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Prinz Philip Kontroverse Trauer-Karikatur von Prinz Harry und Herzogin Meghan

Prinz Philip, Herzogin Meghan und Prinz Harry.
© Getty Images
Die Welt trauert um Prinz Philip. Auch die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" nimmt sich des Themas an – mit einer fragwürdigen Zeichnung von Prinz Harry und Herzogin Meghan.

Ist das noch Satire oder einfach nur geschmacklos? Diese Frage stellt sich in Anbetracht einer Karikatur, die "Charlie Hebdo" anlässlich des Todes von Prinz Philip, 99, auf Twitter veröffentlicht. Zu sehen: Prinz Harry, 36, der in einer Nazi-Uniform den rechten Arm zum Hitlergruß erhoben hat und Herzogin Meghan, 39, die als eine Art Josephine Baker, †69, barbusig und mit einem Gürtel aus Bananen um den Bauch herum einen Tanz aufführt. Unter dem Paar ist ein Sarg zu sehen. "Eine Hommage von Harry und Meghan an Prinz Philip", steht dazu geschrieben.

Prinz Harry und Herzogin Meghan: Was hat es mit der Zeichnung auf sich?

"Charlie Hebdo" nimmt mit der Karikatur Bezug auf gleich mehrere Aspekte. Zum einen wurde Prinz Harry 2005 mit einer Hakenkreuz-Armbinde auf einem Kostümfest fotografiert und löste damit einen riesigen Skandal aus. Die Folge: Er entschuldigte sich öffentlich für "die schlechte Wahl" seines Kostüms. 

Zum anderen wird Prinz Philip, der im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland kämpfte, immer wieder mit braunem Gedankengut in Verbindung gebracht. Grund: Seine vier älteren Schwestern waren mit deutschen Adeligen – die die Nazis teilweise unterstützten – verheiratet. Sophie, Margarita und Theodora (Cecilia starb 1937 bei einem Flugzeugabsturz) durften deshalb 1947 nicht zur Hochzeit von Prinz Philip und der damaligen Prinzessin Elizabeth nach London kommen.

Schlussendlich dürfte "Charlie Hebdo" auch auf die Rassismusvorwürfe anspielen, die von Meghan im Oprah-Interview im März 2021 gegen die Royal Family und die britische Presse erhoben wurden.

Karikatur zum Tod von Prinz Philip ruft geteiltes Echo hervor

"Wenn Sie so unlustig sind, dass Sie sich des Rassismus' bedienen müssen, um Witze zu machen, dann sind Sie ein gescheitertes Projekt", empört sich ein Twitter-User. Ein anderer meint: "An meine britischen Freunde: Charlie Hebdos finanzielle Situation ist nicht so gut. Man kann mit Hoffnung erwarten, dass sie bald bankrott gehen", schreibt ein anderer. Ein Dritter meint: "Es ist widerlich und rassistisch". Es gibt jedoch auch Gegenstimmen. "Ich bin Brite und glaube an freie Meinungsäußerung, daher sollten sie veröffentlichen dürfen, was sie wollen", "Meisterlich!" und "Ich bin Britin und fühle mich nicht beleidigt", meinen andere.

Auch diese Zeichnung über die Royals schockiert

Erst Anfang März 2021 hatte "Charlie Hebdo" mit einer Zeichnung von Herzogin Meghan für Schlagzeilen gesorgt. Zu sehen ist eine diabolisch grinsende Queen Elizabeth, 94, deren linkes Knie auf den Hals der am Boden liegenden Herzogin gedrückt ist. Daneben prangt der Satz: "Warum Meghan den Buckingham Palast verlassen hat." Als Antwort steht in einer Sprachblase neben der Karikatur: "Weil ich nicht mehr atmen kann." Das gezeichnete Bild zieht damit eine Parallele zwischen dem gewaltsamen Tod von George Floyd, †46, und dem Oprah-Interview von Herzogin Meghan. 

Verwendete Quelle: twitter.com

jre Gala


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