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Queen Elizabeth + Prinz Andrew Ihr gemeinsamer Auftritt spaltet Royal-Experten und Fans

Queen Elizabeth und Prinz Andrew
© Dana Press
Queen Elizabeth entschied sich dazu, die Gedenkfeier zu Ehren ihres verstorbenen Mannes Seite an Seite mit Prinz Andrew zu bestreiten. Ein Auftritt, der für Aufsehen sorgt. Noch immer diskutieren Royal-Expert:innen und Fans hitzig über die Symbolkraft und Außenwirkung des Events.

Queen Elizabeth, 95, hat am Dienstag, 29. März 2022, ein Zeichen für ihre Familie gesetzt. Die Entscheidung, gemeinsam mit Prinz Andrew, 62, die Westminster Abbey zu betreten, um das Leben von Prinz Philip, †99, ehrwürdig zu zelebrieren, stößt auf eine Vielzahl von Emotionen: zwischen Verständnis, Missbilligung, Entsetzen und Respekt – so reagiert die Welt auf die außergewöhnliche Szene des Gedenkgottesdienstes.

Queen Elizabeth: Royal-Expert:innen schwanken zwischen Verständnis und Entsetzen

Selbst unter Royal-Expert:innen herrscht Uneinigkeit über den gemeinsamen Auftritt der Monarchin und des in Ungnade gefallenen Royals. Immerhin ist es keine Selbstverständlichkeit, dass Prinz Andrew nach seinem Missbrauchsskandal eine solch zentrale Rolle zugesprochen wird. Die ehemalige BBC-Korrespondentin für das Königshaus, Jennie Bond, erklärt das Verhalten der Queen gegenüber "Express": "Das war ihre Art, im Stillen zu zeigen: 'Ok, er hat wirklich Mist gebaut, das war eine Schande, aber er ist mein Sohn.'" In der Tat wertschätzen viele Expert:innen und Kommentator:innen den mütterlichen Aspekt, der hinter der Aktion steckt. Die Queen habe die Familie über die Krone gestellt. 

Andere Royal-Reporter:innen stimmen dem zu und betonen, dass Prinz Andrew trotz seines Skandals der Sohn von Prinz Philip bleibt und daher ein gutes Recht auf die Teilnahme an der Gedenkfeier habe. Es gibt jedoch auch Experten und Expertinnen, die die Entscheidung der Queen kritischer betrachten. Die britische Körpersprachenexpertin Judi James betont zum einen die "nonverbale Arroganz", die Prinz Andrew an den Tag legte, "während sein Winken in die Kameras als eine Art Siegesrolle angesehen werden kann." Britische Medien haben seither eine zentrale Sorge.

Wird Prinz Andrew sich ins öffentliche Leben zurückkämpfen?

Es wird befürchtet, dass der 62-Jährige nun auf weitere öffentliche Termine besteht und seine Teilnahme bei der Queen einfordern wird. Ein absolutes No-Go, wenn es nach Nazir Afzal, dem ehemaligen Oberstaatsanwalt für Nordwestengland, geht: "Ich bin für Rehabilitation, aber sie beginnt damit, dass man sich der Gerechtigkeit stellt, Verantwortung übernimmt und daran arbeitet, das Vertrauen der Opfer wiederherzustellen. Nichts von alledem ist hier bisher vorhanden." Andrew habe keinerlei Reue gezeigt oder sich auch nur im Entferntesten für das Schicksal der Opfer aus Jeffrey Epsteins Machenschaften gezeigt. Die einstimmige Meinung auf der Kontra-Seite: Prinz Andrews außergerichtliche Einigung ist kein Freispruch und seine Reputation noch lange nicht wiederhergestellt. 

Royal-Fans zeigen sich weniger sachlich

Hierbei muss betont werden, dass selbst die kritischen Stimmen von Autor:innen und Royal-Reporter:innen immer noch harmlos im Vergleich zu den harschen Meinungen einiger Royal-Fans sind. Auf Twitter löste der Auftritt von Prinz Andrew eine Lawine von schockierten Kommentaren aus. Viele zeigten sich fassungslos über so viel Taktlosigkeit. Auch Prinz Charles, 73, und Prinz William, 39, sollen gegen den prominenten Gang in der Kirche gewesen sein. Sie sahen es als taktlos an und sollen bis zur letzten Minute auf Andrews "gesunden Menschenverstande" gehofft haben, dass er diese Position nicht einnehmen wird. 

So schreibt ein:e Twitter-User:in: "Prinz Andrew bekam einen Platz in der ersten Reihe, nur wenige Wochen, nachdem er Millionen an eine von Epsteins Sexsklavinnen gezahlt hatte. Lasst das auf euch wirken. Unglaublich." In einem weiteren Kommentar echauffiert sich eine Person über solch eine Dreistigkeit des Herzogs: "Der Mann hat keine Scham." Vor allem Frauen äußern sich kritisch über den Auftritt. Es sei ein "Schlag ins Gesicht" für jede Frau, die je Opfer eines Sexualverbrechens geworden ist. Es sei eine "kolossale Fehlentscheidung" der Queen gewesen, die ein schlechtes Licht auf das gesamte Königshaus wirft.

Verwendete Quellen: twitter.com, dailymail.co.uk, telegraph.co.uk

jna Gala


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