Queen Elizabeth: Boris Johnson nennt Gespräche mit ihr "schwierig"

Es ist Tradition, dass sich die Queen regelmäßig mit dem amtierenden Premierminister oder der amtierenden Premierministerin des Vereinigten Königreiches trifft, um sich über Regierungsangelegenheiten auszutauschen. Aktuell heißt ihr Gesprächspartner Boris Johnson - und der plaudert jetzt über die Queen aus dem Nähkästchen.

Boris Johnson und Queen Elizabeth

Queen Elizabeth, 93, hat Boris Johnson, 55, am heutigen Mittwoch (6. November) aus einem ernsten Grund im Buckingham Palast empfangen: In Großbritannien stehen am 12. Dezember 2019 Neuwahlen an. Zum Start des Wahlkampfes informierte Boris Johnson, 55, die Königin über die Auflösung des Parlaments, so will es die Verfassung. Davor gab der Politiker nonchalant noch eine Anekdote über die Queen zum Besten.

Queen Elizabeth fühlt Boris Johnson auf den Zahn

Auf der Fahrt zum Palast nahm Johnson auf dem Rücksitz seines Wagens ein Video von sich auf, das er später auf seinem Twitter-Kanal veröffentlichte. Darin sagte er: "Ich fahre gleich zu Ihrer Majestät der Königin, was immer ein sehr schwieriges Interview ist, weil sie immer die besten Fragen stellt und die Frage heute ist, warum wir diese Wahl haben." 

Obwohl die Queen das Oberhaupt ihres Landes ist, wird von ihr erwartet, dass sie sich bei politischen Themen "streng neutral" verhält, schreibt der Palast auf seiner offiziellen Website. Allerdings pflege sie "ein besonderes Verhältnis zum Premierminister" und behalte "sich das Recht vor, ihn zu ernennen und sich regelmäßig mit ihm zu treffen". Dass die 93-Jährige trotz ihrer verordneten politischen Neutralität Johnson offenbar mit kniffligen Nachfragen ins Schwitzen bringt - interessant!

Die Queen und ihre Premierminister

Boris Johnson ist während der 67-jährigen Amtszeit der Queen bereits die 14. Person auf dem Posten des Premierministers. Wie die Königin wohl darüber denken wird, dass er die Gespräche mit ihr als "schwierig" bezeichnet hat? Was zwischen den beiden während ihrer Treffen passiert, soll eigentlich privat bleiben.

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Erst Mitte September hatte Johnsons Vorgänger David Cameron, 53, (im Amt von 2005 bis 2016) für Verstimmung gesorgt, weil er ausgeplaudert hatte, die Queen 2014 um Hilfe beim Unabhängigkeitsreferendum Schottlands gebeten zu haben. Der BBC sagte der Politiker, er habe die Queen gefragt, ob sie öffentlich "eine Augenbraue heben" könne. Der Ausdruck wird im Englischen verwendet, um Missfallen an einer Sache -  hier einem möglichen Austritt Schottland aus dem Vereinigten Königreich - auszudrücken. 

Kurz vor der Wahl hatte sich Queen tatsächlich zu dem Referendum geäußert. Sie hoffe, die Schotten würden "sehr sorgfältig über die Zukunft nachdenken", was als Warnung angesehen wurde, für den Austritt aus der Gemeinschaft zu stimmen. Ein Gefallen an ihren damaligen Premier, der nach Meinung des Palasts besser geheim geblieben wäre.

Verwendete Quellen: BBC, Twitter

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