VG-Wort Pixel

Prinz William Parallel zu Prinz Charles: Queen Elizabeth bereitet ihn auf seine große Aufgabe vor

Prinz William
© WPA Pool / Getty Images
Prinz Charles steht in den Startlöchern für die Rolle, auf die er sich über Jahrzehnte lang vorbereitet hat. Doch sein Sohn Prinz William folgt ihm bereits dicht auf den Fersen – und dabei spielt Queen Elizabeth eine entscheidende Rolle. 

Die britische Monarchie erlebt eine Zeitenwende, die mit der Parlamentseröffnung am 10. Mai 2022 eindrucksvoll dokumentiert wurde: Mit der Verlesung der Regierungserklärung in Vertretung der gesundheitlich angeschlagenen Queen Elizabeth, 96, vermittelte Thronfolger Prinz Charles, 73, der Welt erstmals einen visuellen Vorgeschmack auf seine bevorstehende Regentschaft. Doch mit Prinz William, 39, an seiner Seite manifestierte sich der Eindruck, dass die weitsichtige Königin langfristig auf ihren Enkel baut. 

Prinz William: Skandale brachten ihn in vorzeitige Verantwortung 

Charles wird der nächste König von Großbritannien. Daran ist nicht zu rütteln. Doch sein Sohn William wird bereits parallel auf den Thron vorbereitet. Und das ist nicht zuletzt auf die vielen Erschütterungen zurückzuführen, mit denen die königliche Familie in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatte, wie Expert:innen meinen.

William genießt das volle Vertrauen der Monarchin, die angesichts des Ausscheidens ihres Enkels Prinz Harry, 37, und seiner Frau Herzogin Meghan, 40, aus der vordersten Reihe der Royals und anschließenden Enthüllungsinterviews oder der Verwicklungen ihres ZweitältestenPrinz Andrew, 62, in den Epstein-Skandal in ihren Grundfesten erschüttert wurde.  

Prinz Charles akzeptiert William als Zweitbesetzung

"William entwickelt sich zu einem vertrauenswürdigen Leutnant der Queen, besonders in den letzten paar Jahren", hat Russel Myers, Royal-Experte des "Mirror" beobachtet. Einen adäquaten Hinweis darauf liefere insbesondere die Beteiligung des künftigen Thronfolgers an entscheidenden Gesprächen zur Schadensbegrenzung. "Mit der anhaltenden Sussex-Saga und dem geschmacklosen Skandal um seinen Onkel Prinz Andrew war William in Gespräche auf höchster Ebene über ihre Zukunft verwickelt, was zeigt, dass nicht nur Charles, sondern auch William auf das Königtum vorbereitet werden", meint Myers. 

Eine Entwicklung, mit der der aktuelle Thronfolger offenbar schon seit geraumer Zeit seinen Frieden geschlossen hat. "Charles war oft realistisch darin, zu akzeptieren, dass seine Regentschaft in vergleichbarer Weise höchstwahrscheinlich nur von kurzer Dauer sein wird. Er unterstützt voll und ganz, dass William seine Zweitbesetzung ist und mit ihm die Grundlagen lernt, um ihre Zukunft zu sichern."

Queen Elizabeth regelt intensiv ihre Nachfolge 

Die Queen hat indes einen wichtigen Schritt in die Wege geleitet, um William beim Startschuss für die Sitzungsperiode von Unter- und Oberhaus eindrücklich als Stütze der Monarchie sichtbar zu machen. Vor der Staatseröffnung des Parlaments wurde ein neues, von Ihrer Majestät autorisiertes Patent ausgestellt, die die königliche Funktion der Eröffnung einer neuen Parlamentssitzung an die Staatsräte delegiert.

Außer Charles und William bekleiden aktuell Prinz Andrew und Prinz Harry die Positionen der Staatsräte, die im Auftrag der Monarchin die Amtsgeschäfte durchführen können. Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings scheint es undenkbar, die beiden letzteren als Stellvertreter der Königin einzusetzen.

"Geschichte entfaltet sich vor unseren Augen"

Der gemeinsame Auftritt von Charles und William bei der Parlamentseröffnung wird in Großbritannien als historischer Moment gelesen. "Es ist ein noch nie da gewesenes, beispielloses Ereignis, und die Bedeutung der Entscheidung der Königin darf nicht unterschätzt werden. Wir sehen, wie sich die Geschichte vor unseren Augen entfaltet", erklärt Myers.

Die Queen lenkt mit beachtenswerter Weitsicht ihre Nachfolge. "Wir stehen vielleicht kurz vor einer [Anmerkung der Redaktion: neuen] Regentschaft, aber es ist klar, dass sowohl Charles als auch William das Vertrauen der Königin genießen und ihnen mehr Verantwortung übertragen wird und sie mehr nach vorne gerichtet werden, um sie beide und die Nation auf einen reibungslosen Übergang vorzubereiten, wenn die Königin nicht mehr hier ist", so Myers. 

Großbritannien bereitet sich auf einen Thronwechsel mit geballter Kraft vor – und Queen Elizabeth hält gewohnt zielstrebig dabei die Zügel in der Hand. 

Verwendete Quelle: mirror.co.uk

ama Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken