Prinzessin Mette-Marit: Sie traf sich mit Jeffrey Epstein

Nach Großbritanniens Prinz Andrew gerät nun auch Norwegens Prinzessin Mette-Marit im Fall Jeffrey Epstein in den Fokus: Sie gibt zu, sich mehrmals mit dem verurteilten und inzwischen verstorbenen Sexualstraftäter getroffen zu haben.

Prinzessin Mette-Marit, 46, im Zwielicht: Die norwegische Zeitung "Dagens Naeringsliv" hat aufgedeckt, dass die Ehefrau von Prinz Haakon von Norwegen, 46, in den Jahren 2011 bis 2013 Kontakt mit Jeffrey Epstein, †66, hatte. Zu dem Zeitpunkt war Epstein bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Der US-Banker, der am 10. August 2019 tot in einer Gefängniszelle in New York aufgefunden wurde, wurde 2008 für schuldig befunden, eine Minderjährige zur Prostitution gezwungen zu haben. Das Strafmaß: 13 Monate Haft. Vor seinem Tod wurde ihm vorgeworfen, von 2003 bis 2005 minderjährige Frauen missbraucht und zum Sex mit anderen Männern genötigt zu haben.

Prinzessin Mette-Marit: Was hat sie mit Jeffrey Epstein zu tun?

Kennengelernt haben sich die Prinzessin und Epstein im Ausland über gemeinsame Bekannte, hat die Zeitung im Zuge ihrer Recherche herausgefunden. Stattgefunden haben die Treffen in den USA, eine Zusammenkunft kam in Oslo zustande. Mette-Marit bestätigt den Bericht und teilt in einem offiziellen Statement mit:

"Ich hätte mich niemals mit Epstein getroffen, wenn ich mir des Umfangs seiner kriminellen Handlungen bewusst gewesen wäre. Ich hätte Epsteins Vergangenheit besser untersuchen müssen und ich bedauere, dass ich das nicht getan habe."

Sie fügt weiter an: "Durch meine langjährige Arbeit mit internationalen Gesundheitsfragen habe ich aus nächster Nähe gesehen, welch großen Schaden sexuelle Übergriffe bei Kindern und Frauen anrichten. Wir haben alle eine Mitverantwortung, den sexuellen Übergriff zu bekämpfen und die Opfer zu unterstützen. Ich möchte hiermit den Opfern der Übergriffe von Jeffrey Epstein mein tief empfundenes Mitgefühl und meine Solidarität übermitteln."

Prinz Andrew

Er spricht über die Sex-Vorwürfe

Prinz Andrew
Prinz Andrew bezieht in einem Interview mit dem TV-Sender "BBC-News" erstmals öffentlich Stellung zu den Sex-Vorwürfen mit einer Minderjährigen.
©Gala

Weder Mette-Marit noch Haakon wussten etwas über Epsteins Vergangenheit

Das Königshaus teilte der Zeitung mit, dass die Treffen zwischen der Prinzessin und dem Geschäftsmann in sozialen Zusammenhängen stattgefunden hätten. "Bei allen Sitzungen waren mehrere Personen anwesend", stellt Palast-Kommunikationsmanager Guri Varpe gegenüber "Dagens Naeringsliv" klar. Und ergänzt: "Als der Kronprinz [Haakon, Anmerk. d. Red.] 2012 auf St. Barts Urlaub machte, trafen sie Epstein auf der Straße. Dann begrüßte Kronprinz Haakon Epstein zum ersten und einzigen Mal." Weder Haakon noch Mette-Marit hätten etwas von der Vergangenheit von Jeffrey Epstein gewusst, heißt es. 2013 brach die Prinzessin den Kontakt zu dem Multimillionär ab, weil sie gemerkt habe, dass er sie ausnutzen wolle. "Wir haben nie Unterstützung von ihm erhalten", erklärte ein Sprecher der norwegischen Wirtschaftszeitung "Börsen".

Verwendete Quelle: Dana Press, 


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