – doch nun gibt es Ärger für den ersten offiziell schwulen Diener des britischen Familienoberhauptes

Queen Elizabeth, Ollie Roberts

Wie weit darf ein Angestellter des britischen Königshauses gehen? Anscheinend nicht so weit, wie es Ollie Roberts, 21, wagte. Nachdem sich die Presse, im Speziellen verschiedene Gay-Websiten, auf den ersten bekennenden homosexuellen Diener der Queen Elizabeth, 92, stürzte, wurde es den Royals scheinbar zu bunt. Bei öffentlichen Terminen soll der Fokus nicht auf den Angestellten, sondern den einzelnen Familienmitgliedern liegen.

Stahl er der Queen zu viel Aufmerksamkeit?

Laut der britischen "The Sun" habe man Roberts vorgeworfen, "die Sache mit der Presse übertrieben zu haben". Daraufhin wurde der 21-Jährige zunächst zum "gewöhnlichen Diener" degradiert. Das bedeutet vor allem, er darf ab sofort nicht mehr mit der Queen in der Öffentlichkeit gesehen werden und sie nicht mehr auf Kutschfahrten wie diesen Sommer bei "Trooping The Colour" oder beim Pferderennen in Ascot begleiten. Auch alltägliche Dienste, zu denen unter anderem das Ausführen ihrer Hunde oder das Einholen ihrer Post zählen, gehören nicht mehr zu seinem Aufgabenbereich.

Der Gescholtene trifft eine bittere Entscheidung

Der ehemalige Soldat zieht nun selbst enttäuscht Konsequenzen und quittiert in der Folge seinen Dienst. Der Informant bestätigte gegenüber der britischen Zeitung, Roberts fühle sich "zutiefst verletzt, da er stets stolz darauf gewesen sei, als Homosexueller einen solch guten Job zu haben". Für ein persönliches Statement stand der 21-Jährige bisher nicht zur Verfügung und auch die  Königsfamilie schweigt. 

England

Familie Windsor

19. Januar  Queen Elizabeth erscheint vor Hillington Church in Norfolk. Die 93-Jährige lächelt, als sie aus dem Wagen steigt. Die Botschaft an die Öffentlichkeit ist klar: Von dem am Vortag verkündeten Rücktritt von Prinz Harry und Herzogin Meghan lässt sich Ihre Majestät nicht die Laune verderben. 
Zum Gottesdienst wird die Queen in der Regel von einem Familienmitglied oder einer engen Vertrauten begleitet. Die Person am heutigen Sonntag verwundert allerdings: Es ist ausgerechnet Prinz Andrew, das aktuell "schwarze Schaf" der Familie (steht rechts hinter der Queen). Was die Königin sich dabei wohl gedacht hat?
Es ist das erste Mal, dass man die Queen mit Prinz Andrew seit dessem skandalösem Interview über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu Gesicht bekommt. Ausgestrahlt wurde es am 16. November 2019.
20. Dezember 2019  Nach Prinz William und Herzogin Kate, veröffentlichen jetzt auch Prinz Charles und Herzogin Camilla ihren königlichen Weihnachtsgruß. Unorthodox, mit sommerlichem Cabrio-Bild wünschen sie allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. 

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Dabei war das Königshaus seit Jahren auf einem guten Weg

Der Umgang mit Roberts verwundert Beobachter und Bürger zugleich. In der jüngeren Vergangenheit fiel der liberale Umgang mit dem Thema "Homosexualität" und der schwul-lesbischen Community positiv auf. Prinz William, 36, sprach vom „Mut der jungen schwulen, lesbischen und transsexuellen Menschen, die offen über ihre Orientierung und ihre Erfahrungen sprechen“, Queen Mom, †101, war bekannt dafür, gleich mehrere schwule Angestellte zu beschäftigen und selbst eine gleichgeschlechtliche Ehe (zwischen Lord Ivar Mountbatten, 55, dem Cousin der Queen, und seinem jetzigen Mann) ist im Jahr 2018 kein Tabu mehr.  

Hier wohnen Kate, Meghan & Co.

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