Queen Elizabeth + Prinz Charles: Neue Aufgabenteilung

Künftig soll die gesamte Pressearbeit der britischen Royals von einem gemeinsamen Büro aus koordiniert werden. Verschiedene Medien werten dies als Zeichen dafür, dass Prinz Charles dem Thron näher kommt

Die Aufgaben im Hause Windsor werden neu verteilt: Wie verschiedene britische Medien übereinstimmend berichten, wird ' zehnköpfiger Medienstab noch in diesem Monat mit dem von zusammengelegt. In Zukunft solle die gesamte königliche Familie von einer gemeinsamen Pressestelle mit Sitz im "Buckingham Palace" aus vertreten werden - das erste Mal seit rund 20 Jahren. Die Führung soll Sally Osman, die Pressesekretärin von Prinz Charles, übernehmen.

Der Sitz von Prinz Charles' Team war bislang "Clarence House", von wo aus außerdem das Büro von , und arbeitete. Die Pressestelle der Queen, von und den übrigen Mitglieder der königlichen Familie war dagegen Sache des "Buckingham Palace" und der dortigen Crew.

"The Telegraph " wertet die Zusammenlegung der drei Pressebüros, denen im Haushalt einen Schlüsselrolle zukomme, für Prinz Charles als "signifikanten Schritt" auf seinem Weg zum Thron. Gerade weil es das erste Mal in Generationen sei, dass das gesamte Bild der königlichen Familie von einem Büro aus gemanagt würde, gebe dies dem 65-Jährigen mehr Einfluss, als er bislang gehabt habe. Auch die Online-Ausgabe der "Dailymail" sieht hierin eine wichtige Änderung, die darauf Einfluss haben werde, wie künftig die Monarchie geführt werde.

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Die Veränderung der Pressearbeit gilt darüber hinaus in den britischen Medien als sicheres Zeichen dafür, dass die Queen an ihren Thronfolger künftig noch mehr Aufgaben abgeben wolle. Einige spekulieren sogar über die Vorbereitungen eines Macht- oder gar Thronwechsels. Dass die Queen allerdings abdanken könnte, um - ähnlich wie - die Krone an ihren Sohn zu übergeben, ist höchst unwahrscheinlich. Die niederländische Tradition des Thronwechsels zu Lebzeiten eines Monarchen gibt es in Großbritannien in dieser Form nicht. Die Abdankung von , dem Onkel der heutigen Königin, stürzte 1936 die Monarchie vielmehr in eine tiefe Krise.

Wie der "Mirror" berichtet, habe die Queen aber einem "historischen 'Job Share'-Arrangement" zugestimmt. Ob Prinz Charles, wie von der britischen Zeitung vermutet, tatsächlich künftig als eine Art "Teilzeit König" agieren wird, der von seiner 87-jährigen Mutter mehr Aufgaben als Staatsoberhaupt übertragen bekommt und so zum neuen Gesicht der Monarchie wird, bleibt abzuwarten.

Der Kalender von Königin Elizabeth ist für 2014 gut gefüllt, von einem sichtbaren Zurückschrauben ihrer Pflichten ist, zumindest was Inlandstermine betrifft, nichts zu sehen. In diesem Jahr soll sie sogar im Sommer nach Frankreich reisen, um gemeinsam mit Prinz Charles als Gast an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie teilzunehmen. 2012 und 2013 hatte sie Auslandtermine und Besuche in Übersee ihren Enkeln und Kindern überlassen. So war der Prinz von Wales als Repräsentant seiner Mutter unter anderem zum ersten Mal zum Commonwealth-Treffen nach Sri Lanka gereist.

Es wird aber erwartet, dass die jungen Royals künftig mehr Aufgaben übernehmen: Prinz Williams Einsatz als Hubschrauberpilot ist beendet und auch sein Bruder Harry hat beim Militär einen neuen Job, bei dem keine Auslandseinsätze mehr zu erwarten sind. Ihre Rolle in der königlichen "Familienfirma" können die beiden Söhne von Prinz Charles also ausbauen, um damit ihre Großmutter zu entlasten.

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