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Prinz William + Herzogin Catherine Ihre Karibikreise soll das Commonwealth stärken

Prinz William und Herzogin Catherine
© Neil Mockford / Getty Images
In wenigen Wochen werden Prinz William und Herzogin Catherine in die Karibik reisen. Was sich zunächst wie eine traumhafte Auszeit von königlichen Pflichten anhört, ist alles andere als das. Das Paar soll im Auftrag der Krone die Monarchie vor Ort stärken.

Ende März werden Prinz William, 39, und Herzogin Catherine, 40, in Belize, auf Jamaika und den Bahamas Überzeugungsarbeit leisten müssen. Die Cambridges unternehmen eine Arbeitsreise unter traumhaften Bedingungen, sollte man meinen. Doch ihr Besuch der Mitgliedsstaaten des Commonwealth erfordert Überzeugungskraft und eine gute Dosis Charme. Es gilt im Jahr des Platinjubiläums von Queen Elizabeth, 95, Risse zu kitten und Abkapselungen zu verhindern.

Prinz William + Herzogin Catherine: Charmeoffensive für den Verbleib im Commonwealth?

Zuletzt hatte sich Barbados von der britischen Krone abgewandt, um zu einer Republik zu werden. Weitere Karibikstaaten könnten sich ein Beispiel daran nehmen und dem Staat in die Unabhängigkeit folgen. William und Catherine sollen vermutlich mit ihrem Besuch Brücken bauen und überzeugend die Vorteile eines Verbleibs im Commonwealth vermitteln. Insbesondere die Herzogin von Cambridge wird offenbar von Palastinsidern als Trumpf der Monarchie gehandelt. Doch ob ihre einnehmende Art dieses Mal zünden wird, bleibt fraglich.  

Jamaika und Belize wollen Republik werden

Vornehmlich ein Staat will sich zeitnah ein Beispiel an Barbados nehmen. "Es steht außer Frage, dass Jamaika eine Republik werden muss“, erklärte Premierminister Andrew Holness, 49, nur wenige Tage nach der offiziellen Zeremonie zur Feier der Unabhängigkeit des rund 2000 Kilometer entfernten Inselstaates im November 2021, bei der übrigens auch Prinz Charles, 73, anwesend war. Ein mutmaßlich schmerzhafter Moment für den Thronfolger. 

Nun soll es also sein ältester Sohn mit seiner Frau richten. Ein Hoffnungsschimmer, von dem sich die Monarchie Strahlkraft erhofft. Der Zerfall des Commonwealth schreitet voran. Trinidad und Tobago, Guyana und Dominica haben bereits eigene Staatsoberhäupter. Nun droht der Verlust Jamaikas und weiterer Mitglieder. "Wir müssen herausfinden, was am besten zu Belize passt", erklärte John Briceno, der Premierminister des Staates ebenfalls im vergangenen Jahr. Die Unabhängigkeit der Barbadier hat enorme Wellen geschlagen. Die britische Krone als tonangebende Macht könnte ins Wanken geraten.  

Herzogin Catherine und Prinz William

Prinz Harry gewann 2012 die Herzen

Zuletzt ließ Prinz Harry, 37, seinen Charme in der Karibik spielen. Anlässlich des diamantenen Thronjubiläums seiner Großmutter besuchte er 2012 ebenfalls schon einmal Belize, die Bahamas und Jamaika. Ein Besuch, der in guter Erinnerung blieb. Der jüngste Spross des Thronfolgers zeigte sich nahbar und war für jeden Spaß zu haben. Er feierte mit den Bewohner:innen eine bunte Straßenparty, kostete den schmackhaften örtlichen Rum oder rannte mit dem jamaikanischen Sprinter Usain Bolt, 35, um die Wette. Der perfekte Weg, um Herzen zu gewinnen. 

William und Catherine werden auf ihre Weise ihre Mission erfüllen. Eine Pflicht, die zunächst in einer völlig harmlos wirkenden Verpackung daherkommt. "Der Fokus liegt auf dem Platinumjubiläum und der Zweck der Tour ist es, den Menschen in jedem Land für die Unterstützung zu danken, die sie der Queen gezeigt haben", so eine Quelle aus Palastkreisen. In einem offiziellen Statement betont der Hof: "Die Frage des jamaikanischen Staatsoberhauptes ist vollständig eine Angelegenheit für die jamaikanische Regierung und das jamaikanische Volk." Eine Ansicht, die die Cambridges offiziell teilen. Auch sie seien der Meinung, Jamaika müsse über seine Zukunft selbständig entscheiden, heißt es.

Wird der Buckingham Palast nervös?

Dass dennoch ein wenig Nervosität hinsichtlich einer Abkapselung der betroffenen Länder hinter dem Besuch stecken könnte, zeigt wiederum der damals doch sehr spontan wirkende Besuch des heutigen Herzogs von Sussex in den betroffenen Staaten. In ihrer Antrittsrede im Jahr 2012 erklärte die damalige Premierministerin Portia Simpson-Miller, 76, die Queen als Staatsoberhaupt absetzen zu wollen. "Ich liebe die Königin, sie ist eine wunderschöne Frau", schmeichelte sie zunächst, um dann der Monarchie einen entscheidenden Schock zu versetzen. "Aber ich denke, die Zeit ist gekommen." Nur kurze Zeit später schickte das britische Außenministerium Prinz Harry auf die Reise.

Queen Elizabeth und Prinz Charles

Auch für William und Catherine heißt es nun, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Belize, Jamaika, die Bahamas, Antigua und Barbuda, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie St. Kitts und Nevis sind noch Teil des Commonwealth. Ob sie es bis zu einer Inthronisation des künftigen Thronfolgerpaares noch sein werden, könnte nun in dessen Hand liegen.   

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk

ama Gala


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