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Queen Elizabeth Ihre 7 dunkelsten privaten Momente

Queen Elizabeth
© Max Mumby/Indigo / Getty Images
Queen Elizabeth ist ein Fels in der Brandung. Seit 70 Jahren sitzt sie auf dem britischen Thron und hat ihre Landsleute durch teils stürmische See geführt. In ihrer Regentschaft gab es Höhen, aber auch Tiefen, die sie mit Würde trug. Die privaten Katastrophen allerdings brachten die Fassade zwar nicht zum Bröckeln, hinterließen aber deutliche Spuren. 

Queen Elizabeth, 96, wird weltweit bewundert. Die britische Monarchin zeichnete sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten durch Contenance und zumeist beherztes Krisenmanagement aus. Doch hinter den Mauern des Buckingham Palastes dürfte auch diese starke Frau das ein oder andere Mal ins Wanken geraten sein. Die größten Krisen spielten sich nicht nur vor den Toren ihrer Residenz ab, sondern oftmals in den eigenen vier Wänden. Allerdings blieben diese Tiefschläge niemals verborgen. 

Queen Elizabeth: Ihre 7 dunkelsten privaten Tiefschläge

1952: Der Tod ihres Vaters, König George VI 

Mit dem unerwarteten Ableben ihres Vaters König George, †56, begann für Prinzessin Elizabeth eine neue Zeitrechnung. Die 25-Jährige war plötzlich Königin – und wollte doch einfach nur um ihren geliebten Angehörigen trauern. Die junge Royal erfuhr vom Tode des Monarchen auf einer gemeinsamen Commonwealth-Reise mit ihrem Mann Prinz Philip, †99. Als die traurige Nachricht um die Welt ging, hielt sich das Paar in Kenia auf.  

Als König George unerwartet verstarb, wurde seine älteste Tochter Prinzessin Elizabeth zur Königin. Zeit zum Trauern hatten die Monarchin, die Königinmutter und Prinzessin Margaret kaum. 
Als König George unerwartet verstarb, wurde seine älteste Tochter Prinzessin Elizabeth zur Königin. Zeit zum Trauern hatten die Monarchin, die Königinmutter und Prinzessin Margaret kaum. 
© Hulton Deutsch / Getty Images

König George hatte schon lange mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er litt bereits seit einigen Jahren Lungenkrebs. Doch die königliche Familie traf es wie der Blitz, als ihr Oberhaupt plötzlich an einer Koronarthrombose starb.

Seine Älteste konnte kaum Luft holen, nachdem sie die niederschmetternde Nachricht erfahren hat. Elizabeth trug plötzlich die Last der Krone auf den Schultern. Zeit zum Trauern wurde ihr kaum gegeben. 

1992: Annus horribilis 

Ihr Rubin-Jubiläum war für die Königin alles andere als glänzend. "1992 ist kein Jahr, auf das ich mit ungetrübter Freude zurückblicken werde. Es hat sich als 'annus horribilis' (zu Deutsch: entsetzliches Jahr) herausgestellt", stellte sie in ihrer Rede am 24. November 1992 bei einem offiziellen Lunch anlässlich des royalen Meilensteins für ihre Verhältnisse relativ emotionsgeladen fest.  

Schloss Windsor in Flammen
Als 1992 das große Feuer auf Schloss Windsor ausbrach, wurden über hundert Zimmer des Anwesens zerstört.
© Tim Graham / Getty Images

Damit hatte sie nicht untertrieben: Kurz zuvor war ein desaströses Feuer auf Schloss Windsor ausgebrochen. Mehr als hundert Zimmer wurden von den Flammen zerstört. Drei ihrer Kinder standen zudem vor den Trümmern ihrer Ehen. Prinz Charles, 73, und Prinzessin Diana, †36, gingen nach dem sogenannten "Camilla-Gate" getrennte Wege. Die Affäre des Thronfolgers mit seiner jetzigen Frau Herzogin Camilla, 75, sorgte für einen unglaublichen Skandal. Schon im März hatten Prinz Andrew, 62, und Sarah Ferguson, 62, ihre Trennung verkündet und auch Prinzessin Anne trennte sich nach 19 gemeinsamen Ehejahren von ihrem Mann Mark Philipps, 73, und heiratete wenige Monate später, am 12. Dezember 1992, Commander Timothy Laurence, 67.

1997: Der Tod von Diana, Prinzessin von Wales

Diese Nachricht erschütterte die Welt: Als Prinzessin Diana am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam, kannte die tiefe Trauer um die Ex-Frau des britischen Thronfolgers keine Grenzen. Als das Unfassbare geschah, hielt sich Queen Elizabeth gemeinsam mit ihren Enkeln Prinz William, 40, und Prinz Harry, 37, sowie dem Rest der königlichen Familie im Sommerurlaub auf Schloss Balmoral auf.   

Fünf Tage lang hüllte sich Queen Elizabeth nach dem Tod von Prinzessin Diana in Schweigen. Ein Fehler, der bis heute in den Köpfen der Briten noch präsent ist. 
Fünf Tage lang hüllte sich Queen Elizabeth nach dem Tod von Prinzessin Diana in Schweigen. Ein Fehler, der bis heute in den Köpfen der Briten noch präsent ist. 
© Mathieu Polak / Getty Images

Ihr zögerliches Verhalten nach der Tragödie ist noch heute ein wunder Punkt im Gedächtnis der Briten. Fünf Tage lang verharrte die traumatisierte Familie auf ihrem schottischen Landsitz. Die Königin schwieg und die Welt schrie ihren Ärger darüber laut heraus. Als die Monarchin der geliebten Verstorbenen auch die Ehre verwehrte, die Flagge auf dem Buckingham Palast auf halbmast zu hissen, kannte die Empörung keine Grenzen. Erst am 5. September sprach Ihre Majestät zu den trauernden Diana-Fans, entschuldigte sich für ihr langes Abwarten in Schockstarre, die der Tod der ehemaligen Schwiegertochter innerhalb der Familie ausgelöst hatte und bezeichnete sie als "außergewöhnliche[n] und begabte[n] Menschen."

2002: Goldenes Jubiläum

Auch ein weiteres Jubiläumsjahr verhieß für Queen Elizabeth nichts Gutes. 50 Jahre auf dem Thron hätten für die Monarchin ein wunderbarer Grund zum Feiern sein sollen. Doch zuerst verlor sie im Februar 2022 ihre Schwester Prinzessin Margaret, †71, und nur sieben Wochen später ihre Mutter. 

Queen Mum, Prinz Charles, Prinz William, Prinz Harry und Prinzessin Margaret
Die Königinmutter an ihrem 101. Geburtstag vor Clarence House mit Prinz Charles, den Prinzen William und Harry und Prinzessin Margaret am 4. August 2001.
© Anwar Hussein / Getty Images

Die jüngste Tochter von König George hatte zuvor mehrere Schlaganfälle erlitten. Sie war nicht mehr mobil und verlor an Sehkraft. Queen Mum durfte 101 Jahre alt werden und war sogar noch wenige Wochen vor ihrem Tod im Dienste der Krone aktiv.  

2019: Prinz Andrew und sein skandalöses BBC-Interview

Dieses Interview sorgte weltweit für Entsetzen und Häme: Im November 2019 erklärte sich Prinz Andrew zu einem Gespräch mit der BBC-Journalistin Emily Maitlis bereit. Das Thema hatte schon lange die Schlagzeilen beherrscht: Der Royal sollte zu seiner Beziehung zu dem damals bereits verstorbenen verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, †66, Stellung beziehen. Ein gewagter Schritt, der dem zweitältesten Sohn der Queen mit Wucht auf die Füße fiel. Beobachter:innen bezeichneten das Gespräch im Anschluss als "Car Crash". Man habe also das Gefühl gehabt, einem Autounfall zuzusehen. 

Heute wissen royale Beobachter:innen, dass Andrews Zusage zu dem desaströsen Gespräch seinen Absturz innerhalb der königlichen Familie befeuert hat. Nur wenige Tage nach der Ausstrahlung des Interviews am 5. November 2019 verkündete er seinen Rückzug aus allen royalen Aufgaben und zog sich damit aus der Öffentlichkeit zurück.

2020: Der Megxit

Prinz Harry und Herzogin Meghan, 40, entpuppten sich bereits knapp zwei Jahre nach ihrer Traumhochzeit im Mai 2018 als royale Sorgenkinder. Am 8. Januar 2020 kündigten sie an, als hochrangige Mitglieder der königlichen Familie "zurücktreten" zu wollen.

Königin Elizabeth reagierte dieses Mal schnell. In einer offiziellen Mitteilung gab der Palast am selben Abend bekannt: "Die Gespräche mit dem Herzog und der Herzogin von Sussex befinden sich in einem frühen Stadium. Wir verstehen ihren Wunsch, einen anderen Ansatz zu verfolgen, aber dies sind komplizierte Fragen, deren Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird." Der sogenannte Megxit wurde vollzogen, doch das Paar sorgte schon bald wieder für einen neuen Skandal: Im März 2021 erhoben die Sussexes in einem Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey, 68, schwere Vorwürfe gegen die königliche Familie. Sogar von Rassismus war die Rede, denn das Paar hatte behauptet, ein nicht namentlich genanntes Mitglied der königlichen Familie habe Fragen zur möglichen Hautfarbe des damals noch nicht geborenen Sohnes Archie, 3, gestellt.

2021: Der Tod von Prinz Philip

Es ist mit trauriger Gewissheit einer der schwersten Abschiede für Queen Elizabeth gewesen: Am 9. April 2021 verlor die Monarchin ihren geliebten Ehemann Prinz Philip im Alter von 99 Jahren.  

Das Paar war seit 73 Jahren verheiratet. Vier gemeinsame Kinder, acht Enkel:innen und 12 Urenkel:innen trauerten um ihren Vater, Großvater und Urgroßvater. Aufgrund der Corona-Bestimmungen zu jenem Zeitpunkt durften lediglich 30 Personen an der Beisetzung des Herzogs von Edinburgh in der St George’s Chapel teilnehmen. Ein Foto wird sinnbildlich für diesen schmerzhaften Verlust in die Geschichte eingehen: Das Bild der trauernden Königin, die während der Zeremonie einsam in ihrer Bank ihrem treuen Weggefährten gedachte.  

Verwendete Quelle: hellomagazine.com

ama Gala


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