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Herzogin Catherine + Prinz William Das sind ihre Erziehungsregeln für George, Charlotte und Louis

Herzogin Catherine und Prinz William sind zwar royal, doch die Art ihrer Kindererziehung ist herrlich normal. Im Video bekommen Sie einen Einblick, wie Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis in London aufwachsen
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Royal und doch total normal: Prinz William und Herzogin Catherine legen bei ihren drei Kindern Wert auf eine bodenständige Erziehung - und das in allen Bereichen des Alltages.

Gar nicht abgehoben ist der Erziehungsstil von Herzogin Catherine, 38, und Prinz William, 38, für ihre Kinder Prinz George, sechs, Prinzessin Charlotte, fünf, und Prinz Louis, zwei. Die drei sollen eine normale Kindheit haben – royaler Status hin oder her.

Die wichtigsten Grundregeln der Cambridges für ihre Dreierbande: Nicht schreien, kein Fernsehen schauen vor dem Abendessen und nicht schlecht gelaunt ins Bett gehen. 

Herzogin Catherine & Prinz William setzen auf Diskussion statt lautstarkem Streit

Insbesondere lautstarke Auseinandersetzungen stehen auf der "Not-to-do"-Liste der Royals. Im Gespräch mit "Fabulous Digital" verrät ein Insider, dass "Schreien für die Kinder zu jeder Zeit absolut verboten ist." Kate und William ermuntern sie offenbar stattdessen dazu, konstruktiv über die Dinge zu diskutieren, die sie stören. "Die Kinder werden ermutigt, über ihre Gefühle zu sprechen", und das tun sie offenbar auf einem eigens dafür vorgesehen "Rede-Sofa". Hört sich irgendwie netter an als die in dem deutschen TV-Format "Die Supernanny" lange propagierte "Stille Treppe".  

Die kleinen Royals bewegen übrigens all die Dinge, die auch andere Gleichaltrige erleben: die Angst vor bestimmten Schulfächern, Herausforderungen bei ihren vielen sportlichen Aktivitäten oder das Leid von Kindern überall in der Welt, was sie vielleicht zufällig einmal beim eigentlich nicht wirklich erwünschten Blick in den Fernseher mitbekommen.    

Auch die Eltern haben sich vorgenommen, im Umgang mit ihrer Rasselbande nicht laut zu werden. "Es steht außer Frage, dass ein Elternteil später 'Nein' und der andere 'Ja' sagt, da Kate und William ihren Kindern eine einheitliche elterliche Front präsentieren wollen", berichtet die ungenannte Quelle.

Emotionales Coaching

Ihre Erziehungsmethode nennen Kate und William übrigens "emotionales Coaching". Der Insider erklärt: "Das Bewusstsein für andere, die weniger Glück haben als sie selbst, die körperliche und geistige Gesundheit und das Einschlafen in einem ruhigen, glücklichen Haus sind für sie alle so wichtig." 

Kein TV vor dem Abendbrot

Auch in den Monaten der Selbstisolation während der Coronakrise haben die Cambridges strukturierte Tagesrituale für George, Charlotte und Louis etablieren können. Bis nach dem gemeinsamen frühen Abendessen hat die Glotze überwiegend Sendepause. "Der Fernseher ist nicht den ganzen Tag eingeschaltet und die Programme müssen von den Eltern genehmigt werden." 

Keiner geht wütend ins Bett

Einer der wohl wichtigsten Vorsätze im Hause Cambridge: Die Kinder sollen nie wütend ins Bett gehen. Ein kluger und folgerichtiger Aspekt, bedenkt man, dass für William und Kate das Themenfeld der psychischen Gesundheit aktuell einen Schwerpunkt innerhalb ihres royalen Engagements ausmacht. 

Ab ins Grüne!

"Zeit zusammen zu verbringen ist ein so wichtiger Aspekt des Familienlebens und für mich als Mutter sind es die einfachen Familienmomente wie draußen zusammen zu spielen, die ich schätze", schrieb Kate im Mai 2018 in einem offenen Brief anlässlich der Children's Hospice Week im Mai 2018. Das zeigt sich bei einem Familienausflug der Cambridges einige Wochen später: Am 10. Juni begleiten Kate, Charlotte und George Papa William zu einem Polo-Turnier ins 170 Kilometer entfernte Gloucestershire. Unbefangen und frei rennen die Mini-Royals auf dem Gelände umher, spielen mit ihren Cousinen Isla, acht, und Savannah Philipps, neun. Mama Kate sitzt entspannt im Gras. Herrlich normal statt royal! 

Kinderfilme auf dem iPad

In einem Interview mit "Radio 1“ verriet Prinz William, dass im Hause Cambridge das iPad ein beliebtes Mittel ist, um den Nachwuchs zu beschäftigen und ruhig zu halten. Besonders auf längeren Flügen. Die ganze Familie schaue dann Kinderprogramme und Klein-George sei ein großer Fan von "Fireman Sam“, wie viele seine Altersgenossen in England. Prinz William erzählte, man müsse dem Programm rund um den Feuerwehrmann und seine Freunde aufmerksam folgen, denn sein Sohn werde sauer, wenn man den Charakteren nicht die nötige Aufmerksamkeit schenke.

Basteln und Backen übernimmt Mama Catherine

Herzogin Catherine übernimmt die kreative Seite bei der Erziehung. Mit einem Abschluss in Kunstgeschichte ist sie prädestiniert für alles Künstlerische und bastelt fleißig mit ihren beiden Kindern. Herausgekommen sollen sogar schon mal Dinge sein, die an Urgroßmutter Queen Elizabeth, 94, geschenkt wurden.

Backen gehört, das erzählte die emsige zweifache Mutter 2016 bei einem Termin, ebenfalls zu den Vergnügungen, die sie gemeinsam machen. Obwohl es schon mal in einem ziemlichen Chaos aus Schokolade und Sirup endet … Das gilt auch fürs Pizzabacken. "Ich habe das mit George und Charlotte gemacht - Pizzateig. Sie lieben es, weil sie sich die Hände schmutzig machen können", erzählte Kate bei einem Termin im März 2018.

Mit Prinz George ins Museum

Eine weitere Freizeitbeschäftigung für Prinz George und seine Schwester Prinzessin Charlotte sind Besuche im Museum. Das Museum für Naturgeschichte in London hat in George einen Mini-Fan, der – das vertraute Kate einem Gast bei einem offiziellen Besuch 2016 an – vor allem die dreidimensionalen Skulpturen toll findet. Museumsausflüge gehören regelmäßig dazu, wenn die Cambridges was mit den Kids unternehmen. 

... und in die Fantasiewelt 

Offenbar mag der kleine Prinz aber auch das, was viele andere Jungs in seinem Alter mögen: Räuber und Gendarm spielen. Beim dem Ausflug mit Mama Kate und Schwester Charlotte zum Polo-Turnier von William sah man George im Juni 2018 mit einer Spielzeugpistole. Dafür gab es im Internet sogar Kritik. Doch Kate lässt den Kindern ihre Freiheit und ist nicht allzu streng. Perfekt wie ein Uhrwerk funktionieren - das ist das Letzte, was Kate von ihnen erwartet. 

Normaler Schulalltag 

Kate möchte laut "Hello", dass George und Charlotte normale Schulerfahrung sammeln, so wie sie selbst auch als Schülerin. Das bedeutet, dass sie und William - trotz zahlreicher Palast-Mitarbeiter und einer Nanny - die Kleinen so oft wie möglich in den Kindergarten und die Vorschule bringen und von dort auch wieder abholen. 

Immer in Aktion - auch mit Haustieren

Sportliche Aktivitäten kommen ebenfalls nicht zu kurz. Wie sollte es anders sein, Reiten steht schon auf dem Terminplan von Prinzessin Charlotte und Prinz George mag, das erzählte sein Vater einmal, Fußball und Fechten. Im Garten ihrer Londoner Residenz ist genug Platz für vieles, nur Ponys fehlen eigentlich, denn die wohnen woanders. Dafür begleitet Hund Lupo George schon seit seiner Geburt. Und Prinzessin Charlotte soll einen Hamster namens Marvin haben.

Nicht zu viel Öffentlichkeit

George, Charlotte und Louis müssen, bei aller Normalität daheim, lernen, dass sie immer im Mittelpunkt des Interesses stehen werden. Die Öffentlichkeit ist auf die niedlichen Queen-Urenkel einfach neugierig und würde ihnen gerne immer folgen können. Dem haben Prinz William und seine Frau einen Riegel vorgeschoben.

Mehrfach bekamen aufdringliche Fotografen, die beispielsweise George und seine Nanny zum Schwimmen verfolgen wollten, Post vom königlichen Anwalt. Fotos aus der Kindergarten gibt es nicht: Mama Kate schoss von beiden Kindern jeweils Fotos an ihrem ersten Tag, mehr gibt es nicht zu sehen.

Wenn das Herzogspaar nicht mit königlichen Pflichten beschäftigt ist, dann werden die Kinder von ihnen persönlich zum Kindergarten gebracht und wieder abgeholt. Wie in jeder normalen britischen Familie.

Royale Traditionen modernisiert

George, Charlotte und Louis sind, im Vergleicht zu Gleichaltrigen, immer ein wenig altmodischer angezogen, wenn sie in der Öffentlichkeit erscheinen. Und sicherlich ist es nicht typisch, dass sie in ihrem Alter schon Auslandreisen unternehmen und dabei Hände schütteln und Blümchen überreicht bekommen.

Für Prinz William war es aber selbstverständlich, dass er sich in den ersten Wochen nach Prinz Georges Geburt eine Art Eltern-Auszeit nahm und ganz für Freu und Kind da war. In dieser Zeit hatten er und Ehefrau Kate noch keine Nanny, Oma Carole Middleton, 65, half mit. Erst später kam Nanny Maria Borrallo eine externe Kraft dazu, die seither zum Haushalt gehört und immer dann einspringt, wenn die Eltern verhindert sind. Bei Baby Prinz Louis ging es allerdings  es im Frühjahr 2018 sofort mit den royalen Pflichten weiter, wohl auch, weil Prinz Harry in den Hochzeitsvorbereitungen steckte und Großvater Prinz Philip inzwischen in Rente gegangen war.
Elternauszeit war früher in royalen Kreisen nicht üblich: Da blieben die kleinen Prinzen und Prinzessinnen überwiegend bei ihren Nannys, sogar dann, wenn die Eltern auf Reisen gingen. Aber die Generation von Prinz William oder auch Prinz Daniel, 46, in Schweden verbindet royale Traditionen und moderne Erziehungsansätze anders miteinander.

Verwendete Quellen: Mirror, Daily Mail

kdi / ama Gala

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