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Prinz William + Herzogin Catherine Es wird wieder abgerechnet

Prinz William + Herzogin Catherine
© Getty Images
Anfang 2016 wurden Prinz William, Herzogin Catherine und auch Prinz Harry kritisiert, weil sie zu wenig Termine absolviert hätten. Zum Jahresende ist Zeit für eine Abschlussbilanz. Welcher Royal hat wie viel gearbeitet?

Die Kritik war von allen Seiten gekommen: Über Monate hinweg wurde in England vor allem Prinz Williams und Herzogin Catherines Terminpensum im Namen der Krone hinterfragt. Einmal im Jahr nämlich wird (innoffiziell) Bilanz gezogen und dann lesen die Briten, welcher Royal wie oft unterwegs war, wie viele Termine und Reisen absolviert hat.

Dabei fiel die Bilanz für 2015 für William und Kate mager aus und brachte die Kritiker auf den Plan, die in der Folge außerdem recherchierten, wie oft der Queen-Enkel tatsächlich in seinem Job als Pilot bei einer Luftrettungs-Ambulanz im Einsatz ist. Herzogin Catherine verzieh man knapp die wenigen Auftritte 2015, immerhin war sie im Mai zum zweiten Mal Mutter geworden und hatte insofern eine Art Mutterschaftsurlaub.

Neues Jahr, neue Bilanz

Die britische Tageszeitung "Daily Express" zog im Sommer dann - Monate nach den kritischen Schlagzeilen - eine Zwischenbilanz für 2016. Und die fiel durchaus positiver aus als die des Vorjahres. Prinz William absolvierte demnach in den ersten Monaten von 2015 68 Terminen, 89 waren es 2016, was eine Verbesserung von 30 Prozent ist. Dazu arbeitet er, das darf man nicht vergessen bei aller Statistik, noch in seinen Hauptjob als Rettungsflieger, wenn auch nicht in Vollzeit …

Kate holt auf

Sein Bruder Prinz Harry machte es noch besser und erhöhte seine Termine von 54 auf 85. Herzogin Catherine hatte trotz Schwangerschaft in den ersten sieben Monaten von 2015 immerhin 27 offizielle Termine. 2016 waren es schon deutlich mehr, nämlich 69 an der Zahl.

Die jüngere Generation der Royals übernimmt zwar mehr und mehr Termine, aber an die Zahlen der Queen und von Prinz Philip kommen sie noch nicht ran.
Die jüngere Generation der Royals übernimmt zwar mehr und mehr Termine, aber an die Zahlen der Queen und von Prinz Philip kommen sie noch nicht ran.
© Getty Images

Unangefochten an der Spitze

Trotz dieser Steigerungen kam das royale Trio in der Zwischenbilanz aber nicht an die Zahlen von Queen Elizabeth und Prinz Philip heran. Die 90-jährige Königin hatte im Sommer bereits 211 Events auf dem Terminkalender, davon etwa 68 Prozent in ihrer Residenz. Der 95-jährige Prinzgemahl absolvierte bis dato 130 Termine. Ganz eifrig war wieder einmal Prinz Charles, der 333 offiziellen Terminen wahrgenommen hatte.

Seit langem übernimmt der Thronfolger mehr und mehr Termine für die Queen, die ihre Reiseaktivitäten vor allem ins Ausland stark reduziert hat. Als Staatsoberhaupt allerdings hat sie Verpflichtungen, Audienzen und Empfänge, die ihr niemand abnehmen kann. Selbst wenn William, Kate, Harry oder Charles es wollten.

Joe Little, Redakteur der Zeitschrift "Majesty", sagte dem "Daily Express" über die drei jugendlichen Royals: "Sie sind in einer verzwickten Situation, in der sie nicht zu viel in der Öffentlichkeit machen wollen, um ihren Vater [Prinz Charles, d. Red.] und ihre Stiefmutter [Herzogin Camilla, d. Red.] nicht in den Schatten zu stellen."

Die Queen hat das Zepter in der Hand

Ob er damit tatsächlich richtig liegt, ist die Frage. Denn bei Familie Windsor sind die Rollen ganz klar verteilt und die Queen ist die Chefin der Familienfirma und hat das Zepter nach wie vor fest in der Hand. Ihr Nachfolger Charles kommt an zweiter Stelle und erst danach folgt William.

Herzogin Camilla absolviert eine Vielzahl von Terminen, die tatsächlich in der Regel weniger Beachtung finden, als die Auftritte von Herzogin Catherine, deren Engagements in Sachen Schirmherrschaften und Wohltätigkeitsorganisationen bisher noch recht überschaubar ist. Doch hierbei gilt genauso: Die Queen und Prinz Philip sind mit der Zahl ihrer Engagements die Vorreiter, die übernächste Generation von William und Kate muss erst Stück für Stück in ihre Fußstapfen treten.

Update 30. Dezember 2016 - Die Jahresendabrechnung

Was sich bereits nach dem Halbjahresfazit angekündigt hatte, trat am Jahresende tatsächlich ein. Die älteren Royals bei den Windsors hängten die jüngeren in punkto Termine und Arbeitstage erneut deutlich ab. Fleißigster war laut der von Tim O’Donovan aufgestellten und in diversen britischen Medien abgedruckten Liste Prinz Charles. 530 Termine, darunter Besuche im In- und Ausland, Meetings, Investituren, Bankette und Lunches stehen für ihn zu Buche. Ihm dicht auf den Fersen ist Prinzessin Anne mit 509.

Für die Herzogin von Cambridge finden sich in der Liste 140 Termine, für den Herzog 188 und für Prinz Harry 152. Zusammen haben die drei jungen Royals also weniger getan als Prinzessin Anne oder Prinz Charles alleine. Das Familienoberhaupt, die Queen, kommt auf 332 Termine.

Royale Arbeitstage 2016

Umgerechnet auf Tage bedeutet das laut "Dailymail", dass die mittlere Generation der Royals (Charles, Anne, Andrew, Edward) 2016 fast doppelt so viele Tage mit royalen Terminen absolvierten als die jüngere Generation. Harry, William und Kate kamen demnach auf durchschnittlich 76 Tage. Zum Vergleich: Bei Prinz Philip, 95, wurden 110 notiert.

Tatsächlich übertraf aber Prinz Harry in einem Punkt alle: Er absolvierte laut "Telegraph" in 2016 die meisten Meilen für die Krone.

Karen Diehn mit Material von Danapress Gala


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