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Prinzessin Diana Sie soll ihr explosives Panorama-Interview nie bereut haben

Prinzessin Diana
Prinzessin Diana
© JEAN-PIERRE MULLER/AFP / Getty Images
Am 20. November 1995 sah die Welt das wohl spektakulärste Interview von Prinzessin Diana. Die Folgen waren tragisch. Trotzdem hat Diana das Gespräch nie bereut, wie eine Royal-Expertin jetzt enthüllt.

Als im vergangenen Jahr die Ergebnisse einer neuen Untersuchung öffentlich wurden, musste nicht nur die Royal Family schlucken: Prinzessin Diana, †36, wurde offiziell von Reporter Martin Bashir, 59, mit Lügen, Intrigen und gefälschten Dokumenten dazu gebracht hat, ihre intimsten Gefühle und Gedanken vor laufenden Kameras  zu offenbaren. Ein Paukenschlag, den die BBC seither mit Schadensbegrenzung versucht zu bereinigen.

Prinzessin Diana war kein "verletzliches Opfer der Medien"

Vergessen machen kann man das Panorama-Interview allerdings nicht. Und das sollte auch nicht so sein, wie Tina Brown, Autorin des neuen Buches "The Palace Papers: Inside the House of Windsor – the Truth and the Turmoil" über die britische Königsfamilie und Biografin von Prinzessin Diana, nun erklärt. Die Royal-Expertin hält es für beleidigend, die "kluge" Diana als "verletzliches Opfer der Medienmanipulation" darzustellen, sagt sie gegenüber "The Telegraph". Die Prinzessin von Wales war kein "verletzliches Opfer der Medien" und hat ihr Interview mit Martin Bashir "nicht bereut", so ihre Biografin weiter. Es sei "beleidigend", Diana als "dummes, getäuschtes Kind" darzustellen.

"Ich habe zwar großes Verständnis für den Schmerz ihrer Söhne, aber ich finde es beleidigend, die kluge und einfallsreiche Diana als eine Frau darzustellen, die nichts zu sagen hat, die entweder ein dummes, düpiertes Kind oder das unglückliche Opfer böswilliger Schreiberlinge ist", stellt Brown klar.

Diana soll "kein schlechtes Wort über Martin Bashir gesagt" haben

Tina Brown verrät zudem, dass Freunde der verstorbenen Prinzessin behaupteten, sie sei "erfreut" über das Panorama-Interview gewesen und habe "kein schlechtes Wort über Martin Bashir gesagt". Von dem britischen Geschäftsmann Gulu Lalvani, 83, der Prinzessin Diana in ihrem letzten Lebensjahr begleitet hat, will Brown erfahren haben, dass "Diana sagte, sie bereue das Interview nicht und deutlich machte, dass sie genau das gesagt habe, was sie vor der Kamera sagen wollte." Die Prinzessin soll gemerkt haben, dass das Interview "ihrem Zweck diente". "Ihr 'Zweck' war es, sich vor der immer unvermeidlicheren Scheidung von Charles in der britischen Öffentlichkeit als betrogene Frau darzustellen", so die Autorin.

Nach Ausstrahlung des Interviews forderte Queen Elizabeth, 95, ihren Sohn Prinz Charles, 73, und Prinzessin Diana sofort zur Scheidung auf, Diana verlor ihren Titel "Königliche Hoheit" sowie ihren Personenschutz und war fortan kein Teil der Königsfamilie mehr.

Prinz William und Prinz Harry verurteilen Panorama-Interview

Die Aussagen der Autorin widersprechen denen von Dianas Söhnen. Prinz William, 39, und Prinz Harry, 37, haben das Panorama-Interview und die Art und Weise, wie es zustande kam, bereits aufs Schärfste verurteilt. "Es macht mich unbeschreiblich traurig zu wissen, dass die Versäumnisse der BBC wesentlich zu ihrer Angst, Paranoia und Isolation beigetragen haben, an die ich mich aus den letzten Jahren mit ihr erinnere", sagte William in einem Interview und betonte: "Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Panorama-Sendung keine Legitimität besitzt und nie wieder ausgestrahlt werden sollte."

Prinz William, Prinzessin Diana und Prinz Harry

Prinz Harry unterstützte seinen Bruder in einer schriftlichen Erklärung: "Die Auswirkungen einer Kultur der Ausbeutung und unethischer Praktiken haben ihr letztlich das Leben gekostet. Unsere Mutter hat deswegen ihr Leben verloren, und daran hat sich nichts geändert."

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk

aen Gala

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