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Prinzessin Diana Ehemaliger Privatsekretär enthüllt: "Sie starb in dem Glauben, ich hätte sie verraten"

Patrick Jephson und Prinzessin Diana im September 1989 bei einem Termin.
Patrick Jephson und Prinzessin Diana im September 1989 bei einem Termin.
© Getty Images
Am 20. November 1995 sah die Welt das wohl spektakulärste Interview von Prinzessin Diana. Doch die Umstände, die sie dazu gebracht haben, sind tragisch. Und haben bittere Konsequenzen.

Über 25 Jahre lang war es eine ebenso quälende wie beunruhigende Frage: Ist Prinzessin Diana, †36, in dem Glauben gestorben, dass ihr engster Berater sie verraten hat? Grund der Annahme ist Dianas explosives Panorama-Interview mit Martin Bashir, 59.

Prinzessin Diana wurde von BBC-Reporter getäuscht

Im vergangenen Jahr wurden die Ergebnisse einer neuen Untersuchung öffentlich, die endgültig belegen, dass Bashir die Prinzessin mit falschen Aussagen und gefälschten Dokumenten dazu gebracht hat, ihre intimsten Gefühle und Gedanken vor laufenden Kameras zu offenbaren. Das Ergebnis war ein Paukenschlag: Queen Elizabeth, 95, forderte Prinz Charles, 73, und Prinzessin Diana zur Scheidung auf, Diana verlor ihren Titel "Königliche Hoheit", ihren Personenschutz und war fortan nicht mehr Teil der Königsfamilie.

Um Prinzessin Diana zu der Sendung zu überreden, erfand Martin Bashir unter anderem Lügen über den Ex-Marineoffizier Patrick Jephson, der seit vielen Jahren Dianas Privatsekretär und engster Berater war. Durch die Geschichten des Journalisten zweifelte Diana an der Loyalität ihrer rechten Hand und begann, ihm zu misstrauen. So behauptete Bashir unter anderem, Jephson sei dafür bezahlt worden, die Prinzessin auszuspionieren.

Patrick Jephson zog sich nach dem Skandal-Interview aus dem Leben der britischen Königsfamilie zurück. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich sein Arbeitsverhältnis zu Prinzessin Diana so sehr verschlechtert, dass es unhaltbar geworden war. "Ich habe die letzten 25 Jahre damit verbracht, mich zu fragen, was ich falsch gemacht habe, weil ich fälschlicherweise annahm, dass ich etwas falsch gemacht haben muss", sagt Jephson heute.

"Ein kalkulierter, kaltblütiger Betrug"

"Sie starb in dem Glauben, dass ich sie nach acht lohnenden, aber oft sehr schwierigen Jahren, in denen wir so eng zusammengearbeitet hatten, betrogen hatte", so Patrick Jephson über die Machenschaften von Martin Bashir. Dass er von der BBC am Donnerstag, 17. März 2022, nun eine Entschädigung von 100.000 Pfund (circa 118.790 Euro) bekommen hat, sollte ihn daher nur teilweise besänftigen. "Die plötzliche Entdeckung, dass es sich nicht um ein Missverständnis, sondern um einen kalkulierten, kaltblütigen Betrug handelte, ist immer noch sehr schwer zu verarbeiten", gibt der ehemalige Privatsekretär gegenüber "Daily Mail" zu.

Die Entschädigung hat er an ein Kinderhospiz in Südwales gespendet – die letzte Wohltätigkeitsorganisation, die er für die Prinzessin von Wales gegründet hat.

Prinzessin Diana

"Die BBC akzeptiert und erkennt an, dass Commander Jephson durch die Umstände, unter denen das Interview mit Diana, Prinzessin von Wales, aus dem Jahr 1995 zustande kam, ernsthafter Schaden zugefügt wurde", gab der TV-Sender in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Weiter heißt es, dass sich die BBC "vorbehaltlos" entschuldigt und die Gerichtskosten übernommen habe.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk

aen Gala

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