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Prinz William + Kate Weg frei für eine Königin

Auch eine Hochzeitsvorbereitung: In England wird eine Gesetzesänderung diskutiert, die es auch einer Tochter von William und Kate erlauben würde, den Thron zu bestiegen

Auch britische Politiker bereiten sich schon auf die Hochzeit von Prinz William und seiner Verlobten Kate Middleton am 29. April in London vor. Ihre Planungen gehen allerdings etwas weiter in die Zukunft - es geht um die Nachfolgeregelung. Das berichtete die englische Tageszeitung "The Telegraph". Minister der Regierungskoalition und Politiker aus den Commonwealth-Ländern sprechen derzeit über eine mögliche Änderung am "Act of Settlement". Dieses Gesetz regelt seit 1701 die protestantische Thronfolge in England und besagt bisher, dass männliche Kinder im britischen Königshaus die Thronfolge dominieren. Sollten Kate und William also zuerst eine Tochter bekommen und später einen Sohn, so wäre dennoch der Sohn der nächste Thronanwärter nach seinem Vater William. Eine heute als altmodisch betrachtete Regelung.

Die Koalition soll nun Wege erwägen, dieses diskriminierende Gesetz auf die Höhe der Zeit zu bringen. Allerdings ist die Situation in Großbritannien etwas schwieriger als anderswo: Hier müssten nämlich nach "Telegraph"-Angaben auch in allen 15 Commonwealth-Staaten, in denen die britische Königin offizielles Staatsoberhaupt ist, die Rechtslage angepasst werden.

Am Montag (17. Januar) soll ein Labour-Parlamentsmitglied einen Antrag ins Parlament eingebracht haben, die Nachfolgeregelungen zu verändern. Im Mai soll darüber gesprochen werden.

Die neue Regelung wird jedenfalls kein Schnellschuss werden. Schon als Gordon Brown noch Premierminister des Landes war, wurde an einem überarbeiteten "Act of Settlement", der übrigens auch Katholiken ausschließt, gearbeitet. Die Diskussion um den Vorrang männlicher Nachkommen kam im Jahr 2007 auf, als die Gräfin von Wessex, Sophie, einen Sohn zur Welt brachte, der in der Thronfolge vor seiner älteren Schwester steht.

Premierminister David Cameron soll angeblich bei einem Commenwealth-Gipfel im Herbst das Thema mit den Commonwealth-Ländern erörtern wollen. Die Veränderung des Gesetzes wird vermutlich Jahre in Anspruch nehmen. Mal sehen, ob die Familiengründung von Kate und William so lange warten kann.

cfu

gala.de


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