Prinz Philip: Seine vergessene "Stiefmutter" nahm ihm sein Erbe

Prinz Philip hatte eine unruhige Kindheit. Schuld daran trägt vor allem seine "Stiefmutter", die den Prinzgemahl auch um sein Erbe gebracht hat

Prinz Philips, 98, sogenannte "Stiefmutter" starb im Alter von 83 Jahren in einem Krankenhaus in Nordfrankreich. Ihr Tod blieb fast unbemerkt und ihre Grabstätte ist bis heute ein Rätsel.

Prinz Philip: Für Andrée Godard hat sein Vater die Familie verlassen 

Doch zu ihrer Zeit war Andrée Godard, †83, eine der berühmtesten Frauen in Frankreich. Zuerst wurde sie als Hollywood-Schauspielerin Andrée Lafayette und später als "Comtesse" Andrée de la Bigne bekannt. Die Tochter eines Lokführers und einer Prostituierten war eigentlich weit davon entfernt, eine Gräfin zu sein – bis sie Prinz Philips Vater, Andreas von Griechenland, †62, kennengelernt hat. Für sie hat Andreas seine Familie verlassen, bis zu seinem Tod war er mit Andrée Godard zusammen. Sein Sohn Philip war bei seinem Auszug nur acht Jahre alt, trotzdem hat er seinen Vater regelmäßig besucht. Bei diesen Besuchen spielte Andrée Godard die "liebevolle Stiefmutter".

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Das Erbe von Andreas von Griechenland wurde von seiner Geliebten gestohlen

Louis Mountbatten (†79)

So liebevoll wird der Duke of Edinburgh die Geliebte seines Vaters heute nicht mehr in Erinnerung haben. Denn als sein Vater krank wurde und schließlich im Jahre 1944 an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb, schnappte sich die 21 Jahre jüngere Schauspielerin das Erbe des griechischen Prinzen und verschwand. Damit hatte vor allem Prinz Philip zu kämpfen: Als er gegen Ende des Zweiten Weltkriegs die britische Königsfamilie kennenlernte, wurde er von Höflingen und Mitgliedern des Establishments mit großem Misstrauen beobachtet. Zum einen wegen der Verbindung zu seinem Onkel Louis Mountbatten, zum anderen wegen der Tatsache, dass er ohne viel Geld und mit abgenutzter Kleidung herumgelaufen ist: Er erschien mittellos. Denn als Philip nach dem Krieg in Monaco auftauchte, um die Habseligkeiten seines Vaters abzuholen, hatte er bloß einen Rasierpinsel und einen Siegelring gefunden – und einen großen Berg voller Schulden.

"Comtesse" Andrée de la Bigne lebte bis zu ihrem Tod in Reichtum

Obwohl Andreas von Griechenland durch seine gut betuchten Freunden gutbürgerlich leben konnte, hatte er weit mehr ausgegeben als er besaß und alles, was übrig geblieben war, war ein Kapitalbetrag von 13.525 Pfund – ungefähr 600.000 Pfund heute. Den machte sich Andrée Godard zu Eigen. Es dauerte zwei Jahre bis Philip das Testament anfechten konnte, im Februar 1947 wurde der Fall schließlich verhandelt. Das Urteil wurde nie veröffentlicht, aber es ist unwahrscheinlich, dass Philip etwas von dem Geld zurückbekommen hat. Denn für den Rest ihres Lebens hatte "Comtesse" Andrée de la Bigne eine schicke Wohnung in der Avenue Georges V in Paris sowie ein Landhaus in der Calvados Gegend von Frankreich bewohnt. Ihr Reichtum blieb, aber ihr Stern war geschwunden. Es gab keine Informationen darüber, wie sie am 3. Oktober 1989 im Krankenhaus von Équemauville verstarb.

Prinz Philip nahm nicht an der Beerdigung seiner "Stiefmutter" teil

Am Tag ihres Todes reiste Philip zum jährlichen Aufenthalt der königlichen Familie nach Balmoral, Schottland. Er beschloss, seine Reise für die Beerdigung seiner "Stiefmutter" nicht zu unterbrechen. Somit war er bei der Trauerfeier für Andrée Godard nicht anwesend. Unbekannt bleibt, ob die Gräfin, die im Alter zu ihrem Geburtsnamen Andrée Godard zurückkehrte, in ihrem Testament an ihren "Stiefsohn" Prinz Philip gedacht und das Geld zurückgegeben hat, das sie all die Jahre zuvor gestohlen hat.

Prinz Philip

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Verwendete Quellen: UK Express

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