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Prinz Philip Gräfin Sophie spricht über seinen Tod: "... und dann ging er"

Prinz Philip (1921-2021)
Prinz Philip (1921-2021)
© Getty Images
Anhand von Insidern und Mitteilungen des Palastes lassen sich die letzten Lebenstage von Prinz Philip rekonstruieren. Seine Schwiegertochter, Gräfin Sophie, gibt einen besonders privaten Einblick – und erzählt, wie der Herzog starb.

Ab 17. Februar: Prinz Philip wird im Krankenhaus behandelt

Am 17. Februar gibt der Buckingham Palast bekannt, dass der Herzog von Edinburgh am Vortag ins Edward VII's Hospital in London eingeliefert wurde. Eine Vorsichtsmaßnahme, wie man zu diesem Zeitpunkt betont. Am 1. März dann das: Prinz Philip wird ins St. Bartholomew's Hospital verlegt, wo er sich zwei Tage später wegen einer bestehenden Herzerkrankung einem Eingriff unterziehen muss. Eine Quelle sagt nach dem Tod des 99-Jährigen Tod zu "Mail Online": "Sie operierten sein Herz, um ihm etwas länger zu geben, vielleicht mit Blick auf den 100. Geburtstag. Aber das war ihm eigentlich egal." Am 5. März geht es für Seine Königliche Hoheit zurück ins Edward VII's Hospital, wo er die Zeit bis zu seiner Entlassung verbringt.

20. Februar 2021: Prinz Charles besucht seinen Vater

Prinz Charles, 72, stattet seinem Vater überraschend einen Besuch im Krankenhaus ab und fährt 30 Minuten später mit Tränen in den Augen wieder ab. Die Öffentlichkeit ist alarmiert und besorgt. Wie geht es Prinz Philip wirklich? Während der Palast schweigt, machen diverse Gerüchte die Runde. Eines lautet, dass man Prinz Philip wegen des am 7.März ausgestrahlten Oprah-Interviews von Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, gut zureden habe wollen.

Nach Philips Tod berichtet Reporter Robert Jobson auf "Mail Online" unter Berufung auf einen Insider, was tatsächlich im Edward VII's Hospital geschah: ein emotionales Vater-Sohn-Gespräch. Darin soll der Herzog Prinz Charles gebeten haben, sich nach seinem Tod um die Queen zu kümmern und gab ihm, dem künftigen König, wichtige Ratschläge zur Zukunftsgestaltung der Monarchie. Besonders berührend: Prinz Philip ist sich bewusst, dass sein Leben bald enden könnte – und bittet darum, nach Hause zurückkehren zu dürfen. Er habe auf Schloss Windsor in seinem eigenen Bett sterben wollen, schreibt Robert Jobson.

Prinz Charles

16. März 2021: Prinz Philip darf nach Hause

Die Familie erfüllt den Wunsch von Prinz Philip: Nach 28 Tagen – dem längsten Krankenhaus-Aufenthalt seines Lebens – wird er entlassen. Auf Fotos, die ihn auf dem Rücksitz eines Wagens zeigen, wirkt der 99-Jährige so zerbrechlich wie nie zuvor. Was zu diesem Zeitpunkt nur die wenigstens ahnen: Es ist das letzte Mal, dass die Öffentlichkeit Prinz Philip jemals sehen wird.

Prinz Philip

Wenige Stunden später absolviert Prinz Charles einen Termin in der "Finsbury Park"-Moschee in London, die als Corona-Impfklinik genutzt wird. Auf seinen Vater angesprochen, antwortet der Thronfolger, er sei "begeistert" von dessen Heimkehr und habe schon mehrere Male mit ihm gesprochen. Während damals viele das Gefühl haben, aufatmen zu können, wirkt Charles' Reaktion aus heutiger Sicht kurz angebunden und angespannt. 

Prinz Charles

Ab 16. März: Gemeinsame Zeit mit Queen Elizabeth

Prinz Philip befindet sich auf Schloss Windsor. Dieses ist seit März 2020 aufgrund der Coronapandemie der primäre Aufenthaltsort des Herzogs und seiner Frau, der Queen. Das Paar, das seit Prinz Philips Ruhestand im Jahr 2017 viel Zeit getrennt voneinander verbracht hat, ist sich nun wieder ganz nah. Prinz Charles soll mit seinen Vater sowohl persönlich als auch telefonisch in ständigem Kontakt stehen, schreibt später "Mail Online". Obwohl Prinz Philip sich ausruht, bleibt er nach seinen Wochen im Krankenhaus schwer krank.

8. April 2021: Der Zustand des Prinzen verschlechtert sich

Palast-Insider bewahren Anstand und Pietät und geben keinerlei Auskünfte darüber, wie der Herzog verstorben ist. Nur so viel erfährt man: In der Nacht zu Freitag soll sich sein Gesundheitszustand über Nacht verschlechtert haben. Berichten zufolge ist die Rede davon, den 99-Jährigen ins Krankenhaus zu bringen. Die Queen soll den Wunsch ihrer großen Liebe, nicht mehr ins Hospital gebracht zu werden, akzeptieren – und lehnt Gespräche über eine Verlegung von Schloss Windsor ab. 

9. April: 2021: "Forth Bridge is down" – Gräfin Sophie erzählt, wie Prinz Philip starb

Prinz Philip stirbt im Alter von 99 Jahren am Morgen des 9. April. Die Welt erfährt davon um 12 Uhr Ortszeit durch eine Mitteilung des Buckingham Palastes. "Mit tiefer Trauer gibt Ihre Majestät, die Königin, den Tod ihres geliebten Mannes, Seiner Königlichen Hoheit, des Prinzen Philip, Herzog von Edinburgh, bekannt." Es sei anzunehmen, so berichtet es "Mail Online", dass die Queen an der Seite ihres Mannes war. 70 Jahre, von 1947 bis 2017, hat Prinz Philip der Monarchie gedient und seine Frau weitere Jahre als geschätzter und liebevoller Prinzgemahl unterstützt. 

Seine Schwiegertochter Gräfin Sophie, 56, wird zwei Tage später, nach einem Gottesdienst in Windsor, über seinen Tod sagen: "Es war richtig für ihn, und wissen Sie, es war so sanft. Es war, als hätte ihn jemand bei der Hand genommen, und dann ging er. Sehr, sehr friedlich. Und das ist alles, was man für jemanden will, nicht wahr?"

Verwendete Quelle: mailonline.uk, twitter.com/royalfamily

Gala


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