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Prinz Harry Prinz William ist "wütend", weil ...

Prinz Harry
© John Phillips / Freier Fotograf / Getty Images
In Folge eins der Netflix Doku "Harry & Meghan" äußert sich Prinz Harry zu dem wohl berühmtesten Interview seiner verstorbenen Mutter, Prinzessin Diana. Dass er das tut, macht vor allem Prinz William "wütend". 

Prinz Harry, 38, erinnert in der Netflix-Dokumentation "Harry & Meghan" an vielen Stellen an seine berühmte Mutter, Prinzessin Diana, †36, und zieht Parallelen zwischen ihr und Herzogin Meghan, 41. "Die Vergangenheit soll sich nicht wiederholen", sagte der Sohn von König Charles, 74, bereits mehrfach. 

Prinz Harry: "Sie hatte sehr mit diesem Leben zu kämpfen."

Die Verfolgungsjagd und die mediale Hetze – es ist nicht einfach, wenn man plötzlich die Partnerin eines Mitglieds der königlichen Familie wird. So war es auch damals bei Prinzessin Diana, als sie 1981 den damaligen Prinzen Charles heiratete. Dass sie sogar im privaten Urlaub von Paparazzi verfolgt wurde, nagte sehr an der Prinzessin der Herzen. Harry sagte dazu im ersten Teil der Dokumentation: "Sie hatte sehr mit diesem Leben zu kämpfen. Deshalb fühlte sie sich dazu berufen, darüber zu reden."

Prinz Harry über Dianas berühmtes "Panorama"-Interview

Und das tat Diana auch. Im Jahr 1995 führte sie wohl ihr berühmtestes Interview, das in die britische TV-Geschichte eingegangen ist. Mit dem BBC-Journalisten Martin Bashir, 59, kam das berüchtigte "Panorama"-Interview zustande. Bashir hat sich die Zusage für das Gespräch mithilfe von Fälschungen, Täuschungen und Tricks erschlichen. "Heute wissen wir zwar, dass sie hinters Licht geführt wurde, aber sie hat über ihre wahren Erfahrungen gesprochen", sagt Harry mit Blick auf die Vergangenheit. 

Nach der Scheidung von Prinz Charles im Jahr 1996 veränderte sich für Diana vieles – zum Schlimmeren. "Sie mag eine der einflussreichsten und mächtigsten Menschen der Welt, aber sie war dem komplett ausgeliefert." Nach der Trennung war sie in Bezug auf die Presse auf sich alleine gestellt und völlig überfordert mit der überwältigenden Situation. 

Prinz William über Bashir-Interview

Der Name Martin Bashir und das "Panorama"-Interview sind vor allem für Prinz William ein rotes Tuch. Nachdem der Fall geklärt wurde, sagte er 2021 in einem Statement: "Das Interview hat zur Verschlechterung der Beziehung meiner Eltern beigetragen und hat seitdem unzählige andere verletzt. Ich bin der Ansicht, dass die betrügerische Art und Weise, in der das Interview zustande kam, einen wesentlichen Einfluss auf das hatte, was meine Mutter sagte. Es ist unbeschreiblich traurig zu wissen, dass die Misserfolge der BBC erheblich zu ihrer Angst, Paranoia und Isolation beigetragen haben, an die ich mich aus den letzten Jahren mit ihr erinnere. Was mich jedoch am traurigsten stimmt, ist die Tatsache, dass meine Mutter hätte durchaus wissen können, dass sie getäuscht wurde, wenn die BBC die 1995 erstmals vorgebrachten Beschwerden und Bedenken ordnungsgemäß untersucht hätte. Sie wurde nicht nur von einem hinterhältigen Reporter betrogen, sondern auch von Führungskräften der BBC, die wegschauten, anstatt kritische Fragen zu stellen. Es ist meine überzeugte Ansicht, dass das "Panorama"-Interview nie wieder ausgestrahlt werden sollte."

Dass sich Prinz Harry – ebenfalls wie seine Mutter Diana – nun berufen fühlt, über seine Sicht der Dinge in einer ganzen Dokumentation zu sprechen, ist für seinen großen Bruder William sicherlich nicht einfach, doch dass in der Netflix-Dokumentation Ausschnitte des berühmten Interviews gezeigt werden, dürfte für den Thronfolger das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Royal-Expertin Katie Nicholl erklärte gegenüber dem britischen "OK!"-Magazin, dass der Prinz von Wales wahnsinnig "wütend" darüber sei, dass sein Bruder Archiv-Material ihrer verstorbenen Mutter in der Netflix-Dokumentation verwendet, um Parallelen zu ziehen und die Royal Family schlecht zu machen. Harry habe laut William ein "Monopol" auf die tragische Diana-Geschichte und spielt diese wie eine kaputte Schallplatte ständig aufs Neue ab.

William wird wohl sehr wütend sein. Er hat sich dafür eingesetzt, dass das Material nie wieder ausgestrahlt wird und dass es jetzt für die Reality-TV-Show seines Bruders genutzt wird, frustriert ihn sicherlich sehr.

Auch die Art, wie Harry die Geschichte seiner Mutter zu seiner eigenen machte, "muss für William auch sehr schmerzhaft sein", meint Katie Nicholl dazu. 

Verwendete Quellen: Harry & Meghan", abgerufen unter netflix.com, ok.co.uk

lsc Gala

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