Prinz William: Warum er sich einst für Prinzessin Diana schämte

Prinzessin Diana hatte eine Art Lieblingsbeschäftigung, mit der ihre Söhne Prinz William und Prinz Harry ihre liebe Not hatten

Prinzessin Diana und Prinz William 1991 bei einem Termin in Wales.

Prinzessin Diana (†36) war eine Frau mit vielen Facetten: Mal zeigte sie ihre zerbrechliche, mal ihre starke Seite. Doch es gab noch eine andere Diana - und die machte ihren Söhnen Prinz William und Prinz Harry zu schaffen.

Prinz William spricht über Prinzessin Diana 

Kitty Dimbleby, eine Vertraute der Prinzen, erzählte Autorin Katie Nicholl für ihr Buch "William and Harry" von einer Theaterreise mit den jungen Prinzen William und Harry und ihrem Vater. "Ich erinnere mich, dass William sehr abgelenkt war von dem, was zuhause vor sich ging. Zu dieser Zeit stand eine Menge über die kriselnde Beziehung von Charles und Diana in den Zeitungen. William erzählte mir: 'Papa ist mir nie peinlich, aber Mama manchmal schon'". Was genau William als "peinliches Verhalten" verstand, erwähnt Dimbleby nicht.

Prinzessin Diana

Ein Leben voller Liebe, Leid und Leichtigkeit

Prinzessin Diana mit Prinz Harry und Prinz William
Liebevoll, humorvoll und eine Mutter, die ihren Söhnen gerne Streiche spielte - so beschreiben die Prinzen William und Harry Prinzessin Diana. Doch die gemeinsame Familienzeit wurde leider viel zu früh beendet.
©Gala

Gleicher Meinung ist Autorin und Diana-Vertraute Simone Simmons. Sie schreibt in ihrem Buch “Diana: The Last Word”, dass William über das legendäre "BBC"-Interview seiner Mutter über die Trennung von Charles im Jahr 1995 "am Boden zerstört" gewesen sei. Damals war William 13 Jahre alt und besuchte das Elite-Internat Eton. Er habe nach dem Interview seiner Mutter zunächst nicht mit ihr gesprochen. Als er schließlich von Eton nach Hause gekommen sei, "brach die Hölle los", so Simmons. William sei wütend gewesen, dass Diana ohne sein Wissen in der Öffentlichkeit so schlecht über seinen Vater gesprochen habe. Nicht die einzige Seite Dianas, mit der sie William beschämte. 

Diana liebte es, ihre Söhne zu veralbern

Anlässlich des 20. Todestages der Prinzessin im Jahr 2017 plauderten William und Harry in der Dokumentation "Diana, Our Mother: Her Life and Legacy" aus dem Nähkästchen und offenbarten, dass Diana es liebte,  sich Scherze mit ihnen zu erlauben. Zum Beispiele habe sie William "freche" Karten in die Schule geschickt, die William vor Lehrern oder anderen Schülern nicht öffnen wollte, so die beiden Royals.

Als er ein Teeanger gewesen sei, erzählt William, habe sich Diana einen besondere Überraschung für ihn überlegt: Als er von der Schule nach hause kam, warteten die Top-Models Claudia SchifferChristy Turlington und Naomi Campbell auf ihn."Ich war wahrscheinlich ein 12- oder 13-jähriger Junge, der Plakate von ihnen an meiner Wand hatte. Und ich wurde knallrot und wusste nicht so recht, was ich sagen sollte, und tappte irgendwie herum, und ich glaube, ich bin die Treppe hingefallen auf dem Weg nach oben", beschreibt William die Situation. "Ich war absolut und vollkommen aufgeregt." Als Erwachsener, so William, werde er die "liebende und peinliche" Art seiner Mutter in lebendiger Erinnerung behalten. 

Prinzessin Diana (†)

DIESER lieblose Satz von Prinz Charles brach ihr das Herz

Prinzessin Diana (†37)


Prinz William verzeiht seiner Mutter

Auch über ihr legendäres Trennungs-Interview 1995 hat William inzwischen eine versöhnliche Haltung angenommen. In der Doku zu Dianas Todestag sagt er: "Ich kann es verstehen - weil du dich manchmal in solchen Situationen befindest, in denen du dich unglaublich verzweifelt fühlst und es sehr unfair ist, dass Dinge gesagt werden, die nicht wahr sind. Am einfachsten ist es dann, selbst etwas zu sagen oder zu den Medien zu gehen."

Prinzessin Diana

Keiner war Mr. Right

Barry Mannakee: Der verheiratete Polizist wurde 1985 als Dianas Leibwächter abkommandiert und entwickelte sich bald zu ihrem Vertrauten und Trostspender. Die Prinzessin selbst gestand in den Sitzungen mit ihrem Sprachcoach Peter Settelen, sie habe davon geträumt, mit Mannakee zusammenzuleben: "Ich war nur glücklich, wenn er in meiner Nähe war." Wie weit die Beziehung ging, offenbarte sie jedoch nicht. Barry Mannakee wurde 1986 – angeblich weil Dianas Gefühle für ihn aufgeflogen waren – versetzt. Er starb drei Jahre später bei einem Verkehrsunfall. Prinzessin Diana stellte später die Theorie auf, ihr ehemaliger Leibwächter sei ihretwegen ermordet worden.
James Hewitt: Auf einer Cocktailparty lernte Diana 1986 den zwei Jahre älteren Hauptmann kennen. Kurze Zeit nach dem ersten Treffen engagierte sie ihn als Reitlehrer für ihre Söhne, später nahm auch sie Reitstunden bei ihm. Bei gemeinsamen Ausritten in den Londoner Parks kamen sie sich näher. Die Umstände hätten sie zusammengebracht, so Hewitt später. Die intensive Beziehung dauerte rund vier Jahre. Sie endete, als Hewitt ins Ausland abkommandiert wurde. Später versuchte er, von seinem Ruhm als ehemaliger Liebhaber der Prinzessin zu profitieren: Er tingelte durch Reality- TV-Shows, gab Interviews, wirkte an Enthüllungsbüchern mit und schrieb seine Autobiografie. Diana empfand dies als Verrat. Im Mai dieses Jahres erlitt James Hewitt einen Schlaganfall und eine Herzattacke und musste wochenlang im Krankenhaus behandelt werden.
James Gilbey: Der Autohändler und die Prinzessin kannten sich aus ihrer Jugend. Zwar verneinte Diana im Interview, eine Affäre mit ihrem "sehr guten Freund" gehabt zu haben. 1989 wurde aber ein Telefonat der beiden aufgezeichnet, welches den Schluss nahelegt, dass einiges mehr lief. Der pikante Wortlaut des Gesprächs, in dessen Verlauf Gilbey Diana liebevoll "Squidgy", also Tintenfischchen, nennt, wurde 1992 veröffentlicht und zum "Squidgygate"-Skandal. Im Gegensatz zu James Hewitt behielt Gilbey die Details über die Liaison für sich. Der "ewige Junggeselle" heiratete 2014 die geschiedene, fünffache Mutter Lavinia Hadsley-Chaplin, Innenarchitektin.
Oliver Hoare: Die Affäre mit dem Kunstexperten und Prinz- Charles-Freund datiert Diana- Biografin Tina Brown auf 1992.  Die Prinzessin habe alles dafür getan, Oliver Hoare zu gewinnen. Sogar von einem Leben in Italien habe sie geträumt. Der damals 47-Jährige blieb jedoch bei seiner Frau.

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Verwendete Quellen: The Express, Daily Mail

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