Prinz Harry + Herzogin Meghan: Wie Queen Elizabeth auf das Statement gegen die Presse reagiert

Prinz Harry hat in einem Statement die Berichterstattung der britischen Presse über seine Frau Herzogin Meghan scharf kritisiert und sich damit über die wichtigste aller Kommunikationsregel des Palasts hinweggesetzt. Was Queen Elizabeth davon hält.

Herzogin Meghan und Prinz Harry
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Prinz Harry wendet sich mit einem wütenden Statement an die Öffentlichkeit und verklagt die britische "Mail on Sunday". Welche emotionalen Worte der Prinz findet, um seine Ehefrau Herzogin Meghan zu verteidigen, sehen Sie im Video.

Eine eiserne Regel im britischen Königshaus lautet: "Never complain, never explain." Auf Deutsch: "Niemals beschweren, niemals erklären." Heißt: Nur in Ausnahmefällen äußert sich der Palast zu Gerüchten und Storys, die von den britischen Medien über die Royals verbreitet werden. Das Statement, das Prinz Harry, 35, am 1. Oktober über eine eigens dafür eingerichtete Website veröffentlichte, versetzte Royal-Reporter deshalb in Staunen: So persönlich, so emotional aber auch so attackierend hatte sich bisher noch kein Windsor in der Öffentlichkeit geäußert. 

Prinz Harry wütend auf britische Presse

Harry habe die Erklärung selbst geschrieben und diese sei von Beratern und Presse-Mitarbeitern unbearbeitet veröffentlicht worden, schreibt CNN und beruft sich auf einen Insider. Queen Elizabeth, 93, und Prinz Charles, 70, seien informiert, heißt es weiter. Was die stets zurückhaltende und kontrollierte Königin (Gefühle in der Öffentlichkeit zeigen ist für sie tabu) von dem emotionalen Ausbruch ihres Enkels hält, schätzt die mehrfache Buch-Autorin und Royal-Kennerin Penny Junor ein.

Herzogin Meghan und Prinz Harry

Harte Kritik an Prinz Harry

"Nimmt er einen Hammer, um eine Nuss zu knacken?"

Ist Queen Elizabeth not amused?

"Ich glaube nicht, dass die Königin diese Aussage gutheißen würde", sagt Junor gegenüber "ITV News". "Ich glaube nicht, dass der Prinz von Wales jemals eine solche Aussage machen würde. Und, meine Güte, er hätte Gründe dafür in den Jahren, als die Medien ihn oder Camilla angriffen, gehabt. Ich glaube nicht, dass sein Bruder [Harry] geraten hätte, eine solche Erklärung abzugeben."  Sie empfinde Harrys Worte als "außergewöhnlich" und "sehr schlecht", ergänzt Junor, von deren Büchern auch eines den 35-Jährigen zum Thema hat. Ihr Urteil: "Keiner der Berater, die ich über die Jahre in einem der Paläste kennengelernt habe, hätte meiner Meinung nach eine solche Aussage in die Öffentlichkeit kommen lassen."

So geht es mit der Klage der Royals weiter

Im Namen von Herzogin Meghan reichte die Anwaltskanzlei Schillings am 29. September 2019 Klage vor dem englischen High Court ein. Die Klage richtet sich gegen "Associated Newspapers", den Betreiber von "Mail on Sunday". 

Prinz Harry + Herzogin Meghan

Ihr gefährliches Spiel mit den Medien

Prinz Harry und Herzogin Meghan


Die Zeitung hatte im vergangenen Jahr einen privaten Brief Meghans an ihren Vater Thomas Markle veröffentlicht. Der Vorwurf von Prinz Harry und Herzogin Meghan richtet sich nicht nur gegen die generelle Veröffentlichung des privaten Dokuments. Die Zeitung habe den Leser zudem manipulieren wollen, indem Teile des Schreibens ausgelassen worden und Absätze, einzelne Sätze und sogar Worte verändert worden seien. Geschehen sei dies, um vorherige Lügen des Blattes zu vertuschen.

Bis zum 14. Oktober müssen Harry und Meghan die Klage mit dem sogenannten "Particulars of Claim", spezifischen Details, untermauern. "Mail on Sunday" hat dann bis Ende Oktober Zeit, drauf zu reagieren. Bis Mitte November muss die Verteidigung der Zeitung spätestens vorliegen. 

Verwendete Quellen: sussexofficial.uk, ITV News, CNN

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