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Prinz William Diese gefährlichen Sätze seines Bruders Prinz Harry haben viele überhört

Prinz Harry und Prinz William
© Getty Images
Die ganze Welt spricht über das Oprah-Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan. Die Themen Rassismus, Mental Health und Megxit stehen dabei im Fokus. Schwerwiegende Sätze von Prinz Harry zu einer anderen Angelegenheit gehen dabei nahezu unter.

Dem Wort "König" liegt ein Zauber inne. Macht, Reichtum, Schönheit, Ansehen und Ehre – das ist der Stoff, aus dem die Träume sind. Mit nur 18 Wörtern reißt Prinz Harry, 36, diese glänzende Fassade im Oprah-Interview ein –und bringt das scheinbar trostlose Gerippe zum Vorschein: "Mein Vater und mein Bruder sind gefangen. Sie dürfen nicht gehen. Und dafür tun sie mir sehr leid."

Harrys Message scheint klar. Für das Royal-Sein muss man einen hohen Preis bezahlen: die persönliche Freiheit.

"Ich habe das Leben genossen, weil ich auf Fotos lächle und Leuten die Hand schüttle?“, fragt er und stellt desillusioniert fest: "Das ist ein Teil Jobs. Das ist Teil der Rolle. Das ist, was erwartet wird. Egal, wer man in der Familie ist. Egal, was im Privatleben vor sich geht. Egal, was gerade passiert ist. Wenn die Motorräder vorfahren und der Wagen vorfährt, muss man sich anziehen, einsteigen, die Tränen wegwischen, abschütteln, woran auch immer man gerade gedacht hat, und in Bestform sein."

Prinz Harry entzaubert die Monarchie

Als Nummer sechs der Thronfolge ist es Harry durch den Megxit gelungen, seine Zukunft in die eigene Hand zu nehmen. Prinz William bleibt diese Möglichkeit verwehrt. Träte er aus dem Königshaus zurück, würde er  eine Staatskrise auslösen – und zwar die größte seit Dezember 1936, als sich die Abdankung von König Edward VIII. ereignete.

In einem Clip, der einen Tag nach dem Oprah-Interview als Bonusmaterial auf dem Sender CBS gezeigt wird, erklärt Harry: "Mein Bruder kann das System nicht verlassen, aber ich habe es." Oprah fragt nach: "Will er [das System verlassen]?" Harry bleibt vage: "Ich weiß es nicht. Ich kann nicht für ihn sprechen, aber mit dieser Beziehung und dieser Kontrolle der britischen Boulevardzeitungen ... Es ist eine giftige Umgebung."

Damit begibt sich Prinz Harry auf gefährliches Terrain. Für das Image der Monarchie ist es ungemein wichtig, dass der König seinem auferlegten Schicksal mit Freude, Stolz, Ehrfurcht, Hingabe und Demut begegnet. Dass er sein Privileg zu schätzen und zu nutzen weiß. Dem Vereinigten Königreich als starkes Staatsoberhaupt vorsteht, und zwar aus Überzeugung. Einen König, der nur aus reinem Pflichtgefühl herrscht, nimmt der Monarchie nicht nur ihren Zauber, sondern auch ihre Legitimation. Denn wenn alle Royals so unglücklich sind im goldenen Käfig, warum wird er dann nicht einfach zugunsten einer Republik abgeschafft?
Prinz William 

Prinzessin Diana stellte Prinz Charles‘ Eignung als König infrage

Das Oprah-Interview ist nicht das erste Mal, dass Prinz Harry von der Bürde spricht, ein Royal zu sein. 2017 sagte er in einem Interview für das US-Magazin "Newsweek": "Gibt es jemanden aus der königlichen Familie, der König oder Königin werden will? Ich glaube nicht. Aber wir werden unsere Pflichten zur richtigen Zeit erfüllen." 

Seine Worte – damals wie heute – erinnern an jene, die Prinzessin Diana 1995 in ihrem legendären "Panorama"-Interview sagte – und über die Queen Elizabeth entsetzt gewesen sein soll. Ob sie glaube, dass Prinz Charles König sein wolle, fragte Journalist Martin Bashir. Diana antwortete: "Der Prinz von Wales zu sein bringt jetzt mehr Freiheit, und König zu sein wäre ein bisschen erstickender. Und weil ich den Charakter [von Charles] kenne, denke ich, dass der Top-Job, wie ich ihn nenne, ihm enorme Einschränkungen bringen würde. Ich weiß nicht, ob er sich darauf einstellen könnte."

Als hochrangiges Mitglied der Königsfamilie öffentlich die Kompetenz des künftigen Königs anzuzweifeln – ein absolutes No-Go. Und so werden Prinz Charles, 72, und Prinz William, 38, nicht erfreut darüber sein, dass Prinz Harry sie öffentlich dafür bemitleidet, ihr Schicksal angenommen zu haben und ihre Hingabe für das Amt in Abrede stellt. 

Prinz William fühlt sich nicht gefangen

Öffentlich schweigt Prinz William zu den Kommentaren seines Bruders, so will es die Palast-Regel Nummer eins "Beschwere dich nie, erkläre dich nie." Ein Freund des 38-Jährigen stellt unterdessen im "Sunday Times Magazine" klar: "Es gibt einen Weg, der für William festgelegt ist. Er ist in dieser Hinsicht, in Bezug auf Pflicht und Dienst am Volk, der Enkel seiner Großmutter."

Verwendete Quelle:eigene Recherche

jre


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