VG-Wort Pixel

Ärger für Queen Elizabeth II. Steckt ihr Geld in Übersee- Steueroasen?

Queen Elizabeth
© Getty Images
Die "Paradise Papers" bringen die Queen in Bedrängnis. Auch über die Höhe ihres Vermögens gibt es neues Gerede

Braut sich ein Skandal um Queen Elizabeth zusammen? Aus den sogenannten "Paradise Papers" geht offenbar hervor, dass in Übersee-Steueroasen aus dem Privatvermögen der Monarchin angeblich rund zehn Millionen Pfund (etwa 11,25 Millionen Euro) angelegt worden sein sollen, berichtet die BBC.

Enthüllung der "Paradise Papers" sorgt für Aufsehen 

In einem Statement des Herzogtums Lancaster, das für das Vermögen der britischen Monarchie zuständig ist, heißt es demnach: "Wir operieren mit einer Anzahl von Investitionen und einige davon betreffen Übersee-Fonds. Alle unsere Investitionen sind komplett geprüft und legitim." Die Queen zahle Steuern auf alles Einkommen, das sie vom Herzogtum Lancaster erhalte. Illegal sind die Investitionen nicht - der Royal-Experte der BBC, Nicholas Witchell, nennt die Enthüllungen allerdings "peinlich".

Woher bekommt die Queen ihr Geld?

Das Einkommen der Königin soll laut "The Sun" von derzeit 76 Millionen Pfund (etwa 86 Millionen Euro) auf 82,2 Millionen (ca. 93 Millionen Euro) ab dem Jahr 2019 steigen. Im vergangenen Jahr schätzte "Forbes" außerdem das Privatvermögen von Elizabeth II. insgesamt auf umgerechnet etwa 456 Millionen Euro. Dieses Geld stammt demnach hauptsächlich aus dem Herzogtum Lancaster.

Die Queen soll zudem Juwelen, Autos, Pferde sowie königliche und historische Gegenstände von großem Wert besitzen. Zu den Gebäuden, die der Queen gehören, zählen unter anderem "Sandringham House" und "Balmoral Castle". Laut "Forbes" sollen diese beiden Immobilien zusammen rund 90 Millionen Euro wert sein. Dazu kämen landwirtschaftliche Güter und Häuser in London. 

Crown Estate sorgt für mehr Geld

Die persönlichen Ausgaben der Monarchin und die ihrer Familie werden durch einen jährlichen Regierungszuschuss gedeckt. Das Geld ist ein kleiner Anteil der Gewinne aus dem sogennanten "Crown Estate", einem riesigen Immobilienimperium, das unter anderem Teile Londons umfasst. Dessen Einnahmen gehen jedoch an das Finanzministerium. Das Vermögen der Krone und das von Elizabeth II. sind voneinander getrennt. Die Monarchin kommt aber in den Genuss von Vermögenswerten, die der Krone zugeschrieben werden. Dazu zählt beispielsweise, dass sie im Buckingham-Palast residieren kann.

Obwohl die vom "Crown Estate" verwalteten Vermögenswerte nicht Elizabeth II. gehören, werden 15 Prozent der jährlichen Einnahmen daraus für die Unkosten der Monarchin verwendet. Das Geld fließt in die Instandhaltung von Palästen, Gehälter der Hausangestellten, Reisen und königliche Veranstaltungen sowie Gartenpartys und Empfänge. Dass der Zuschuss an die Königin nun von 76 Million Pfund im Zeitraum 2017/18 auf 82,2 Millionen im Jahr darauf ansteigt, verdankt sie einer "Rekordleistung des Crown Estates", der höhere Einnahmen erzielte, so "The Sun".

SpotOnNews


Mehr zum Thema