Prinz Harry: TV-Show thematisert psychische Gesundheit

Prinz Harry unterstützt Oprah Winfrey bei einer neuen Show - und greift dabei auf eigene Erfahrungen zurück. Thematisch wird es sich um die psychische Gesundheit drehen. Ein weites Feld, das der Royal zu seinem Herzensprojekt gemacht hat. 

Prinz Harry, 35, arbeitet seit einigen Monaten mit der Moderatorin Oprah Winfrey, 65, an einer TV-Show für Apples neuen Streamingdienst. Darin wird es um das Thema psychische Gesundheit gehen. Ein Bereich, der Harry aus eigener Erfahrung am Herzen liegt, wie er in einem Interview mit dem "Daily Telegraph" erzählte.

Tod von Prinzessin Diana

Die bewegendsten Fotos ihrer Trauerfeier in London

Ein Foto, das Herzen auf der ganzen Welt bricht: Prinz William und Prinz Harry stehen, flankiert von ihrem Onkel Charles Earl Spencer und ihrem Vater Prinz Charles, vor dem Sarg ihrer Mutter Prinzessin Diana. 
6. September 1997. Prinz William tritt den schwersten Gang seines Lebens an - den hinter dem Sarg seiner Mutter. "Es war keine einfache Entscheidung und ein kollektiver Familienbeschluss, es zu tun. Es war eines der schwierigsten Dinge, die ich jemals gemacht habe. Aber wir waren überwältigt, wie viele Leute gekommen waren. Es war einfach unglaublich", erinnert sich William 2017 in der "BBC"-Dokumentation "Diana, 7 Days".
Der Anblick der Prinzen, die ihre Mutter viel zu früh bei dem tragischen Autounfall in Paris verloren haben und sich nun vor der Weltöffentlichkeit zeigen müssen, rührt viele Beobachter zu Tränen.
Dem damals erst 15-Jährigen William steht die Trauer ins Gesicht geschrieben. Über den Moment, als er vom Tod seiner Mutter erfuhr, sagt er 2017 in der "BBC"-Doku "Diana, 7 Days": "Ich erinnere mich, dass ich mich völlig taub, desorientiert und schwindlig fühlte - ich fühlte mich sehr, sehr verwirrt. Und du fragst dich die ganze Zeit: 'Warum ich? 'Warum? Was habe ich getan, warum ist uns das passiert?'

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Prinz Harry: Zwei Jahrzehnte litt er unter dem Tod seiner Mutter 

"Als ich vor zwei Jahren den Podcast für euch gemacht habe, haben mir die Reaktionen darauf gezeigt, welchen Einfluss es hat, meine Geschichte zu teilen und welchen Einfluss die Geschichten anderer haben könnten auf so viele, die leise leiden." Harry hatte 2017 in dem Podcast über den Verlust seiner Mutter geredet. Unter anderem erzählte er darin, dass er seine Gefühle nahezu 20 Jahre lang unterdrückt habe.

Mittlerweile habe er gelernt, dass Themen wie mentale Gesundheit, psychische Krankheiten und Selbstwert immer auf das psychische Wohlbefinden zurückzuführen sind, darum "wie wir uns um uns selbst und umeinander kümmern." Die Show könne Leben retten, da sie sich auf Prävention und positive Ergebnisse konzentrieren werde, ist sich der 35-Jährige sicher.

Die US-TV-Moderatorin und Produzentin Oprah Winfrey ist mit Prinz Harry und Herzogin Meghan befreundet und besuchte ihre Hochzeit im Mai 2018.

Oprah Winfrey blickt auf traumatische Erfahrungen zurück

Auch Oprah Winfrey beschäftigt sich seit langem mit der Empfindsamkeit der Psyche. Sie selbst kann auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Ihre Kindheit hat sie traumatisiert. Die TV-Produzentin und -Moderatorin enthüllte  erst im vergangenen Jahr, dass sie von ihrem Cousin, einem Onkel und einem Freund der Familie als junges Mädchen missbraucht worden war. "Es ist mir mit neun Jahren passiert und dann mit 10, mit 11, 12, 13 und 14. Man findet keine Worte dafür, was mit einem passiert", erklärte Winfrey im März 2018 im "PEOPLE"-Magazine. "Deshalb glaubst du, dass dir nicht geglaubt wird. Und wenn der Täter, der Schänder, gut ist, werden Sie das Gefühl haben, dass Sie mitschuldig sind, dass Sie Teil davon waren. Das hält Sie davon ab, zu erzählen."

Verwendete Quelle: Daily Telegraph, People

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