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Prinz William Terrorziel: Wie gefährlich ist sein neuer Job?

Prinz William
© Reuters
Mithilfe einer App soll es möglich sein, den Hubschrauber, den Prinz William fliegt, präzise zu verfolgen. Terroristen könnten das ausnutzen und ihn damit in große Gefahr bringen

Eine Sicherheitslücke könnte zur Gefahr für Prinz William werden: Wie die "Mail on Sunday" in ihrer Onlineausgabe berichtet, soll es mit einer App für etwas mehr als vier Euro möglich sein, jede Bewegung des Helikopters, den die Nummer zwei der britischen Thronfolge für die "East Anglian Air Ambulance" fliegt, zu verfolgen.

Prinz William auf den Spuren

Die britische Zeitung schreibt, man habe den Palast über dieses Sicherheitsrisiko informiert. Ihrer Einschätzung nach könnte die App Terroristen immerhin erlaubten, den Prinzen zu bedrohen und sogar abzuschießen. Denn man müsse nur die Registrierungsnummer eines Flugzeuges oder Helikopters eingeben und bekäme präzise Informationen über die Flugroute, Start- und Landekoordinaten. Die Journalisten hätten dies getestet, und mithilfe der App sei es unter anderem möglich gewesen, einen Fotografen zu einem Einsatzort des Prinzen zu schicken. Zur Illustration zeigte die Zeitung Bilder und Screenshots mit den Flugdaten, ein Bild des Helikopters im Landeanflug und schließlich Herzogin Catherines Mann im Einsatz, umgeben von seinen Ambulanz-Kollegen.

Kein Kommentar vom Palast

Weder der Palast noch die mit der Sicherheit der königlichen Familie betraute Abteilung der "Metropolitan Police" habe allerdings einen Kommentar zu der aufgedeckten und gemeldeten Sicherheitslücke abgeben wollen. Die Fluginformationen über Prinz Williams Hubschrauber seien auch nach der Alarmierung der Behörden weiter frei zugänglich gewesen. Andere Militärmaschinen und diplomatische Flüge, darunter die "Air Force One" von Präsident Barack Obama, dagegen seien aus Sicherheitsgründen eben nicht durch die App verfolgbar. Bei der "East Anglian Air Ambulance" handelt es sich allerdings um eine zivile Firma.

Ist der neue Job generell ein Risiko?

Diverse von der "Mail on Sunday" befragte Sicherheitsexperten äußerten sich besorgt über die aufgezeigten Möglichkeiten der Flieger-App. Es sei "Wahnsinn, die Flugdetails auf diese Weise offen auf einer Webseite" verfügbar zu haben, äußerte sich Ken Wharfe, der ehemals zu Prinzessin Dianas Bodyguard-Team gehörte. Es stelle sich außerdem die Frage, wie hoch das Sicherheitsrisiko für Prinz William bei seinem neuen Job sei. Wenn er Helikopter fliegen wolle, dann biete ein Stützpunkt der "Royal Air Force" ein sichereres Umfeld für den Queen-Enkel.

Prinz William trat seine erste reguläre Schicht bei der Luft-Ambulanz erst Mitte Juli an. Zuvor musste sich der 33-Jährige, der seine Fliegerlaufbahn als Pilot bei der "Royal Air Force" begonnen hatte, für den neuen Job als ziviler Luftretter ausbilden lassen. Aber schon in der Zeit bei den Streitkräften hatte Prinz Williams Tätigkeit für Schlagzeilen gesorgt: Als bekannt geworden war, dass er unter anderem Rettungseinsätze fliegt, war befürchtet worden, royale Fans könnten falsche Notrufe absetzen, um dem künftigen Thronfolger auf diese Weise einmal zu begegnen.

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