Prinz Philip: Neun spannende Fakten über den Ehemann der Queen

Prinz Philip feiert heute seinen 99. Geburtstag. Passend dazu lesen Sie nachfolgend neun spannende Fakten über den Ehemann von Queen Elizabeth.

Prinz Philip feiert Geburtstag.

Happy Birthday, Prinz Philip! Der Mann an der Seite von Queen Elizabeth, 94, wird am heutigen 10. Juni stolze 99 Jahre alt. Der Prinzgemahl gilt als kantiger Typ, der sich nur ungern von anderen sagen lässt, wo es lang geht. Trotzdem muss er stets zwei Schritte hinter seiner Frau gehen - so will es das royale Protokoll, denn die Gemahlin ist nun mal der Chef. Trotzdem ist Philip eine unverwechselbare Berühmtheit, die man in England respektvoll "Duke of Hazard" nennt: Herzog des Risikos. Das liegt vor allem an seinem lockeren Mundwerk. 

1. Prinz Philip hat deutsche Wurzeln

Prinz Philip entstammt den königlichen Familien Griechenlands und Dänemarks und wurde am 10. Juni 1921 auf der griechischen Insel Korfu geboren. Seine Mutter, Alice von Battenberg, war Deutsche und auch sein Vater Prinz Andreas entstammte dem deutschen Adelshaus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Seitenlinie des Hochadelsgeschlechts Oldenburg. Dieses Haus war mit griechischen, dänischen und norwegischen Herrscherdynastien sowie mit der russischen Zarenfamilie Romanow verwandt. Nach einem Militärputsch floh Philips Familie aus Griechenland und zog nach Frankreich. Der Vater wohnte mit einer Geliebten in Monte Carlo, die Mutter lebte mit den Kindern (Philip und vier älteren Schwestern) in Paris.

Prinz Philip

Immer einen Schritt hinter der Queen

10. Juni 2019  Happy Birthday, Prinz Philip! Der Prinzgemahl, hier in Uniform 1954 mit der frisch gekrönten Queen Elizabeth auf Staatsbesuch in Gibraltar, feiert heute seinen 98. Geburtstag. 
19. Dezember 2018  Am traditionellen Weihnachtsessen im Buckingham Palace nimmt Prinz Philip selbstverständlich auch teil, dabei entsteht dieser Schnappschuss im Auto.
17. Dezember 2018  Die Winterpause in Sandringham verbringt ein sichtlich entspannter Prinz Philip mit Kutschfahrten durchs Gelände.
20. November 2018  Happy anniversary! Unglaubliche 71 Jahre sind Queen Elizabeth und Prinz Philip jetzt schon verheiratet. Nach ihrer Trauung im Jahr 1947 ging es für die beiden mit der Kutsche in den Buckingham-Palast.

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Philips Mutter war psychisch krank und kam schließlich in eine Klinik. Der Vater wollte den Jungen nicht bei sich aufnehmen. Philip kam zu Verwandten nach Deutschland und besuchet das Internat Schloss Salem in der Nähe des Bodensees. 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, wurde Philip erst nach Frankreich und dann nach England geschickt.

Seine vier Schwestern, Margarita, Theodora, Cecilia und Sophie blieben in Deutschland und heirateten deutsche Adelige, die sich teilweise bei den Nazis engagierten. Philip trat nach der Schule der britischen Marine bei und kämpfte während des Zweiten Weltkriegs auf dem englischen Schlachtschiff HMS Valiant gegen die Deutschen.

1947 wurde er britischer Staatsbürger und legte auch seinen deutschen Namen Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg ab. Fortan nannte er sich nach seiner Mutter, Battenberg, allerdings nahm er die englische Variante des Namens an: Mountbatten. Wegen ihrer Verbindung zu den Nationalsozialisten durften Philips Schwestern im November 1947 nicht zur Hochzeit Philips und Elizabeth' kommen. Der Prinz spricht fließend Deutsch.

2. Seine Schwester starb bei einem Flugzeugabsturz

Eine der vier Schwestern Philips, Cecile, starb eines tragischen Todes. Am 16. November 1937 bestiegen die mit ihrem vierten Kind schwangere Cecilie, ihr Ehemann Georg Donatus, Erbgroßherzog von Hessen und bei Rhein, ihre beiden Söhne Ludwig und Alexander sowie Georgs Mutter ein Flugzeug. Die Familie wollte mit Angestellten von Darmstadt nach London reisen, wo die Hochzeit von Georgs Bruder Ludwig stattfinden sollte. Nicht an Bord: Johanna, die einzige Tochter von Cecilie und Georg.

In England kam die Reisegesellschaft nie an: Ihr Flugzeug stürzte bei Ostende in Belgien ab. Niemand überlebte. Im Wrack fanden Rettungskräfte die Leiche eines Babys. Eine Untersuchung kam später zu dem Schluss, das Cecilie in der Luft ihr Kind geboren und der Pilot deshalb hatte landen wollen.

Die kleine Johanna wurde nach dem Tod ihrer Eltern von ihrem Onkel Ludwig und seiner jüngst Angetrauten Margaret aufgenommen. Doch auch Johanna war kein langes Leben vergönnt: Sie starb im Alter von zwei Jahren an Meningitis.

3. Prinz Philip ist mit der Queen verwandt 

Queen Elizabeth und Prinz Philip sind Cousins dritten Grades, denn sie teilen sich dieselbe Ururgroßmutter: Königin Victoria, die von 1837-1901 auf dem britischen Thron saß.

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Prinz Philip, Queen Elizabeth

 

3. Philip hat einen Platz in der Thronfolge

Seiner Verwandtschaft zu Königin Victoria verdankt Philip seinen Platz in der britischen Thronfolge. Die Sache hat allerdings einen Haken: Philip ist weit abgeschlagen, etwa auf Platz 460. Dazu gehören unter anderem die direkten Nachkommen der Queen, also ihre Kinder und Enkelkinder. Es folgen die Kinder und Enkel ihrer Schwester Margaret. Danach reihen sich die Nachkommen von Elizabeths Großeltern ein, erst dann wird auf die Nachfahren von Victoria zurückgegriffen.

4. Philip und die Queen schliefen im Palast in getrennten Betten

Seit Sommer 2017 ist Prinz Philip im Ruhestand und verbringt diesen die meiste Zeit des Jahres auf dem Sandringham-Anwesen der Queen im Osten Englands. Als er noch mit seiner Frau im Buckingham Palast in London lebte, schlief er in seinem eigenen Bett in seinem eigenen Schlafzimmern. Nicht etwa wegen Eheproblemen, sondern wegen pragmatischer Gründe: keine störenden (Schnarch-)Geräusche, keine Platzprobleme, keine fehlende Decke. Stattdessen erwachten Philip und die Queen ausgeglichen und ausgeruht am nächsten Morgen und begegneten sich - vielleicht sogar bereits frisiert, frisch gemacht und angezogen - am Frühstückstisch. Ob das eines der Geheimnisse für ihre lange Ehe ist?

Queen Elizabeth

Warum ihre Mutter Prinz Philip nicht als Schwiegersohn wollte

Die Königsfamilie mit Philip Mountbatten 1947.

5. Prinz Philip hat uncharmante Spitznamen für seine Frau

Liebevolle Kosenamen wie "Darling" oder "Honey" sind nichts für Prinz Philip. Seinen eigentümlichen Humor stellt er auch bei der Wahl seiner Spitznamen unter Beweis. Er nennt seine Gattin "Cabbage" (Kohlkopf) oder auch "Sausage" (Würstchen). Laut Martin Charteris, Privatsekretär der Queen, ist Philip der einzige Mensch auf Erden, der mit der Majestät so reden darf, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Würstchen, Wombat und Co.

Die lustigen Spitznamen der Royals

Prinz Harry liest seiner Traumfrau Meghan Markle angeblich jeden Wunsch von den Augen ab. Hinter den Palastmauern soll ihm seine treue Ergebenheit den pikanten Spitznamen "Blow Jobs Harry" eingebracht haben. Die Leute seien überzeugt, "dass sein Gehirn durch unglaublich guten Sex verwirrt war", schreibt Royal-Insiderin Lady Colin Campbell in ihrem Buch "Meghan and Harry: Die Real Story."
Kurz vor Weihnachten will eine Verkäuferin beim Geschenke-Shopping gehört haben, dass Herzogin Catherine ihre kleine Charlotte mit dem süßen Spitznamen "Poppet" - also Schätzchen - anspricht. Süß!
Ganz ähnlich klingt die Bezeichnung, die Prinz George für seinen Vater, Prinz William, gewählt hat. Er sagt "Pops" zu ihm.
Auch Herzogin Catherine  hat einen Kosenamen für ihren Mann Prinz William. Bei einer öffentlichen Veranstaltung soll sie ihren Mann liebevoll „Babe“ genannt haben.

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6. Prinz Philip bricht alle Rekorde

Der Herzog von Edinburgh hält seit 2009 den Rekord als dienstältester Gemahl eines Monarchen in der britischen Geschichte. Seine Aufgaben begannen am 6. Februar 1952, als seine junge Frau, Prinzessin Elizabeth, Königin wurde. Vor Philip hatte Königin Charlotte (1744-1818), die Ehefrau von König George III., den Rekord gehalten. Seit dem 19. April 2019 ist Prinz Philip außerdem das älteste, männliche Mitglied der britischen Königsfamilie, das je gelebt hat (vor ihm liegen Alice, die Herzogin von Gloucester mit 102 Jahren und Queen Mum mit 101 Jahren).

7. Sein geheimnisvoller Sportwagen

Philip mag es schon mal extravagant, das zeigte er an seinem Auto. Im April 2016 wurde das Prachtstück der 1954 Lagonda 3-Liter DHC von Aston Martin für stolze 460.000 Euro verkauft. Laut Hersteller war Prinz Philip der erste royale Kunde. Für ihn baute man Extras, wie einen kleinen Schminkspiegel für seine Gemahlin ein. Auch ein Telefon soll das Auto an Bord gehabt haben. Mit dem Aston Martin weihte der Prinz die erste Autobahn Englands ein, sogar zu den olympischen Spielen in Melbourne 1956 ließ er seinen Wagen einschiffen.

8. Philip nimmt kein Blatt vor den Mund

Immer wieder sorgte Philip mit provokanten Sprüchen für Gesprächsstoff. Deshalb nennt man ihn auch "Duke of Hazard" - "Herzog des Risikos". Die Protokollchefs und Zeremonienmeister wären wohl am liebsten im Boden versunken, doch das englische Volk liebt ihn dafür. Es gibt unzählige Beispiele für den kantigen, unverblümten Humor des Prinzen. Als ihm etwa der 13-jährige Schüler Andrew Adams erzählt, er wolle Astronaut werden, antwortet Philip: "Davor müsstest du aber etwas abspecken". 

Bei einer Veranstaltung der "Royal Society of Arts" zum Klimawandel fragt er frech: "Wenn an der Nordküste von Norfolk - auf der Hauptroute der Zugvögel nach Skandinavien - riesige Windkraftwerke gebaut werden, fliegen die Enten dann in Scheiben zu uns zurück?" Und eine Gruppe gehörloser Jugendlicher, die neben einer Band steht, schockt er mit der Bemerkung: "Wenn man nahe dieser Musik ist, ist es kein Wunder, dass ihr taub seid."

9. Prinz Philip, der Gott

Die Bewohner der Südseeinsel Tanna (Vanuatu) verehren den Prinzen als Gottheit. Sie beten Bilder von ihm an und an seinem Geburtstag feiern sie. Während des Zweiten Weltkrieges waren US-Soldaten auf der Insel stationiert. Einen von ihnen, John Frum, hielten die Ureinwohner für den Sohn eines Berggeistes, der zurückgekehrt sei. Es entwickelte sich der John-Frum-Kult. In den 1950ern und 1960ern entstand der Glaube, Prinz Philip sei der Bruder von John Frum.

Der Überlieferung zufolge hatte der Sohn des Berggeistes die Insel verlassen, um eine mächtige Frau zu heiraten. 1974 besuchte das englische Königspaar Vanuatu. Dieses Mal war Philip der Star und nicht Elizabeth. Im Jahr 2007 reisten fünf Stammesangehörige nach London. Dort wurden sie vom Prinzen empfangen.

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