Prinz William kritisiert: "Kein Promi wollte mitmachen"

Psychisches Leiden und Kriegs-Traumata sind wichtige Themen, doch konnte Prinz William lange keinen Promi für seine Kampagne gewinnen

Prinz William, 36, befindet sich aktuell auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, wo er unter anderem den ehemaligen Vize-Präsidenten Al Gore, 70, traf. Bei einer Podiumsdiskussion äußerte er sich überrascht darüber, wie stark psychische Krankheiten in der öffentlichen Wahrnehmung noch immer tabuisiert werden.

Prinz William + Prinz Harry + Herzogin Cathrine: Gemeinsame "Heads Together"-Kampagne

Dabei bezieht er sich auf die "Heads Together"-Kampagne, die er mit seiner Frau, Herzogin Catherine, 37, und Bruder Prinz Harry ins Leben gerufen hatte. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen mit psychischen Leiden und Traumata zu helfen. Gleichzeitig möchte sie die damit verbundenen Stigmatisierungen aufbrechen, heißt es unter anderem bei "Express.co.uk". "Damals wollte sich uns kein Prominenter anschließen. Wir sind zu vielen namhaften Leuten gegangen, aber niemanden hat das interessiert. Das war vor drei Jahren!"

"Briten sind besonders schlecht darin, ihre Gefühle auszudrücken"

Er habe sogar eine Theorie, warum gerade seine Landsleute ein Problem damit haben, sich mit der wichtigen Thematik auseinanderzusetzen. "Briten sind besonders schlecht darin, ihre Gefühle auszudrücken", sagte er. Schuld daran sei die Kriegs-Generation, die das Schweigen darüber ihren Kindern weitergegeben habe. Obwohl viele Tabus noch immer vorherrschen, setze langsam ein Umdenken in der Gesellschaft ein. "Nachdem wir den Ball ins Rollen gebracht hatten, wandten sich nach und nach immer mehr Promis an uns, um ihre Unterstützung anzubieten. Mittlerweile ist es viel einfacher geworden, darüber zu sprechen."

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Prinz William über seelische Probleme

Prinz William habe in seiner Zeit als Militär-Rettungspilot selbst viele seelisch belastende Dinge mit ansehen müssen. Insbesondere ein Fall sei ihm extrem nahe gegangen, offenbarte er, ohne weiter ins Detail zu gehen. Ihm sei auch bewusst, dass er damals ohne Hilfe psychisch extrem hätte abrutschen können. Diese teils sehr traumatischen Erfahrungen haben ihn deshalb dazu veranlasst, selbst etwas dagegen zu unternehmen und besagte Kampagne zu gründen.

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