Prinzessin Charlotte: Die Geschichte hinter ihren drei Namen

Das Warten hat ein Ende und das Kind einen Namen: Prinz William und Herzogin Catherine blieben bei ihrer kleinen Prinzessin wieder traditionell - und sehr familiennah. Doch die Namenswahl birgt auch Zündstoff

Charlotte Elizabeth Diana

Das Kind hat endlich einen Namen und der lautet

Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana.

Offiziell wird der kleine Neuankömmling also unter dem Namen "Ihre Königliche Hoheit, Prinzessin Charlotte von Cambridge" geführt werden. Das Königshaus gab die Wahl von Prinz William und Herzogin Catherine am Nachmittag des 4. Mai 2015, zwei Tage nach der Geburt der Prinzessin, bekannt. Britische Reporter berichten, dass die Buchmacher insgesamt eine Million Britischer Pfund an die Wetter auf den Namen "Charlotte" auszahlen müssen.

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Souveräner Auftritt mit ernstem Hintergrund

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry besuchten am 7. November das 91. "Field of Remembrance" vor der Westminster Abbey in London.
©Gala

Charlotte ist eine weibliche Koseform des französischen Namens "Charles" und der Name wiederum wird als "freier Mann, Kämpfer" übersetzt. In England soll der Name übrigens durch eine Urahnin der kleinen Prinzessin überhaupt erst populär geworden sein.

Elizabeth kommt aus dem Hebräischen von "elisheba" und bedeutet "Gott ist mein Eid." Mit der heiligen Elisabeth von Ungarn, der österreichischen Kaiserin Elisabeth und der britischen Königin Elizabeth I. gibt es gleich drei wichtige historische Vorbilder für diesen Namen.

Diana wird aus dem Lateinischen hergeleitet und auf das Wort "dius", "taghell leuchtend" zurückgeführt. In der römischen Mythologie war Diana die jungfräuliche Göttin der Jagd und des Mondes.

Und warum Charlotte?

Großer Erleichterungsseufzer bei den ungeduldig wartenden Fans. Charlotte, ein Name, der lange vorne mit im Rennen war, aber letztlich erst am Wochenende in den Wettbüros an der bisher hochgewetteten Alice vorbeizog, ist der Erstname, den die kleine Prinzessin von Cambridge durchs Leben tragen wird. Traditionell ohne verstaubt zu wirken, königlich belegt und außerdem der zweite Name von Catherines Schwester Pippa Middleton - kein Wunder, das ihm von vornherein gute Chancen eingeräumt worden waren. Gleichzeitig kann man auch eine Berücksichtigung von Williams Vater, Prinz Charles, erkennen, da Charlotte die weibliche Form seines Namens ist.

Die Frau des britischen Königs Georg III., Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, war im 18. Jahrhundert als Königin Charlotte (1744 -1818) von Großbritannien und Irland bekannt und hatte danach eine Tochter, die Charlotte hieß und König Friedrich I. von Württemberg heiratete. Queen Charlotte ging als "Queen of Botany" in die Geschichte ein, weil das Steckenpferd der sehr häuslichen Königsgemahlin die botanischen Gärten des Landes waren, darunter die berühmten "Kew Gardens".
Und auch in der nächsten Generation gab es eine Charlotte: Charlotte Augusta , die Tochter von Georg IV. und seiner Frau Caroline von Braunschweig, die mit dem Prinzen Leopold von Sachsen-Coburg-Gotha verheiratet wurde (an einem 2. Mai übrigens) und eineinhalb Jahre danach im Kindbett starb. Der Name kam also durch deutsche Verwandtschaft in das eh so deutsche Königshaus der Windsors.

George und Charlotte klingt außerdem hervorragend als Kombination für das Geschwisterduo des Hauses Cambridge.

Prinz George

Englands Prinz Charming

Juli 2018  Der kleine Frechdachs Prinz George bei der Taufe seines Bruders Prinz Louis. 
Mai 2018  Hach, was ist er nur wieder niedlich. Prinz George verzückt einmal mehr, als er bei der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle auf der Treppe der St George's Kapelle erscheint. Mit skeptisch süßem Blick, etwas voreilig und wie immer äußerst charmant. 
April 2018  Noch ist der Blick von Prinz George recht skeptisch, als er sich mit seiner Schwester Charlotte und Papa Prinz William auf den ins Lindo Wing Krankenhaus macht, in dem gerade sein Bruder Prinz Louis das Licht der Welt erblickt hat.  
Prinz William, Prinz George und Schulleiterin Helen Haslem

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Dann wird es schwierig

Das Royal Baby ist da!

Die schönsten Bilder

Prinz William bringt seinen Sohn Prinz George zum Krankenhaus, er soll seine kleine Schwester noch vor den wartenden Fans und Reportern begrüßen dürfen.
Und wie man sieht: Das royale Winken klappt schon richtig gut.
Süß die Kleine!
Auf geht's, nur ein paar Stufen hoch und Prinz George sieht sein Geschwisterchen zum ersten Mal.

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Die beiden anderen Namen kommen auch nicht überraschend, sorgen in dieser Kombination jedoch für Diskussionsstoff. Einer der Name der Urgroßmutter, Queen Elizabeth: regierende Königin, Chefin der Familie, Prinz Williams große Mentorin. Der andere der Name von Lady Diana Spencer, Williams geliebter und früh verstorbener Mutter - die bekanntermaßen mit der Familie und insbesondere der pflichtbewussten und beherrschten Monarchin Elizabeth ein großes emotionales Problem hatte. Diana-Fans werden diese Kombination nicht verstehen und insbesondere auf die Tatsache reagieren, dass der Name der ehemaligen Prinzessin von Wales als dritter hinter dem von Elizabeth steht.

Außer Acht gelassen werden sollte dabei allerdings nicht die Tatsache, dass Elizabeth nicht nur einen Hintergrund in der Familie von Prinz William, sondern auch in der von Herzogin Catherine hat: Sie und ihre Mutter tragen ebenfalls beide den Mittelnamen Elizabeth. "Queen Mom", die Mutter von Königin Elizabeth, war übrigens auch eine geborene Elizabeth Bowes-Lyon und eine Königin Elizabeth, bevor ihre Tochter die Krone aufsetzte. Bei so viel Namenspaten unter den Ahnen war die Wahl für Kate und William sicher eine leichte. Mit der dänischen Prinzessin Isabella (geboren 2007), die eine andere Form des Namens trägt, und der belgischen Thronfolgerin Prinzessin Elisabeth, der 2001 geborenen Tochter von König Philippe, sind auch in den anderen royalen Familien Europas Namensvetter zu finden.

Ob sie auch den Namen Diana berücksichtigen würden, war deutlich unsicherer. Wegen der schwierigen Kombination mit Elizabeth. Wegen der düsteren Erinnerungen. Die britische Presse allerdings hatte allerdings schon bei Verkündung der Schwangerschaft im September eine runde Vermutung geäußert, der Babyname Diana stehe schon fest. Und auch in den vergangenen zwei Wochen ging eine neue Diana-Rallye durchs Land und in den Wunschlisten der Briten laut "Hello"-Magazin tauchte der Name von Williams Mutter als Herzenswunsch des Volkes auf. Ob der Catherine und ihren Mann beeinflusst hat?

Kuriose Ähnlichkeit

Besonders auffällig ist es, dass die kleine Prinzessin eine Cousine zweiten Grades hat, die fast den gleichen Namen trägt: Lady Charlotte Diana Spencer, geboren im Juli 2012 und somit ein Jahr älter als Prinzessin Charlottes großer Bruder, Prinz Georg Alexander Louis von Cambridge. Das andere kleine Mädchen ist eine Tochter aus der dritten Ehe von Charles, dem neunten Earl Spencer - Prinzessin Dianas Bruder. Der nahm die Namensähnlichkeit schmunzelnd zur Kenntnis, ist aber ja kein häufiger Gast im Hause von Prinz William und Herzogin Catherine. Sie werden ihn wohl kaum um Erlaubnis oder Rat gefragt haben. Obwohl er als siebenfacher Vater vielleicht eh den einen oder anderen Tipp für die jungen Royals parat haben könnte.

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