Queen Elizabeth: Die Wahrheit hinter ihrer Reaktion auf Dianas Tod

Am 31. August 1997 verunglückte Prinzessin Diana tödlich in Paris. Die Reaktion von Queen Elizabeth auf das Unglück nahmen ihr viele Briten übel. Nun enthüllen Weggefährten, wie sehr die Königin die Kritik berührte

Queen Elizabeth und Prinzessin Diana (†) verband eine schwierige Beziehung.

Mit dem Tod von Prinzessin Diana (†37) brachen nicht nur für ihre Kinder Prinz William (damals 15) und Prinz Harry (damals zwölf) harte Zeiten an. Auch Queen Elizabeth hatte zu kämpfen: Nach dem Empfinden vieler Briten trauerte die Monarchin öffentlich nicht genug um die verunglückte Ex-Schwiegertochter. Ihr tagelanges Fernbleiben von der Hauptstadt, wo die Anteilnahme über Dianas Tod bis dahin nie gekannte Ausmaße annahm, stieß auf Unverständnis. Als kaltherzig und stur wurde sie gar von einigen empfunden. Eine Kritik, die die Regentin hart getroffen hat, wie Vertraute jetzt verraten.

Queen Elizabeth war tief getroffen 

Sir Malcom Ross verbrachte einst viel Zeit an der Seite von Queen Elizabeth und war mitverantwortlich für die Organisation der Beerdigung der Prinzessin. Dem britischen TV-Sender "BBC" sagt er in einer Dokumentation anlässlich des 20. Todestages von Diana, die Queen sei damals "tief verletzt" über die negative Haltung ihr gegenüber gewesen. Dies weiß auch Anji Hunter, ein weiterer Mitarbeiter, zu berichten. "Es war sehr schmerzhaft für Prinz Philip und die Queen zu hören, dass ihr Volk, dem sie so lange und gut gedient hatten, sich begann, gegen sie zu wenden." Doch wie kam es zu der Anti-Haltung? Drei zentrale Punkte sind zu nennen. 

Mit diesem Verhalten ihrer Königin waren die Briten nicht einverstanden 

  1. Die Königsfamilie, inklusive Prinz Harry und Prinz William, weilte zum Zeitpunkt des Unfalls von Diana auf Schloss Balmoral in Schottland und erfuhr dort von der Tragödie. Erst am fünften September kehrten die Royals nach London zurück.
  2. Einen Tag später wendete sich Queen Elizabeth in einer Rede erstmals öffentlich über den Verlust der "Königin der Herzen" zu Wort. 72 Prozent der Briten gaben damals bei Umfragen an, die Queen hätte rascher Gefühle zeigen sollen.
  3. Der "Union Jack" auf dem Buckingham Palace wurde zunächst nicht auf Halbmast gesetzt, sondern erst, als die Queen sich wieder in der Hauptstadt aufhielt.
Prinz William + Prinz Harry

Herzzerreißende Worte von William & Harry

Sie sprechen über ihr letztes Telefonat mit Diana (†)

Ehemalige Weggefährten nehmen die Königin in Schutz

War die Kritik an der Königin etwa zu hart? "In Anbetracht der Tatsache, dass sie die Großmutter eines Zwölfjährigen und eines 15-Jährigen war, deren Mutter soeben bei einem Autounfall getötet wurde, hat sie alles richtig gemacht", verteidigt Sir Malcom Ross seine ehemalige Chefin. "Warum hätte man die Jungs nach London bringen sollen? Warum sie nicht den ersten Schock im Schoße der Familie überwinden lassen?" Ein Einwand, der angesichts lauernder Presse nachvollziehbar erscheint.

Auch Tony Blair, der 1997 Premierminister von Großbritannien war, meldet sich in der Dokumentation zu Wort. "Sie war offensichtlich sehr traurig über den Tod von Diana", erinnert er sich an ein Gespräch mit Queen Elizabeth. "Sie war besorgt über die Monarchie, weil sie ein sehr starkes Gespür für die öffentliche Meinung hatte und wie alles zusammenspielt."

Auch die Kritik an der erst spät auf Halbmast gesetzten Flagge lässt sich entkräftigen. Nach damaligen Protokoll wurde die Flagge nur gehisst, wenn die Queen sich im Buckingham Palace aufhielt. Zum Zeitpunkt von Dianas Tod wehte der Union Jack wegen des Schottlandurlaubes nicht. Warum also eine Flagge auf Halbmast setzen, die zuvor gar nicht geweht hatte und noch dazu an die Monarchin gebunden ist? 

Briten lieben ihre Königin

Heute hat Queen Elizabeth ihr Volk wieder hinter sich. Bei einer Erhebung zu ihrer Beliebtheit anlässlich ihres Thronjubiläums 2012 hatten 90 Prozent der Befragten angegeben, mit der Amtsführung der Queen zufrieden zu sein. 

Queen Elizabeth

Ein Leben für die Krone

2. Juni 1953  Vor 66 Jahren wurde aus der jungen Elizabeth auch ganz offiziell eine Königin. Nach dem Tod ihres Vaters König Georg VI. im Februar 1952 hatte sie den Thron schon bestiegen, die Krönungsfeierlichkeiten brauchten jedoch Zeit. Diese seltene Farbaufnahme stammt aus der TV-Dokumentation "A Queen Is Crowned", ihre Krönung war schließlich die allererste, die im Fernsehen übertragen wurde.  Aber beginnen wir von vorne ...
1926: Elizabeth mit ihren stolzen Eltern.
29. Mai 1926  Queen Elizabeth wird in der Privatkapelle des Buckingham Palastes auf den Namen Elisabeth Alexandra Mary getauft. Ihre Paten waren ihre Eltern, Lord Strathmore, Prinz Arthur (Urgroßonkel väterlicherseits), Prinzessin Mary (Tante väterlicherseits) und Mary Elphinstone (Tante mütterlicherseits).
1927  Mit einem Jahr bezauberte die kleine Lizzie schon mit sonnigem Gemüt.

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