Prinz William: Muss er wirklich einen Leibwächter mit zur Arbeit nehmen?

Ist das wirklich nötig? Prinz William, der Herzog von Cambridge, wird sogar während seiner Arbeit als Rettungspilot von einem Leibwächter begleitet

Prinz William fliegt den Hubschrauber mit seinem Team dahin, wo Menschen dringend Hilfe brauchen. Aber nicht nur sein Team, sondern auch ein Leibwächter des Prinzen fliegt offenbar immer mit.

Personenschützer getarnt als Sanitäter

Während mehreren Rettungsaktionen, an denen William teilnahm, wurde ein Mitglied der "Elite SO14 Royalty Protection Group" gesehen, gekleidet als Rettungsmitarbeiter, berichtet die britische Zeitung "The Mail on Sunday".

Der Bodyguard arbeitet, dem Blatt zufolge, schon seit mehreren Jahren für die Königsfamilie. Er würde nicht nur auf William aufpassen, sondern auch ab und zu mal bei der Arbeit helfen. Wie viel medizinisches Training der Sicherheitsbeamte hat, konnte der Buckingham Palast, die Metropolitan Polizei und die East Anglian Air Ambulance der Zeitung nicht sagen, aber normalerweise sind die Sicherheitsleute nur geübte Erste-Hilfe-Mitarbeiter.

Prinz William

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Als Lebensretter unerkannt

Ist er bei Rettungseinsätzen im Weg?

Eine typische Crew für Missionen besteht aus zwei Piloten, einem Arzt und einen Notfallsanitäter. Wie viel Sitzplätze es in dem Hubschrauber gibt, hängt von der Größe des Hubschraubers ab. Der ehemalige Leibwächter von Williams Mutter Prinzessin Diana, Ken Wharfe, fragt sich, ob die Anwesenheit des Personenschützers die Opfer nicht in Gefahr bringt.

"Ein Helikopter hat nur eine bestimmte Anzahl an Sitzplätzen. Die Frage ist, ob hier ein Rettungssanitäter an Board für einen Leibwächter geopfert werden musste", bedenkt Wharfe. "Und selbst wenn er nicht einem Sanitäter den Sitzplatz nimmt, so vielleicht den von einem Familienmitglied, das seinen kranken Verwandten begleiten wollen würde", kritisiert er weiter und hat auch schon eine Lösung parat: "Ich bin der Meinung, der Prinz sollte diesen Job gar nicht machen. Vom Sicherheitsaspekt betrachtet ist er viel zu riskant."

Prinz William bei der Arbeit

Verständliche Sicherheitsmaßnahme

Prinz William denkt allerdings nicht daran, als Rettungspilot zu kündigen. Die East Anglian Air Ambulance versicherte der britischen Zeitung zudem, dass der Leibwächter nicht den Platz eines Sanitäters einnehme. Dass eine prominente Persönlichkeit wie Prinz William ununterbrochen von Bodyguards beschützt wird - eine verständliche Sicherheitsmaßnahme. Die Vorfälle in Norwegen, wo die Mitglieder der Königsfamilie monatelang von einem Mann bedroht wurden, verdeutlichten wieder, dass auch die Royals einer großen Gefahr ausgesetzt sind und es nicht jeder gut mit ihnen meint.

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