Queen Elizabeth: Der etwas andere Arbeitsplatz

In unserer Kolumne "Royals Inside" berichten wir über die Adelshäuser dieser Welt - heute über die ungewöhnlichen Jobs, die es im königlichen Haushalt bei Queen Elizabeth gibt

Queen Elizabeth sucht ständig Personal.

Queen Elizabeth ist nicht nur Monarchin, sie ist auch Managerin eines traditionellen Familienunternehmens und Arbeitgeberin. Damit ihre Gäste um fünf Uhr ihren Tee bekommen, die Tafel zum Staatsbankett gedeckt ist und alle Betten gemacht sind, beschäftigt sie in jeder ihrer Residenzen unzählige Angestellte. Seit die Erfolgsserie "Downton Abbey" läuft, bekommen Zuschauer zumindest einen kleinen Eindruck davon, wie so ein Job im Schloss aussehen kann. Es gibt für fast jede Aufgabe und jede Handreichung einen eigenen Bediensteten, und es herrscht eine klare Hierarchie. Der Butler hat das Zepter in der Hand und sorgt für reibungslose Abläufe - immer schön diskret und hinter den Kulissen natürlich. In der (fiktiven) Familie von "Lord Grantham" übernimmt "Mr. Carson" diese Aufgabe. Und jemand mit seinen Fähigkeiten sucht die britische Königin gerade für Schloss Windsor.

Immer wenn die Queen in Windsor ist, weht die königliche Standarte. Als Fahnenhisser konnte man sich vor einiger Zeit bewerben. Und diesen Job gibt es nicht einmal in "Downton Abbey".

Vom neuen "Back House Manager", eine Art "Haushaltsleiter im Hintergrund", wird einiges erwartet, wie man auf der Webseite des königlichen Haushaltes erfahren kann. Der Bewerber soll Erfahrungen im "operativen Management" und Gastfreundschaft mitbringen. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die enge Zusammenarbeit mit den Haushalts- und Putzkräften sowie die Überwachung von Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Nicht gefordert wird, dass der gesuchte "Back House Manager" Hundefreund sein sollte, um mit den Corgis der Queen fertigzuwerden. Die königliche Dienstherrin bietet 38.000 Euro Jahresverdienst, was nicht gerade üppig erscheint, angesichts einer 40-Stunden-Woche.

Queen Elizabeth

Ein Leben für die Krone

2. Juni 1953  Vor 66 Jahren wurde aus der jungen Elizabeth auch ganz offiziell eine Königin. Nach dem Tod ihres Vaters König Georg VI. im Februar 1952 hatte sie den Thron schon bestiegen, die Krönungsfeierlichkeiten brauchten jedoch Zeit. Diese seltene Farbaufnahme stammt aus der TV-Dokumentation "A Queen Is Crowned", ihre Krönung war schließlich die allererste, die im Fernsehen übertragen wurde.  Aber beginnen wir von vorne ...
1926: Elizabeth mit ihren stolzen Eltern.
29. Mai 1926  Queen Elizabeth wird in der Privatkapelle des Buckingham Palastes auf den Namen Elisabeth Alexandra Mary getauft. Ihre Paten waren ihre Eltern, Lord Strathmore, Prinz Arthur (Urgroßonkel väterlicherseits), Prinzessin Mary (Tante väterlicherseits) und Mary Elphinstone (Tante mütterlicherseits).
1927  Mit einem Jahr bezauberte die kleine Lizzie schon mit sonnigem Gemüt.

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England

Familie Windsor

24. Mai 2019  Königin Victoria, die Ururgroßmutter von Queen Elizabeth wurde heute vor 200 Jahren im Kensington-Palast geboren.
Nach Victoria, hier auf einer frühen, nachkolorierten Fotografie von ca. 1890, wurde nicht nur ein ganzes Zeitalter benannt, die Monarchin saß fast 64 Jahren auf dem britischen Thron und damit nur wenige Jahre weniger als ihre Ururenkelin Elizabeth. Sie starb am 22. Januar 1901 und den Thron übernahm damit ihr ältester Sohn, König Edward VII.
Queen Elizabeth: 6. Mai 2019 Hurra! Das langerwartete Royal Baby ist da! Herzogin Meghan und Prinz Harry präsentieren ihren ersten Sohn Archie Harrison, derzeit jüngstes Mitglied der königlichen Familie Familie zwei Tage später auf Schloss Windsor.
Nicht ganz so pompös wie beim ersten Mal, aber trotzdem wunderschön: Prinz Charles ehelichte seine Camilla, die seitdem mit Her Royal Highness The Duchess of Cornwall angeredet wird, am 9. April 2005 in der St-Georges-Kapelle in Windsor. Für beide war es nicht die erste Trauung: Charles als auch Camilla waren beide bereits einmal verheiratet. 

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Die recht unspektakuläre Stellenbeschreibung täuscht außerdem darüber hinweg, dass Bewerber in Windsor kein normaler Adelshaushalt erwartet. Selbst für royale Verhältnisse ist das Schloss groß und verfügt über mehr Räume als der "Buckingham Palace" in London. Die Putzkolonnen müssen mehr als 775 Säle, Hallen und königliche Gemächer sauber halten. Noch dazu ist es so etwas wie ein königliches Hotel, in dem die Queen Staatsbankette für mehrere Hundert Gäste ausrichtet und Präsidenten, Könige und andere Würdenträger beherbergt. Zu überwachen gibt es also jede Menge!

In "Holyrood House" hinterlassen Besucher Kaugummis auf den Möbeln und den Böden. Als "Teilzeit-Kaugummikratzer" kann man sich jetzt beim königlichen Haushalt bewerben. Bettenmachen und Wäschewaschen gehört allerdings auch mit dazu.

Aber am Hof gibt es noch ungewöhnlichere Betätigungsfelder: Wie "telegraph.co.uk" schreibt, konnte man sich in letzter Zeit unter anderem als Hisser der königlichen Standarte und Feuermacher bewerben. Der Arbeitsplatz des Fahnenaufziehers? Einer der Türme von Windsor. Frische Luft und ein einmaliger Blick sind dabei garantiert – und ein Job, der mit keinem anderen ansatzweise vergleichbar ist.

Für die schottische Residenz "Holyrood House" in Edinburgh wird aktuell außerdem eine Teilzeit-Reinigungskraft gesucht. Wie "telegraph.co.uk" berichtet, soll sie nicht nur Betten machen und Wäsche waschen, sondern Kaugummis von Möbeln und Böden entfernen. Dass die Royals nicht das Mobiliar verkleben, davon kann man ausgehen. Die Touristenscharen, die die königliche Residenz besuchen, scheinen sich aber gern so zu "verewigen". Vielleicht bleibt ihnen angesichts der royalen Pracht aber auch einfach der Mund offen stehen. Auf jeden Fall gibt es den Posten "Kaugummikratzer im Namen der Queen" ganz sicher nur in Großbritannien.

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