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Queen Elizabeth Erster schwuler Diener schmeißt seinen Job hin

Queen Elizabeth, Ollie Roberts
Queen Elizabeth, Ollie Roberts
© Getty Images
Er galt als großer Hoffnungsträger der LGBT-Bewegung – doch nun gibt es Ärger für den ersten offiziell schwulen Diener des britischen Familienoberhauptes

Wie weit darf ein Angestellter des britischen Königshauses gehen? Anscheinend nicht so weit, wie es Ollie Roberts, 21, wagte. Nachdem sich die Presse, im Speziellen verschiedene Gay-Websiten, auf den ersten bekennenden homosexuellen Diener der Queen Elizabeth, 92, stürzte, wurde es den Royals scheinbar zu bunt. Bei öffentlichen Terminen soll der Fokus nicht auf den Angestellten, sondern den einzelnen Familienmitgliedern liegen.

Stahl er der Queen zu viel Aufmerksamkeit?

Laut der britischen "The Sun" habe man Roberts vorgeworfen, "die Sache mit der Presse übertrieben zu haben". Daraufhin wurde der 21-Jährige zunächst zum "gewöhnlichen Diener" degradiert. Das bedeutet vor allem, er darf ab sofort nicht mehr mit der Queen in der Öffentlichkeit gesehen werden und sie nicht mehr auf Kutschfahrten wie diesen Sommer bei "Trooping The Colour" oder beim Pferderennen in Ascot begleiten. Auch alltägliche Dienste, zu denen unter anderem das Ausführen ihrer Hunde oder das Einholen ihrer Post zählen, gehören nicht mehr zu seinem Aufgabenbereich.

Der Gescholtene trifft eine bittere Entscheidung

Der ehemalige Soldat zieht nun selbst enttäuscht Konsequenzen und quittiert in der Folge seinen Dienst. Der Informant bestätigte gegenüber der britischen Zeitung, Roberts fühle sich "zutiefst verletzt, da er stets stolz darauf gewesen sei, als Homosexueller einen solch guten Job zu haben". Für ein persönliches Statement stand der 21-Jährige bisher nicht zur Verfügung und auch die  Königsfamilie schweigt. 

Dabei war das Königshaus seit Jahren auf einem guten Weg

Der Umgang mit Roberts verwundert Beobachter und Bürger zugleich. In der jüngeren Vergangenheit fiel der liberale Umgang mit dem Thema "Homosexualität" und der schwul-lesbischen Community positiv auf. Prinz William, 36, sprach vom „Mut der jungen schwulen, lesbischen und transsexuellen Menschen, die offen über ihre Orientierung und ihre Erfahrungen sprechen“, Queen Mom, †101, war bekannt dafür, gleich mehrere schwule Angestellte zu beschäftigen und selbst eine gleichgeschlechtliche Ehe (zwischen Lord Ivar Mountbatten, 55, dem Cousin der Queen, und seinem jetzigen Mann) ist im Jahr 2018 kein Tabu mehr.  

jko Gala

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