Prinz Andrew: Welche Folgen hat der Skandal für Prinzessin Beatrice + Prinzessin Eugenie?

Prinz Andrew verkündete am Mittwoch, 20. November, seinen vorläufigen Rücktritt von seinen royalen Pflichten. Doch welche Auswirkungen hat der Skandal um den Prinzen für seine Töchter Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie?

Es ist eine schwierige Zeit für das britische Königshaus. Nach dem Tod von Lady Diana, †36, im Jahr 1997 vielleicht einer der prekärensten Lage, die Queen Elizabeth in ihrer Regentschaft miterleben muss.

Skandal um Prinz Andrew

Prinz Andrew, 59, zog am Mittwochabend Konsequenzen aus seiner umstrittenen Beziehung zum pädophilen Jeffrey Epstein, †66. Doch die Situation ist damit noch lange nicht geklärt, geschweige denn aus der Welt. Viele stellen sich nun die Frage: Welche Auswirkungen hat der Epstein-Skandal nicht nur für den Herzog von York, sondern auch für seine beiden Töchter Prinzessin Beatrice, 31, und Prinzessin Eugenie, 29?

Keine leichte Situation für Prinzessin Beatrice + Prinzessin Eugenie

Es ist sicherlich keine einfache Situation für die Töchter von Prinz Andrew. Seit Wochen tauchen immer mehr Gerüchte rund um ihren Vater auf. Zuletzt beschuldigte eine Angestellte Epsteins am Freitag, 22. November, Prinz Andrew habe drei Tage auf einer Ranch von Jeffrey Epstein mit einer jungen Frau verbracht. Sein Skandal-Interview, das er am Samstag, 16. November, der BBC gab, verschlimmerte die Situation nur. Der Herzog von York konnte kaum eine Frage plausibel beantworten, verstrickte sich in Widersprüche und sorgte vor allem durch seine fehlende Empathie für Missgunst.

Prinz Andrew

Er spricht über die Sex-Vorwürfe

Prinz Andrew
Prinz Andrew bezieht in einem Interview mit dem TV-Sender "BBC-News" erstmals öffentlich Stellung zu den Sex-Vorwürfen mit einer Minderjährigen.
©Gala

Die Prinzessinnen wahren das Gesicht

Prinzessin Beatrice, deren Hochzeit im kommenden Jahr bevorsteht, und ihre Schwester Eugenie stehen durch die Vorwürfe gegen ihren Vater nun auch im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Doch beide lassen sich bisher nichts anmerken. Beatrice besuchte nach dem Rücktritt ihres Vaters einen privaten Mitgliederclub, während Eugenie bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gast war. Die Frauen ziehen sich also nicht aus der Öffentlichkeit zurück, so wie es Prinz Andrew für sich selbst am Mittwoch, 20. November, verkündete. Dieser wird in absehbarer Zukunft keine öffentlichen Aufgaben für das britische Königshaus übernehmen.

Welche Auswirkungen hat der Epstein-Fall für die Prinzessinnen?

Auch wenn Beatrice und Eugenie bisher mutig handeln und sich von den Eskapaden ihres Vaters augenscheinlich nicht allzu sehr beeinflussen lassen, drohen auch ihnen Konsequenzen. Jedoch nicht in Bezug auf ihre royalen Rollen. Ein Berater des Königshauses soll erklärt haben, dass die Prinzessinnen in den kommenden Monaten weiterhin vereinzelt Termine für die Krone übernehmen werden. Wir werden sie demnach bei Veranstaltungen, wie dem alljährlichen "Trooping The Colour" sehen. Doch ein Aufstieg der Prinzessinnen, wie es sich Prinz Andrew seit Jahren wünscht, soll seit seinem Rückzug gänzlich vom Tisch sein. "Die Beförderung, auf die Prinz Andrew gehofft hatte, dass seine Töchter mehr Aufgaben übernehmen würden, wird jetzt nie stattfinden", sagte eine Quelle aus dem Königshaus gegenüber der "Daily Mail". Seit Jahren versucht der Sohn von Königin Elizabeth, dass seine Töchter mehr Aufgaben und Verantwortung für das Königshaus übernehmen. Eine Aufforderung, die ihn in Konflikt mit seinem Bruder Prinz Charles, 71, brachte. Dieser vertritt die Ansicht einer "schlanken" Monarchie, mit wenigen Mitgliedern als Zentrum des Königshauses.

Finanzielle Folgen für die Prinzessinnen

Neben den persönlichen Auswirkungen, mit denen Beatrice und Eugenie nun schon seit einigen Tagen zu kämpfen haben, soll sich der Skandal um ihren Vater auch finanziell auf die beiden auswirken. Beatrice arbeitet in einem amerikanischen Softwareunternehmen, "Afiniti", und ist dort in der Kundenentwicklung tätig. Ihre Schwester Eugenie ist in der "Hauser & Wirth" Kunstgalerie in Mayfair tätig. Zusätzlich zu ihren Einkommen soll Prinz Andrew seine Töchter finanziell unterstützt haben. Dies könnte jetzt zum Problem werden. Laut "Daily Mail" sei der derzeitige Lebensstil der Prinzessinnen nicht durch ihr eigenes Einkommen aufrecht zu erhalten. Designer-Kleidung und eine extravagante, royale Hochzeit, wie die von Prinzessin Eugenie, sind ab jetzt keine Selbstverständlichkeit mehr.

Was wird aus Prinzessin Beatrices Hochzeit?

Eine der größten - vor allem finanziellen - Fragen ist, welche Auswirkungen hat der Skandal auf Beatrices kommende Hochzeit? Es steht schon jetzt fest, dass die Bald-Braut sicherlich nicht die gleiche, pompöse Hochzeit wie ihre Schwester Eugenie bekommen wird: Mit einer Gästeliste von 800 Personen und über 2 Millionen Pfund (etwa 2,3 Millionen Euro) Kosten für den Steuerzahler nur für Sicherheitsmaßnahmen und Aufräumarbeiten. Dazu muss gesagt sein, dass bereits vor Prinz Andrews Anschuldigungen im Epstein-Fall, Prinzessin Beatrice nie eine solch große Hochzeit, wie die ihrer Schwester, wollte. Zumal ihr Verlobter Edoardo Mapelli Mozzi, 35, bereits ein Kind aus einer vergangenen Beziehung hat. Quellen sagten der "Daily Mail", dass Beatrice nie ein solch öffentliches Spektakel wollte. Dennoch bleibt die Frage, wer die Hochzeit bezahlen könnte. 

England

Familie Windsor

19. Januar  Queen Elizabeth erscheint vor Hillington Church in Norfolk. Die 93-Jährige lächelt, als sie aus dem Wagen steigt. Die Botschaft an die Öffentlichkeit ist klar: Von dem am Vortag verkündeten Rücktritt von Prinz Harry und Herzogin Meghan lässt sich Ihre Majestät nicht die Laune verderben. 
Zum Gottesdienst wird die Queen in der Regel von einem Familienmitglied oder einer engen Vertrauten begleitet. Die Person am heutigen Sonntag verwundert allerdings: Es ist ausgerechnet Prinz Andrew, das aktuell "schwarze Schaf" der Familie (steht rechts hinter der Queen). Was die Königin sich dabei wohl gedacht hat?
Es ist das erste Mal, dass man die Queen mit Prinz Andrew seit dessem skandalösem Interview über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu Gesicht bekommt. Ausgestrahlt wurde es am 16. November 2019.
20. Dezember 2019  Nach Prinz William und Herzogin Kate, veröffentlichen jetzt auch Prinz Charles und Herzogin Camilla ihren königlichen Weihnachtsgruß. Unorthodox, mit sommerlichem Cabrio-Bild wünschen sie allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr. 

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Prinz Andrews Sponsoren springen ab

Gerüchten zufolge soll der Herzog von York jährlich etwa 250.000 Pfund (etwa 290.000 Euro) von der Königin erhalten und durch einige Geschäftsabschlüsse und Sponsoren über die vergangenen Jahre gut Profit gemacht haben. Doch die Sponsoren laufen dem Herzog davon. Eine Quelle sagte, dass niemand Prinzessin Beatrice und Eugenie darunter leiden lassen will. In Hinsicht auf ihre royale Stellung und ihre Aufgaben wird sich für die Prinzessinnen nichts ändern. Lediglich die finanzielle Unterstützung ihres Vaters könnte in den kommenden Monaten auf Grenzen stoßen. 

Verwendete Quellen: Daily Mail, Daily Telegraph

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