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Todestag von Prinzessin Diana Sie wollte am 31. August 1997 nie in Paris sein

Prinzessin Diana
© Getty Images
Heute vor 24 Jahren starb Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris. Ihr langjähriger Butler Paul Burrell enthüllte in seinem Buch "Im Dienste der Königin" ein tragisches Detail: Die Prinzessin hatte niemals geplant, an diesem Tag überhaupt in Paris zu sein.

Sie freue sich auf "einen geruhsamen Urlaub, gute Gesellschaft und leichte Lektüre", habe ihm Prinzessin Diana (damals 36) beim letzten Treffen am 15. August 1997 gesagt, erinnert sich Paul Burrell in seinem Buch.

So verbrachte Prinzessin Diana die letzten Tage ihres Lebens

Zunächst wollte Diana mit ihrer Freundin Rosa Monckton sechs Tage auf einer Jacht durch die Ägäis segeln und anschließend mit Lana Marks, einer anderen Freundin, fünf Tage durch Italien reisen. Am 30. August plante die Prinzessin, wieder zuhause in London sein, weil ihre Söhne Prinz William (damals 15) und Prinz Harry (damals 11) am folgenden Sonntag aus ihren Ferien auf Schloss Balmoral zurückkehren würden. Paris stand also nicht auf dem Reiseplan Dianas in jenen Augustwochen. 

Paul Burrell arbeitete von 1976 bis 1997 für die britische Königsfamilie. Das Foto zeigt ihn und Prinzessin Diana im Jahr 1994.
Paul Burrell arbeitete von 1976 bis 1997 für die britische Königsfamilie. Das Foto zeigt ihn und Prinzessin Diana im Jahr 1994.
© Getty Images

Doch plötzlich habe sich der Plan geändert, schreibt Burrell. Der Vater von Lana Marks sei gestorben, weshalb der Italienurlaub der beiden Frauen in Wasser gefallen sei. Deshalb habe Diana das Angebot ihres damaligen Freundes Dodi Al Fayed, 42, angenommen, ihn auf einer Jacht vor Sardinien zu besuchen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in London am 21. August 1997 flog sie nach Nizza.

Während ihres Zusammenseins mit Al Fayed telefonierte Diana regelmäßig mit Burrell. In einem der Telefonate gestand sie ihm, dass ihr der Geschäftsmann eine Liebeserklärung gemacht habe. Was Diana erwidert habe, habe er gefragt, schreibt Burrell. "Ich habe gesagt: 'Danke für das Kompliment'". Für tiefgründige Gefühlsbekundungen sei es für sie damals noch zu früh gewesen, so ihr engster Mitarbeiter.

Mit der Zeit wurde es Diana langweilig auf der Jacht, behauptet Burrell in seinem Buch. "Ich will einfach nach Hause. Es wird Zeit, dass ich mal wieder in einen Fitnessraum komme", habe sie ihm gegenüber erklärt. Sie habe sogar überlegt, ihren Flug umzubuchen und früher nach London zurückzukehren. Doch es sollte anders kommen: Al Fayed, behauptet Burrell, habe Diana zum Bleiben überredet.

Dodi Al Fayed und Prinzessin Diana am 22. August 1997 in St. Tropez
Dodi Al Fayed und Prinzessin Diana am 22. August 1997 in St. Tropez
© AP Photo

Schicksalhafte Entscheidung von Diana

Am 29. August kam es zu einem erneuten Telefonat zwischen Burrell und Diana, in dem die Prinzessin erzählte, sie sei in Monaco und wolle am nächsten Tag mit Al Fayed spontan nach Paris reisen. Dort habe er geschäftlich zu tun. "Sie wollte offenbar nicht mit, doch Dodi hatte sie auch diesmal überreden können", beschreibt Paul Burrell das tragische Detail in seinem Buch.

Diana sei voller Energie und Tatendrang gewesen und habe ihm allerlei Anweisungen zu ihrer Rückkehr nach London gegeben, erinnert sich der Butler. "Ich freue mich darauf, Freunde wiederzusehen, und ich kann es gar nicht abwarten, bis ich die Jungs in meine Arme schließe", habe Diana gesagt. Was beide nicht wissen konnten: Es sollte das letzte Telefonat zwischen Prinzessin Diana und Paul Burrell werden.

Prinzessin Diana steigt in den Todeswagen.
Prinzessin Diana steigt in den Todeswagen.
© Getty Images

Am 31. August 1997, etwa gegen 00:23 Uhr, verunglückten Prinzessin Diana und Dodi Al Fayed während einer Autofahrt im Pont de l'Alma Tunnel in Paris. Der Geschäftsmann starb an der Unfallstelle. Diana wurde lebens ins Pitié-Salpêtrière Hospital gebracht. Dort erklärten Ärzte die Königin der Herzen nach mehreren Wiederbelebungsmaßnahmen um 4:00 Uhr für tot.

Verwendete Quellen: Paul Burrell "Im Dienste meiner Königin", 2004 erschienen als Taschenbuch im Knaur Taschenbuch Verlag

jre Gala


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