Queen Elizabeth + Prinzessin Eugenie: Sie sind als Duo unterwegs: Warum man das nur selten sieht

Queen Elizabeth besucht mit Prinzessin Eugenie am Donnerstag vor Ostern die St George's Kapelle, um älteren Menschen kleine Geschenke zu machen

Prinzessin Eugenie, Queen Elizabeth

Am heutigen Donnerstag steht ein Termin im Kalender von Queen Elizabeth, 92, den man mit Fug und Recht einen der beständigsten ihrer Amtszeit nennen darf: Bereits zum 64. Mal begeht sie den sogenannten Royal Maundy Service. Begleitet wird sie in diesem Jahr von Prinzessin Eugenie, 29.

Royal Maundy Service 2019

In diesem Jahr findet der Royal Maundy Service in der St George's Kapelle auf Schloss Windsor statt. Um etwa 12.15 Uhr deutscher Zeit vermeldeten royale Korrespondenten via Twitter die Ankunft der Queen mit ihrer Enkelin Eugenie. Bis 2017 begleitete Prinz Philip seine Frau zu dem Termin. Weil er seit Sommer 2017 im royalen Ruhestand ist, muss sie sich für Auswärtstermine andere Familienmitglieder als Begleitung suchen.

Herzogin Catherine

Sie geht auf Schwägerin Meghan zu

Herzogin Catherine und Herzogin Meghan
Herzogin Catherine und Herzogin Meghan sollen nicht das beste Verhältnis haben. Das will Kate nun allerdings ändern und sucht den Kontakt zu Schwägerin Meghan.
©Gala

Am Gründonnerstag 2019 fiel die Wahl also auf Eugenie. Die beiden Frauen sind als Duo nur selten in der Öffentlichkeit unterwegs, da Eugenie als Platz neun der Thronfolge (nach der Geburt von Baby Sussex Platz 10) eine geringere Relevanz für die Monarchie hat als zum Beispiel Prinz Charles und Prinz William. Sie ist außerdem kein "Berufs-Royal", sondern Direktorin einer Kunstgalerie in London. Privat sollen sich die Königin und die Prinzessin allerdings sehr nahe stehen.

Queen Elizabeth verteilt Geschenke vor Ostern

Auf der Website des Buckingham Palace heißt es zu der Tradition: 
Der Maundy Service findet jedes Jahr am Donnerstag vor dem Ostersonntag statt. Zu Beginn ihrer Regierungszeit [1952, Anmerk. d. R. ] entschied die Königin, dass das Geld zum Gründonnerstag nicht nur an die Londoner verteilt werden sollte, und so reist sie jetzt in verschiedene Kathedralen oder Abteien, um den Einheimischen Geschenke zu geben.

Wie viele Personen in den Genuss einer Aufmerksamkeit kommen, entscheidet das Alter der Queen. Am Sonntag (21. April) wird sie 93 Jahre alt. Demnach erhalten 2019 93 Männer und 93 Frauen das sogenannten "Maundy Money", das "Gründonnerstags-Geld". Jeder Empfänger wurde aufgrund seiner Dienste für die Gemeinschaft und die Kirche empfohlen und erhält aus den Händen der Königin zwei kleine Lederbörsen, eine rote und eine weiße.

Die "Maundy Thursday"-Geldbörsen 

So viel Geld verschenkt die Königin 

Der rote Beutel enthält eine Gabe in Höhe von 5.50£ für Nahrung und Kleidung. 2019 ist die £5-Münze in Gedenken an den Geburtstag von Queen Victoria geprägt, der sich am 24. Mai zum 200. Mal jährt. Die 50 Pence-Münze zeigt Sherlock Holmes.

In dem weißen Beutel befinden sich Münzen im Wert des Alters des Monarchen. In diesem Jahr sind es 93 Pence. Macht zusammen 6,43£, umgerechnet 7,43 Euro. Die Münzen in dem weißen Säckchen sind etwas Besonderes: Im Gegensatz zu den im Umlauf befindlichen Münzen tragen sie das Porträt der Königin, das Mary Gillick zu Beginn ihrer Regierungszeit angefertigt hatte. Sie sind gesetzliches Zahlungsmittel, doch die Empfänger bevorzugen es normalerweise, sie als Andenken aufzubewahren.

Fun Facts: Nach ihrem Besuch in der Leicester Cathedral im Jahr 2017 hatte die Queen auf ihren Maundy-Touren jede einzelne Kathedrale in Großbritannien besucht. Nur vier Mal war die Queen nicht persönlich beim Verteilen des Geldgeschenkes anwesend, Zweimal war sie auf Reisen (1954 und 1970), zweimal fehlte sie wegen bevorstehenden oder erfolgten Geburten (1960 bei Prinz Andrew und 1964 bei Prinz Edward).

Der Ursprung des Royal Maundy Service

Der Royal Maundy Service ist eine alte Zeremonie, die laut "The Royal Mint" von der Bibel inspiriert wurde. Am Tag vor dem Karfreitag wusch Jesus die Füße seiner Jünger und befahl ihnen, sich zu lieben. Im 13. Jahrhundert nahm die königliche Familie an ähnlichen Zeremonien teil. Durch das Waschen der Füße der Armen und das Geben von Geld und Geschenken zeigten sie Demut und Mitgefühl. Als Heinrich IV. König wurde, führte er eine neue Tradition ein und beschloss, genauso viele Geschenke wie sein Alter zu geben. Es wurde zum Brauch, dass der Souverän die Zeremonie durchführte, und das Ereignis wurde als "Royal Maundy" bekannt. Die erste "Royal Maundy" mit Geldgeschenken fand in der Regierungszeit Charles II. 1662 statt.

Verwendete Quellen: Daily Mail, The Royal Mint, Buckingham Palace

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