VG-Wort Pixel

Prinzessin Diana Einstige Mitbewohnerin enthüllt: "Keiner von uns, einschließlich Diana, hat Hilfe erhalten"

Prinzessin Diana 1980 beim Verlassen ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Chelsea
Prinzessin Diana 1980 beim Verlassen ihrer Wohnung im Londoner Stadtteil Chelsea
© Jacob Sutton / Getty Images
Prinzessin Diana lebte von 1979 bis zu ihrer Verlobung mit Prinz Charles im Jahr 1981 mit drei Freundinnen in einer Wohngemeinschaft im Londoner Stadtteil Chelsea. Eine dieser Frauen, Virginia Clarke, erinnert sich an die Zeit, als ihr Haus plötzlich zum Hotspot der Presse wurde – und Lady Dis Katz-und-Maus-Spiel begann.

Wenn Virginia Clarke an ihre gemeinsame Zeit mit Prinzessin Diana, †36, zurückdenkt, dann sollten diese Erinnerungen von Unbeschwertheit und Lachen erfüllt sein. Diana selbst beschrieb ihre Zeit in der Wohngemeinschaft als "großartig". Doch die Old Brompton Road ist auch der Ort, an dem Lady Dis Leidensweg begann und die Presse Grenzen überschritt, die 16 Jahre später zum Tod des Royals führen sollten. 

Am Mittwoch, 29. September 2021, erinnert sich Clarke bei der Enthüllung der blauen English Heritage-Plakette, die den einstigen Wohnort der Prinzessin ehren soll, wie wenig Schutz die jungen Frauen vor der Presse erhielten und wie der Palast es versäumte, der damals 20-jährigen Diana Hilfe anzubieten. 

Prinzessin Dianas einstige Mitbewohnerin Virgina Clarke enthüllte am Mittwoch, 29. September 2021, die English Heritage-Plakette am Gebäude der ehemaligen Wohnung in der Old Brompton Road in London.
Prinzessin Dianas einstige Mitbewohnerin Virgina Clarke enthüllte am Mittwoch, 29. September 2021, die English Heritage-Plakette am Gebäude der ehemaligen Wohnung in der Old Brompton Road in London.
© Dana Press

Prinzessin Diana: Ihre Mitbewohnerinnen sollten die Autos nach Bomben absuchen

Als Diana Spencers Beziehung zum Thronfolger der britischen Monarchie 1980 publik wurde, änderte sich das Leben schlagartig. "Das war der Moment, als die Weltpresse zu uns stieß", so Virgina Clarke. Die Medien belagerten das Haus Tag und Nacht, Reporter spähten durch die Fenster, klingelten an der Tür und ließen keine Gelegenheit aus, um an Fotos von Di zu gelangen. "Ich denke, man kann sagen, dass wir absolut keine Ahnung hatten, wie wir mit ihnen umgehen sollten. Es waren professionelle, erfahrene Reporter, die von überall her über uns herfielen", so Dianas einstige Mitbewohnerin. 

Laut Clarke – damals noch Pitman – habe die Königsfamilie die außergewöhnliche Situation falsch eingeschätzt und sich nicht eingeschaltet. "Interessanterweise hat keiner von uns, einschließlich Diana, Hilfe erhalten. Ich bin mir nicht sicher, wer uns hätte helfen können [...]. Irgendeine PR- oder Palast-Person, ich weiß es nicht." Lediglich an einen Ratschlag, der vonseiten des Palastes kam, könne sich die Frau heute noch erinnern:

"Man sagte uns, wir sollten unter unseren Autos nach Bomben suchen. Leider hatte keiner von uns das Handbuch für die Bombensuche gelesen, sodass wir nicht wussten, wo wir damit anfangen sollten. Die Situation war surreal."

Aus anfänglichem Spaß entstand ein Kampf, den Lady Di 1997 verlor

Die surreale Situation erschien den jungen Frauen zu Beginn "sehr lustig", so Clarke und offenbart: "Diana hat es genossen." Die Mutter von Prinz Harry, 37, und Prinz William, 39, habe der Presse sogar Streiche gespielt, sie in die Irre geleitet und Fährten gelegt, um später heimlich in die andere Richtung verschwinden zu können. "Sie war überglücklich über diesen Erfolg", erklärt Dis Weggefährtin gegenüber einer kleinen Menschenmenge, die zur Enthüllung der Plakette gekommen war.  

Bei ihrer Hochzeit 1982

Doch zusehen zu müssen, wie dieser anfängliche Spaß mehr und mehr entglitt und Prinzessin Diana auch nach ihrer Trennung von Prinz Charles der Presse schutzlos ausgeliefert wurde, war für Virgina Clarke nur schmerzvoll mit anzusehen. Und auch wenn die Wohnung im Londoner Stadtteil Chelsea immer den Beginn von Dianas Kampf gegen die Presse symbolisieren wird, so ist sich Clarke dennoch sicher, dass die blaue Plakette der Prinzessin sehr gefallen hätte.

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, standard.co.uk

jna Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken