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Prinz William Als künftiger König muss er diese Herausforderung annehmen

Prinz William
© Getty Images
Prinz William ist der zweite in der britischen Thronfolge nach Prinz Charles. Es kann noch einige Jahre dauern, bis der 38-Jährige seinen Vater als König beerben wird. Doch schon jetzt lasten große Erwartungen auf seinen Schultern, insbesondere was seine Beziehung zu Prinz Harry betrifft.

Noch ist Prinz William, 38, kein direkter Anwärter auf den britischen Thron. Vor ihm wird zunächst sein Vater Prinz Charles, 71, die Nachfolge von Queen Elizabeth, 94, antreten. Dennoch muss sich der Herzog von Cambridge schon jetzt mit den Herausforderungen der unweigerlich kommenden großen Aufgabe auseinandersetzen. Dazu gehört die aktuell schwer erscheinende Aufgabe, seinen Bruder Prinz Harry, 36, wieder zurück in die Verantwortung als Royal zu bringen - und dabei seinen Prinzipien treu zu bleiben.

Prinz William soll sich wieder mit Prinz Harry versöhnen

Robert Lacey, 76, Autor des gerade erschienenen Buches "Battle of Brothers: William, Harry an the Inside Story of a Family in Tumult", nimmt an, "dass jeder eine Art der Versöhnung" zwischen den Brüdern will. Im Gespräch mit Katie Nicholl von "Vanity Fair" sagt er, dass es der größte Test für William sein würde, Prinz Harry wieder zu einem Teil der Institution zu machen. 

"Die Herausforderung für William besteht darin, dass er, obwohl er seinen Prinzipien treu bleibt, die Institution auch modernisieren kann, indem er seinen Bruder zu einem Teil davon macht. Das ist es, was jeder will, eine Art Versöhnung." 

Lacey ist der Ansicht, William habe die Haltung seiner Großmutter gegenüber seinem Bruder und Herzogin Meghan, 39, eingenommen. "Am Ende des Tages sahen wir eine Rücksichtslosigkeit der Königin hinsichtlich ihrer absoluten Weigerung, den Sussexes zu erlauben, das Wort 'Royal' für ihr neues Branding zu verwenden, und wir sehen die gleiche Rücksichtslosigkeit in William."

"Wäre das der Fall, wäre es das Ende"

Für den Autor steht offenbar jedoch schon jetzt fest, dass es "keine Chance" gebe, dass Harry und seine Frau jemals wieder vollständig nach Großbritannien zurückkehren oder "ihre amerikanische Basis verlassen" werden. Dennoch sollen in den kommenden Monaten Weichen gestellt werden, um einen endgültigen Bruch der Sussexes mit dem Königshaus zu vermeiden.

Lacey betont im Gespräch mit "Newsweek", dass die Kluft zwischen Prinz William und seinem Bruder bis zum Abschluss der 12-monatigen Beobachtung der neuen Arbeitsengagements von Harry und Meghan überwunden sein muss. Die Sussexes befinden sich seit April nunmehr in der Mitte einer Art Probezeit, nach deren Ablauf die Königin, Prinz Charles und William zusammenkommen werden, um deren Beziehung zur Monarchie zu überprüfen. 

Lacey vermutet, dass sich die vermeintliche Entfremdung zwischen William und Harry als irreparabel entpuppen würde, wenn der Ältere von seinem Bruder dessen früheren militärischen Titel als Generalkapitän der Royal Marines übernehmen würde. Bisher reine Mutmaßungen, wie der Autor zugibt: "Es gab Geschichten, dass er William zugewiesen wird. Wäre das der Fall, wäre das das Ende", so die dunkle Vorahnung. 

Dieser Schritt könnte die Beziehung zwischen den Brüdern erschüttern

"Entweder geht es in Richtung eines Kompromisses oder einer Versöhnung, oder es muss eine Pause geben," rät der Royal-Experte, und wünscht sich ein öffentliches Statement von Prinz William zu seiner aktuellen Beziehung zu Harry. Dieser ist seinem älteren Bruder in dieser Hinsicht mit einem in der Öffentlichkeit eher mit gemischten Gefühlen aufgenommenen Beispiel vorangegangen. Vor Kameras gesteht der 36-Jährige damals, die Brüder seien auf "anderen Wegen", aber er "liebte seinen Bruder immer noch sehr".

Für Prinz Harry ist es ein schwerer Schlag, als er nach seinem Rückzug als Senior Royal unvermittelt seine militärischen Ehren aufgeben muss. Dazu gehört der Rang des Generalkapitäns der Royal Marines. Der jüngste Sohn von Prinz Charles sei "am Boden zerstört" gewesen, heißt es. Nun brodeln die Gerüchte, sein Bruder William sei "angesprochen" worden, um diese Rolle zu übernehmen. Er sei "daran interessiert", die Ernennung anzunehmen. Ein Schritt, der die Beziehung zwischen den beiden Brüdern erneut erschüttern könnte. 

Prinz Harry hatte diesen Rang seit Dezember 2017 als Nachfolger seines Großvaters Prinz Philip, 99, inne. Sein höchster militärischer Titel, bevor er im vergangenen März  - nicht ganz freiwillig - von allen diesbezüglichen Pflichten zurücktritt. Er habe diesen Schritt "bedauert" und sich "dazu gezwungen" gefühlt, nachdem er von seinen royalen Verantwortungen zurückgetreten war, erklärt ein Insider gegenüber der "Sun".

Bei seinem letzten Auftritt vor britischen Militärangehörigen im Rahmen des Mountbatten Festival of Music in London bestätigt sich der Eindruck: "Ich bin so stolz darauf, als Kapitän der Royal Marines gedient zu haben und bin am Boden zerstört, dass ich zurücktreten muss", erklärt Harry. "Ich habe das Gefühl, ich lasse die Leute im Stich, aber ich hatte keine Wahl."

Nun könnte es an Prinz William liegen, eine Wahl zu treffen, zwischen seinem Pflichtgefühl als Thronfolger und der Liebe und innigen Verbundenheit zu seinem Bruder. Vielleicht bringt die ersehnte Annäherung nicht nur die Geschwister wieder näher zusammen, sondern auch Harry und Meghan wieder näher zur königlichen Familie. 

Verwendete Quellen:Daily Mail, The Sun, Express

ama Gala

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