Queen Elizabeth + Prinz Philip: Auf einen Tee zum Papst

Queen Elizabeth und Prinz Philip haben zum ersten Mal nach fast drei Jahren wieder eine Auslandreise unternommen. Weit zu fliegen brauchten sie dafür nicht, denn Rom stand auf ihrem Programm. Auf einen Tee und eine Privataudienz schauten die beiden auch beim Papst vorbei

Prinz Philip und Queen Elizabeth sind für einen Tag in Italien.

Sie reisen wieder: In zwei Wochen wird Queen Elizabeth 88 Jahre alt, aber nach immerhin fast dreijähriger Pause ist die rüstige und offenbar nimmermüde Monarchin sogar wieder zu einem Auslandbesuch gereist. Gemeinsam mit Prinz Philip, 92, war sie am Donnerstag (3. April) in Italien. Dieser Kurzbesuch war ursprünglich bereits für 2013 geplant gewesen, hatte aber aufgrund einer Erkrankung der Queen ausfallen müssen.

Die Queen wirkt entspannt und gut gelaunt, als sie über den roten Teppich am Ciampino-Flughafen in Rom schreitet.

Im ansonsten prall gefüllten Terminkalender des britischen Staatsoberhaupts war nun Platz zum Nachholen der Reise. So landete die Queen am Vormittag auf dem Ciampino-Flughafen von Rom, wo bereits das offizielle Begrüßungskomitee angetreten war. Die obligatorischen Willkommensblumen, farblich passend zum lavendelfarbenden Hut und Mantel, gab es von einem kleinen Mädchen.

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Sie wirken verliebter als je zuvor

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Prinz Harry und Herzogin Meghan wirken verliebter als je zuvor. Die gemeinsame Zeit in Kanada scheint ihnen richtig gutgetan zu haben.
©Gala

Die Königin wirkte, ebenso wie Prinz Philip, entspannt und gut gelaunt beim ersten Händeschütteln und Gang über den roten Teppich. Kein Wunder, denn obwohl das royale Paar in den letzten Jahren weniger reiste, haben sie darin jahrzehntelange Routine: 2012 zählte die offizielle Webseite des britischen Königshauses auf, die Königin habe 261 offizielle Auslandreisen, darunter 78 Staatsbesuche, in 116 verschiedene Länder unternommen. Italien besuchte sie bereits zum dritten Mal in ihrer Regierungszeit.

Vom Flughafen aus ging es direkt zum Quirinale-Palast, wo Italiens Präsident Giorgio Napolitano die Gäste mit allen protokollarischen Ehren begrüßte. Wie "telegraph.co.uk" schreibt, waren unter anderem Ehrengarden von Marine und Luftwaffe angetreten. Nach dem offiziellen Teil lud der 87-jährige Präsident seine britischen Gäste zu einem "privaten Mittagessen" ein, so die offizielle Webseite des Königshauses.

Viel Zeit blieb dafür allerdings nicht, auch wenn die beiden Staatsoberhäupter sich von vorherigen Besuchen bereits kannten und sich offenbar gut zu unterhalten schienen. Zum Tee und einer Privataudienz wurden die Queen und Prinz Philip nämlich im Vatikan erwartet.

England

Familie Windsor

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Britische Medien hatten im Vorfeld der Reise besonders über diesen Programmpunkt und das erste Zusammentreffen der Queen mit dem seit 2013 im Amt befindlichen Papst berichtet. Immerhin kommt die Monarchin als Oberhaupt der Anglikanischen Kirche ("Supreme Governor of the Church of England"), während der Papst an der Spitze der römisch-katholischen Kirche steht.

Als Geschenk bringen Prinz Philip und Queen Elizabeth unter anderem einen Korb mit, in dem - so "ABC.com" - Marmeladen und Getränke sind, die auf den Ländereien der königlichen Familie produziert wurden.

Aber auch in Zusammenkünften mit Päpsten hat die britische Königin Erfahrung: Der aus Argentinien stammende Franziskus ist immerhin schon der fünfte, den sie traf, wie verschiedene britische Medien wie "Dailymail.co.uk" gezählt haben. 1951 habe sie, ein Jahr vor ihrer Thronbesteigung, als ersten Papst Pius XII. in Rom kennengelernt. Und 2010 habe sie Benedikt XVI. in England empfangen.

Wie "BBC.com" berichtet, verlief das Treffen von Papst Franziskus und Queen Elizabeth - wie im Vorfeld geplant worden war - im privaten Rahmen. "Pomp und Protokoll" seien dabei auf ein Minimum beschränkt worden. Der informelle Charakter des Besuches sei laut "dailymail.co.uk" auch dadurch unterstrichen worden, dass es nicht im "Apostolischen Palast" abgehalten worden sei. Im Vorfeld habe ein Sprecher des "Buckingham Palace" zudem betont, die Queen werde bei dieser Privataudienz nicht, wie sonst bei dieser Art Treffen üblich, schwarz oder einen Schleier tragen. So trug sie weiterhin ihre Hut-Mantel-Kombination in Frühlingsfarben.

Die Bilder des Besuches zeigen, dass – trotz der Kürze der Zeit – Geschenke ausgetauscht wurden. Wie "Dailymail.co.uk" berichtet, bekam die Queen ein antikes Pergament von 1679 vom Papst. Und für ihr zweitjüngstes Urenkelkind Prinz George, der in wenigen Tagen mit seinen Eltern ebenfalls auf Reisen geht, habe sie darüber hinaus eine blaue Kugel aus Lapislazuli mit einem silbernen Kreuz darauf überreicht bekommen. Die Reaktion der royalen Urgroßmutter: "Er wird darüber begeistert sein." Nach einer kurzen Pause habe sie hinzugefügt: "Wenn er etwas älter ist."

Für den Papst mitgebracht hatten die Gäste einen großen Korb, in dem - so schreibt der amerikanische Sender unter Berufung auf den Vatikan - "Marmeladen und Getränke" waren. Diese seien allesamt auf Ländereien produziert wurden, die der königlichen Familie gehören. Darunter soll eine Flasche mit Whiskey für den Pontifex gewesen sein.

Nach dem nur wenige Stunden dauernden Kurzbesuch in Italien ging es für die Queen und Prinz Philip zurück in die Heimat, wo der royale Alltag zunächst im Inland weitergeht. Anfang Juni steht aber ein zweitätiger Staatsbesuch in Frankreich auf ihrem Programm. Die ganz langen Reisen überlässt die Queen allerdings inzwischen ihren Kindern und Enkelkindern: Am 7. April beginnen Enkelsohn Prinz William und seine Familie im Namen der britischen Krone einen Rundtrip durch Neuseeland und Australien.

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