Queen Elizabeth + Donald Trump: 10 Details zum Staatsbankett

Queen Elizabeth gibt ein Staatsbankett für Donald Trump im Buckingham Palast – es ist die größte Ehre, die einem ausländischen Staatsoberhaupt in Großbritannien zuteilwerden kann. GALA hat genau hingesehen und fasst lustige, spannende und peinliche Momente des Abends zusammen.

US-Präsident Donald Trump, Queen Elizabeth II.
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Queen Elizabeth begrüßt US-Präsident Donald Trump mit einem großen Staatsbankett.

Wenn Queen Elizabeth zum Dinner in den Palast einlädt, ist das die wohl exklusivste Einladung der Welt. 170 Gäste folgten ihr am gestrigen Montagabend (3. Juni) – ein Fest für Gaumen, Augen und natürlich auch die Presse.

Welche Royals waren beim Staatsbankett anwesend?

Besucht ein ausländisches Staatsoberhaupt die Queen, wird sie beim Programm von wichtigen Mitgliedern ihrer Familie unterstützt. So auch beim Dinner im Palast, bei dem der Königin gleich 14 Royals zur Seite standen:
- die Kinder der Queen mit ihren jeweiligen Ehepartnern (Prinz Charles, Herzogin Camilla, Prinz William, Herzogin Catherine, Prinz Andrew, Prinz Edward, Gräfin Sophie von Wessex, Prinzessin Anne, Sir Timothy Laurence)
- die Cousins der Queen mit ihren Frauen (Prinz Richard, der Herzog von Gloucester, Brigitte, die Herzogin von Gloucester, Prinz Michael von Kent und Prinzessin Michael von Kent)
- die Cousine der Queen, Prinzessin Alexandra.
Prinz Harry (hatte am Mittag an einem Mittagessen mit den Trumps teilgenommen) und Herzogin Meghan (in der Babypause) fehlten. 

Queen Elizabeth empfängt Donald Trump

Die besten Fotos des Staatsbesuches in Großbritannien

Melania Trump, Donald Trump
Melania Trump, Donald Trump
Donald Trump, Queen Elizabeth, Prinz Charles
Melania Trump, Donald Trump, Queen Elizabeth, Prinz Charles

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Der Trump-Clan: Tiffany, Lara, Eric, Jared (Kushner), Ivanka und Eric im Buckingham Palast

Wer war von den Trumps dabei?

Donald Trump brachte neben Ehefrau Melania Trump seine erwachsenen Kinder Ivanka, Tiffany, Eric und Donald Jr. mit (stammen aus zwei vorherigen Ehen). Außerdem waren der Ehemann von Ivanka, Jared Kushner, und die Ehefrau von Eric, Lara Trump, anwesend. Während Ivanka Trump und Jared Kushner als Berater des Präsidenten zur offiziellen Delegation des Staatsbesuches gehören, waren die anderen Trump-Kinder vermutlich auf Wunsch ihres Vaters eingeladen worden. Offizielle Fotos des Clans gibt es nicht; man hielt sich im Hintergrund. Erst nach dem Ende des Dinners zeigten sich die Trumps mit privaten Schnappschüssen auf ihren Social-Media-Kanälen.

Wer saß neben wem?

Der festlich gedeckte Tisch eines britischen Staatsbanketts ist stets in Form eines Hufeisens aufgestellt. Vor Kopf, in der Mitte der Tafel und damit im Zentrum der Aufmerksamkeit, sitzen die Queen und ihr Ehrengast Donald Trump. 

Das Staatsbankett zu Ehren Donald Trumps am 3. Juni 2019: Vor Kopf sind der US-Präsident (in schwarz) und die Queen (in weißem Kleid und mit Schärpe) zu sehen. Der Ehrengast der Königin sitzt stets zu ihrer Rechten.

Was man wissen sollte: Bei dem Dinner sitzen die geladenen Royals nicht paarweise zusammen, sondern teilen sich auf, um ihre Gäste bestmöglich Willkommen zu heißen und ins Gespräch zu kommen. Man mischt sich in der Regel mit Politikern und anderen wichtigen Amtsträgern.

Die Sitzordnung (v.l.n.r.): Woody Johnson (US-Botschafter in London), Herzogin Camilla, Donald Trump, Queen Elizabeth, Prinz Charles, Melania Trump, Norman Fowler (Sprecher House of Lords im Parlament)

Ein Blick von hinten (v.l.n.r.): Melania Trump, Prinz Charles, Queen Elizabeth, Herzogin Camilla, Woody Johnson, Theresa May, Prinz William

Herzogin Catherine saß an der von Melania Trump nächstgelegenen Tischecke neben dem US-Finanzminister Steven Munchkin. Weitere Paarungen: Prinzessin Anne nahm neben Jared Kushner Platz, Ivanka Trump neben Gräfin Sophie von Wessex. 

Herzogin Catherine ist die Tischdame von Steven Mnuchin.

Was gab es zu Essen für die Gäste der Queen?

Kredenzt wurden gedämpftes Heilbuttfilet mit Brunnenkresse-Mousse, Spargel und Kerbelkraut-Sauce, Lammrücken mit Kräuterfüllung, Frühlingsgemüse, Portwein-Sauce, Erdbeer-Bisquit mit Zitronen-Creme, verschiedene Früchte, Kaffee und Petit Fours. Ob es dem bekennenden Fast-Food-Fan Donald Trump wohl gemundet hat?

Charles, William & Co.: Keine Lust auf ein Dinner mit den Trumps?

Während Queen Elizabeth den Termin im Buckingham Palast wie gewohnt mit höchster Souveränität absolvierte, waren andere Royals mit ihren Gedanken offenbar woanders. Prinz Charles kämpfte gegen die Müdigkeit, Prinz William verdrehte die Augen, Prinz Edward schien mehr körperlich denn geistig anwesend zu sein und auch Prinzessin Anne erlebte man schon begeisterter. 

Queen Elizabeth ist "amused"

Kaum zu glauben, aber: Donald Trump brachte in seiner Rede vor den 170 geladenen Gästen die Queen tatsächlich zum Schmunzeln. "Ihre Majestät, Melania und ich fühlen uns zutiefst geehrt, Ihre Gäste für diesen historischen Staatsbesuch zu sein", begann der US-Präsident seine Rede. "Vielen Dank für Ihren herzlichen Empfang, für dieses schöne Wetter, Ihre liebenswürdige Gastfreundschaft und die fast sieben Jahrzehnte lange Freundschaft Ihrer Majestät mit den Vereinigten Staaten von Amerika."
Bei dem Seitenhieb auf das Wetter ertönte allgemeines Gelächter und selbst der Queen fiel es schwer, ihre staatstragende Miene zu bewahren – und so entfuhr ihr glatt ein Mini-Schmunzeln. Die Szene sehen Sie in den ersten 20 Sekunden des nachfolgenden Videos.

Fauxpas: Donald Trump schläft ein – und berührt die Queen dann am Rücken 

Unmittelbar nach der Rede Trumps könnte der Queen das Lachen aber vergangen sein: Der Präsident berührte sie lax am Rücken, als sie sich für einen Toast aus ihrem Stuhl erhob. Hand an die Königin anlegen – ein absolutes No-Go!
Dass die Queen eine Berührung entgegen der allgemeinen Empfehlung entspannt sieht, weiß Michelle Obama, die ehemalige First Lady der USA, zu berichten: Als sie der Queen bei einem Besuch im April 2009 ebenfalls an den Rücken fasste, tat es die Queen ihr gleich und erwiderte die Geste. Ein Zeichen der Anerkennung und der Sympathie. Dass die Queen eine solche Haltung auch gegenüber Trump einnimmt, dürfte äußerst unwahrscheinlich sein. Und tatsächlich: Die Hand der Queen bewegte sich nicht in Richtung des Präsidenten.

Donald Trump fasst Queen Elizabeth an den Rücken.

Zuvor, bei der Rede der Queen zur Freundschaft zwischen Großbritannien und den USA, war Donald Trump ebenfalls ein Fauxpas unterlaufen: Er nickte kurz ein.

 

Wer mit wem? Verwirrung beim Anstoßen

Während die Queen und Trump sich nach der US-Nationalhymne erfolgreich gegenseitig zuprosten, haperte es links und rechts von ihnen: US-Botschafter Woody Johnson vergaß Herzogin Camilla und bemerktet dies erst unmittelbar vorm Ansetzen des Glases, als Camillas Hand in sein Blickfeld rückte. Schnell behob Johnson sein Malheur; die Gläser fanden sich. Auch Charles suchte vergeblich einen Toast-Partner: Melania hatte sich ihrem linken Nachbarn Norman Fowler zugewandt. Zwei Sekunden schaute Charles etwas ratlos vor sich, bevor sich die First Lady zu ihm drehte. Bei Runde zwei nach der britischen Nationalhymne klappte es deutlich besser: Die Paare fanden sich.

Auch Ivanka Trump leistete sich einen Fauxpas

Kommentare auf Social Media zeigen, dass einigen Amerikanern eine Szene von Ivanka Trump übel aufstieß: Als die US-Nationalhymne abspielt wurde, legte sie ihre Hand nicht auf ihre Brust. Die patriotische Geste wird allerdings laut United States Code, einer Sammlung des Bundesrechtes der USA, erwartet: Beim Erklingen von "The Star-Spangled Banner" sollen "alle (...) vor der Flagge aufrecht stehen und ihre rechte Hand über ihr Herz legen", heißt es.

Queen Elizabeth und Donald Trump

Trump als "Kellner" verspotet

Der US-Präsident erschien in einem Frack zum Staatsbankett. Einigen Beobachtern gefällt diese Auswahl nicht – und machen sich auf Twitter lustig. "Wenn Donald Trump seinen Anzug aus einem Kaufhaus hat, sollte er sein Geld zurückfordern", schreibt eine Twitter-Userin. Jemand anderes frag süffisant, ob Trump sich den Anzug seines 13-Jährigen Sohnes Barron ausgeliehen hat. Viele erinnert der 71-Jährige an einen Kellner. Ein User kreiert daraus einen witzigen Dialog. Die Queen zu Trump: "Hey, Kellner, bring mir ein Glas Wasser." Trump: "Ich bin der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika!" Die Queen: "Ok, Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, bring' mir ein Glas Wasser." Andere posten lustige GIFs. Der Tenor ist klar: Trump im Frack, nein danke. 

 

 

  

 

 

 

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