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Prinz William + Prinz Charles Kritik an Wildtier-Botschaft

Prinz William und Prinz Charles haben sich in einer Videobotschaft gegen die Wilderei ausgesprochen. Kurz zuvor waren Prinz William und Prinz Harry jagen - wofür sie nun scharf kritisiert werden

"Let's unite for Wildlife" - auf Deutsch etwa: "Lasst uns zusammen für die wilden Tiere kämpfen!"-, so lautet die Botschaft, die Prinz William und Prinz Charles am Samstag (8. Februar) per Videoansprache in die Welt streuten. In dem Video machen sich die britischen Thronfolger gegen Wilderei, die besonders in Afrika und Asien um sich greift, stark. Eigentlich eine unterstützenswerte Angelegenheit - doch britische Medien kritisierten die Prinzen scharf für den Zeitpunkt der Veröffentlichung ihrer Botschaft. Wie "theguardian.com" berichtet, waren Prinz William und Prinz Harry erst am Freitag, also einen Tag vorher, gemeinsam in Spanien, um dort Rot- und Schwarzwild zu jagen.

Man wolle das Hobby der Prinzen in keinster Weise auf eine Stufe mit illegaler Wilderei stellen, "aber viele Menschen werden davon irritiert sein, dass er sich so einen unpassenden Zeitpunkt für die Botschaft ausgesucht hat", zitiert der Bericht den "BBC"-Hofkorrespondenten Nicholas Witchell. Ein Hofsprecher beeilte sich daraufhin, Prinz WIlliams Ruf wiederherzustellen: "Der Herzog von Cambridge setzt sich seit Jahren mit Leidenschaft für bedrohte Wildtierarten ein und hat immer wieder in verschiedenen Kampagnen dazu aufgerufen, die Wilderei auf Nashorn-Horn und Elfenbein zu stoppen", sagte er zu "theguardian.com".

Die Videobotschaft sollte eine Woche voller Aktionen für den Schutz von Wildtieren einläuten, berichtet "theguardian.com" weiter. Am Mittwoch (12. Februar) wird Prinz William, der Schirmherr der Wildtier-Stiftung "Tusk Trust" ist, das "United for Wildlife Symposium" in der Zoologischen Gesellschaft in London besuchen, am Abend geht es für ihn weiter zu einer Gala im "National History Museum". Prinz Charles wird am Donnerstag im Rahmen der "London Conference" zum Thema Wilderei sprechen.

Diese habe in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, erklärt Prinz Charles, der den Vorsitz der britischen Abteilung des Wildtier-Verbands "WWF" innehat, in der Videobotschaft, die laut "bbc.co.uk" schon im November 2013 aufgenommen wurde. Vor allem Elefanten, Nashörner und Tiger seien in Gefahr. "Wir müssen nicht nur die bedrohten Arten schützen, sondern auch die ökonomische und politische Stabilität in den jeweiligen Ländern bewahren", gibt er zu bedenken. Außerdem macht er darauf aufmerksam, dass die Wildererbanden immer schwerer bewaffnet seien, die Parkwächter hätten keine Chance, gegen sie vorzugehen - "viele von ihnen starben sogar bei ihrem tapferen Einsatz für die Wildtiere", sagt er, sichtlich entrüstet.

Prinz William hat ein noch persönlicheres Anliegen: "Ich bin seit diesem Jahr noch fester entschlossen, die Ressourcen der Erde zu schützen, um die Natur nicht nur für meinen Sohn, sondern für alle Kinder seiner Generation zu erhalten", erklärt er in dem Video. Prinz George solle Afrika als so Atem beraubend erleben können, wie es ihm selbst als Kind möglich gewesen sei.

Am Schluss ihrer Botschaft sagten die beiden den Satz "Let's unite for Wildlife" auf - in sechs verschiedenen Sprachen, Englisch mit eingerechnet. Prinz Charles versuchte sich in Arabisch, Spanisch und Mandarin, Prinz William sagte die Worte auf Vietnamesisch und Suaheli.

dlö

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