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Prinz William Hör mal, Harry: Hier singt dein Bruder ein Loblied auf seine Kindheit

Prinz William spricht am 22. Mai 2021 in Edinburgh. 
Prinz William spricht am 22. Mai 2021 in Edinburgh. 
© Getty Images
Prinz William ist aus dienstlichen Gründen nach Schottland gereist und hält dort eine eindringliche und emotionale Rede, in der er auch auf sein Privatleben zu sprechen kommt. Was auffällt: Das Bild, das William zeichnet, ist ein ganz anderes als das seines Bruders.

Als Vertreter von Queen Elizabeth, 95, hält sich Prinz William, 38, vom 21. bis 27. Mai 2021 in Schottland auf. Der offizielle Grund: Als Lord High Commissioner nimmt er an der jährlich stattfindenden Generalversammlung der "Church of Scotland" teil. Williams inoffizieller Auftrag: die Unabhängigkeitsbestrebung Schottlands bremsen, damit das Land weiterhin Teil des Vereinigten Königreiches bleibt. Bei der Eröffnung der Generalversammlung der "Church of Scotland" am Samstag (22. Mai) hält er daher in Edinburgh eine emotionale Rede.

Prinz William schwärmt von seiner Kindheit

"Als ich aufgewachsen bin, habe ich gesehen, wie meine Großmutter jede Minute genießt, die sie hier verbringt, und mein Vater ist nie glücklicher als dann, wenn er zwischen den Hügeln spaziert", erzählt William und ergänzt, wie sehr er selbst Schottland liebe. Seine Kindheit sei voll mit Urlauben auf Schloss Balmoral gewesen. Er habe im Freien Spaß gehabt, sei in Seen geschwommen und habe – unter dem Kommando von Prinz Philip, †99 – mit seiner Familie gegrillt. 

Diese Schilderung stehen im starken Kontrast zu den jüngsten Äußerungen von Prinz Harry, 36. Im Podcast "Armchair Expert" und in der Doku-Serie "The Me You Can't See" hat er ein dunkles Bild seiner Kindheit gezeichnet. "Genetischer Schmerz" und "genetisches Leid" seien von Queen Elizabeth, 95, und Prinz Philip an Prinz Charles, 72, und von diesem an ihn und William weitergegeben worden.

Nach dem Tod von Prinzessin Diana, 36, habe man ihn, Harry, mit seinem Trauma alleine gelassen und ihm auch bei seinen Problemen mit dem Leben als Royal im Allgemeinen nicht geholfen. Kein einziges, nettes Wort verlor der Wahl-Amerikaner, der auch zuliebe seiner Kinder aus London weggezogen ist, in seinen Interviews über die Königsfamilie. 

Prinz Charles und Prinz Harry 

In Schottland fand der Prinz seine Herzogin

Außer Urlaubs- und Familienerinnerungen hat Schottland noch etwas Besonderes für Prinz William bereit gehalten: seine große Liebe. Von 2001 bis 2005 studierten er und die damalige Kate Middleton – zunächst als Kommilitonen, dann als Freunde und später als Liebespaar – an der St. Andrews University. "Natürlich hat die Stadt, in der Sie Ihre zukünftige Frau treffen, einen ganz besonderen Platz in Ihrem Herzen", bekennt Prinz William. Doch nicht nur wegen Herzogin Catherine, 39, sei die Zeit damals eine schöne gewesen. Man habe ihn in Ruhe gelassen, zeigt sich der Vater dreier Kinder dankbar, und ihm die Freiheit gegeben, ein normaler Student zu sein.

Werden es die Cambridge-Kids ihren Eltern gleichtun?

Die Begeisterung der Familie Windsor für das Land wollen William und Catherine gerne weitergeben. "George, Charlotte und Louis wissen bereits, wie sehr wir beide Schottland lieben, und sie beginnen, hier ihre eigenen schönen Erinnerungen aufzubauen." Wie bekannt ist, haben die Cambridges Queen Elizabeth in der Vergangenheit oft auf Schloss Balmoral besucht. Und nicht nur das: Prinz William und Herzogin Catherine haben ihr eigenes, kleines, geheimes Haus auf dem Gelände. "Wir haben keinen Zweifel daran", fährt William über seine Kinder fort, "dass sie aufwachsen und unsere Liebe und Verbindung zu Schottland, vom Hochland bis zum Zentralgürtel, von den Inseln bis zu den Grenzen, teilen werden."

Es gibt auch dunkle Erinnerungen

"Schottland ist eine Quelle einiger meiner glücklichsten Erinnerungen, aber auch meiner traurigsten", räumt die Nummer zwei der britischen Thronfolge in seiner Rede allerdings ein. "Ich war in Balmoral, als mir gesagt wurde, dass meine Mutter gestorben war. Noch immer unter Schock fand ich am selben Morgen Zuflucht im Gottesdienst von Crathie Kirk [einer Kirche], und in den darauf folgenden dunklen Tagen der Trauer Geborgenheit und Trost in der schottischen Natur. Infolgedessen wird die Verbindung, die ich zu Schottland fühle, für immer eine tiefe sein."

Verwendete Quelle: royal.uk

jre Gala


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